Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Guss für Zukunftsenergien

20.04.2006


Deutschlands Energiezukunft braucht Investitionen - und dabei laufen die erneuerbaren Energien den anderen Erzeugern inzwischen den Rang ab. Als Ergebnis des kürzlich von der Bundesregierung abgehaltenen Energiegipfels sicherten Vertreter der Wind-, Sonnenenergie- und Biogasbranche Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Zeitraum bis 2012 Investitionen von bis zu 40 Milliarden Euro zu, während die Vertreter konventioneller Energieerzeugung nur rund 30 Milliarden Euro aufbringen wollen.

Hintergrund der hohen Investitionsbereitschaft bei den erneuerbaren Energien ist nicht zuletzt auch der technische Fortschritt u.a. bei Windenergieanlagen wie der neuen E-82 von Enercon. Diese speziell für mittlere Windstärken konzipierte 2-MW-Anlage ermöglicht dank ihres großen Rotordurchmessers von 82 m und einer besonders effizienten Rotorblattgeometrie optimale Ertragswerte bei minimalen Kosten.

Welch wesentliche Rolle dabei auch moderne Hightech-Gussteile spielen, vermittelt anlässlich der diesjährigen Hannover Messe die Fa. Meuselwitz Guss auf dem Stand der DIHAG (Stand D49 in Halle 3). Gezeigt wird die zentrale Gussteil-Baugruppe für die Übertragung der Kräfte von den Rotorblättern zum Generator. Sie besteht aus insgesamt fünf Gussteilen: Der Nabe, dem Achszapfen sowie drei drehbar gelagerten Blattadaptern. Die zusammen rund 22.390 kg schweren Gussteile bestehen aus hoch belastbarem, kaltzähem Gusseisen mit Kugelgraphit EN-GJS-400-18-U-LT. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichts sind sie mit Wanddicken von teilweise nur 25-30 mm Musterbeispiele für geradezu extremen Leichtbau, denn bei den heute üblichen Turmhöhen um die 100 m ist jede Tonne Mehrgewicht im Gondelbereich von Übel, müssten hierfür doch alle tragenden Strukturen entsprechend stärker dimensioniert werden. Die Folge wären nachteilige Auswirkungen bezüglich der Kosten und damit der Wirtschaftlichkeit. Nur durch Gießen gelingt es, solche Bauteile herzustellen, deren Geometrie und Wanddickenverläufe exakt den auftretenden Kraftverläufen entsprechen. Für die Sicherstellung einer optimalen Balance zwischen Gewicht und Sicherheit kommen bei der Auslegung leistungsfähige Programme zur Simulation von Gießvorgängen und Materialbelastung zum Einsatz. Dies bedingt zugleich höchste Anforderungen an die Qualifikation der ausführenden Gießerei, denn bei den Wanddicken gibt es keine "Reservezuschläge".



Filigran: Auf dem Stand D40 in Halle 3 zeigt die zur DIHAG-Gruppe gehörende Meuselwitz Guss diese aus fünf Gussteilen bestehende Baugruppe für die neue E 82 Windenergieanlage von Enercon

Kontakt:
Meuselwitz Guss Eisengiesserei GmbH
Industriepark Nord
04610 Meuselwitz
Tel: 03448-821-00
Fax: 03448-822-02

Redaktionelle Betreuung:
Redaktionsbüro Klaus Vollrath
Niederstr. 5b
46459 Rees
Tel: +49-2851-965967
Fax: +49-2325-965968
kvollrath@t-online.de

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.meuselwitz-guss.de
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics