Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanotechnologie - Chancen nutzen, Risiken minimieren

12.03.2008
Die Nanotechnologie wird die Entwicklung in vielen Lebensbereichen massiv beeinflussen. TÜV SÜD unterstützt die Hersteller und Verarbeiter von Nanomaterialien mit innovativen Leistungspaketen beim Risikomanagement und bei der Qualitätssicherung. Auf der Hannover Messe stellen die Spezialisten vom 21. bis 25. April 2008 das CENARIOS®-System und nanoGMP vor (Halle 13, Stand E81). Mit CENARIOS® hat sich TÜV SÜD auch für den Hermes Award - den internationalen Technologiepreis der Hannover Messe - beworben.

Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie beschäftigt sich mit Materialien, die kleiner als 100 Nanometer sind. Aufgrund ihrer besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften ermöglichen solche Materialien beispielsweise die Herstellung von selbstreinigenden Textilien oder schmutzabweisenden Oberflächen.

"Diese Eigenschaften beinhalten aber auch ein nicht zu unterschätzendes Risikopotenzial", sagt Thorsten Weidl, Experte für Risikomanagement bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. "So sind beispielsweise die mittel- und langfristigen Auswirkungen von Nanomaterialien auf Menschen und Umwelt noch nicht ausreichend untersucht." Zudem stellt die Herstellung von Nanoprodukten besondere Anforderungen an die Qualitätssicherung - konventionelle Qualitätssicherungssysteme greifen hier zu kurz.

Risikomanagement und Risikomonitoring mit CENARIOS®

Mit zwei Dienstleistungsangeboten unterstützt TÜV SÜD Industrie Service die Hersteller und Verarbeiter von Nanoprodukten dabei, die möglichen Risiken zu kontrollieren und die Qualität im Produktionsprozess zu sichern. Zusammen mit der Innovationsgesellschaft in St. Gallen haben sie das weltweit erste zertifizierbare Risikomanagement- und Risikomonitoringsystem entwickelt. "CENARIOS® kombiniert die Risikobewertung auf dem aktuellen Stand der Technik mit einem ausgefeilten Monitoringsystem zur kontinuierlichen Einbindung der neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft, Technik und Gesetzgebung", erklärt Weidl. "Damit stellen wir sicher, dass unsere Kunden potenzielle Risiken in ihren Produkten schnell und umfassend identifizieren, analysieren und bewerten und auf dieser Basis die notwendigen Maßnahmen treffen können." Zum ersten Mal erfolgreich umgesetzt wurde CENARIOS® bei der Bühler PARTEC GmbH in Saarbrücken, die sich als Tochter der schweizerischen Bühler AG auf Technologien rund um die Nanopartikelveredelung und -herstellung spezialisiert hat. Das CENARIOS®-System hat sich TÜV SÜD Industrie Service für den Hermes Award beworben. Dieser internationale Technologiepreis wird von der Deutschen Messe anlässlich der Hannover Messe für herausragende technische Innovationen ausgelobt, die bereits industriell erprobt sind.

Wettbewerbsvorteil durch nanoGMP

Die Experten von TÜV SÜD Industrie Service unterstützen die Hersteller von Nanoprodukten auch dabei, die Qualität ihrer Herstellungsprozesse sicherzustellen und zu dokumentieren. "Bei der Herstellung von Nanoprodukten greifen konventionelle Qualitätssicherungssysteme in der Regel zu kurz", sagt Rolf Zöllner von TÜV SÜD Industrie Service. "Deshalb haben wir mit nanoGMP einen neuen Standard geschaffen." Damit wird einem Unternehmen nach der entsprechenden Zertifizierung bestätigt, dass es Nanoprodukte in kontrolliert gleichbleibender Qualität herstellen kann. Für die Zertifizierung überprüfen Zöllner und seine Kollegen die Verfahren, Anlagen und Geräte im eigentlichen Produktionsprozess, die vorhandenen Qualitätssicherungsprozesse sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen für die Herstellung von Nanoprodukten. "Mit nanoGMP dokumentieren wir, dass ein Unternehmen die Voraussetzungen für die Herstellung von spezifizierten Nanoprodukten erfüllt", erklärt Zöllner. "Die Zertifizierung durch TÜV SÜD schafft Vertrauen in einem schnell wachsenden Markt und sichert den zertifizierten Unternehmen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil."

Weitere Informationen zu CENARIOS® und nanoGMP gibt es bei Thorsten Weidl, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, Westendstraße 199, 80686 München, Tel. +49 (0) 89 / 57 91 - 27 01 oder E-Mail: thorsten.weidl@tuev-sued.de, sowie im Internet unter www.tuev-sued.de

Die TÜV SÜD AG ist ein international führender Dienstleistungskonzern in den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und MENSCH. Mit mehr als 13.000 Mitarbeitern sind wir an über 600 Standorten präsent. Als Prozesspartner sorgen unsere Spezialistenteams für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden weltweit.

Media-Kontakt:
Dr. Thomas Oberst
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation
INDUSTRIE
Westendstr. 199, 80686 München
Tel. +49 (0) 89 / 57 91 - 23 72
Fax +49 (0) 89 / 57 91 - 22 69
thomas.oberst@tuev-sued.de
www.tuev-sued.de

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Network Manager mit Topologiedarstellung
05.04.2019 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

nachricht Energieverteilung leicht gemacht
05.04.2019 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wiegende Halme auf der Handwerksmesse München

Talente-Sonderschau: Architekturstudenten der HTWK Leipzig zeigen filigrane Skulptur aus Strohhalmen – dahinter steckt eine Konstruktionsidee für organisch gekrümmte Fassaden

Swaying Straws (Wiegende Halme) heißt die Skulptur, die die zwei Architekturstudenten Fabian Eidner und Theodor Reinhardt von der Hochschule für Technik,...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hate Speech bis KI: Online-Forscher_innen aus aller Welt treffen sich zur General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2020 | Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Asteroid in eiserner Rüstung

28.02.2020 | Geowissenschaften

Hate Speech bis KI: Online-Forscher_innen aus aller Welt treffen sich zur General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

UV-Licht gegen störenden Unterwasserbewuchs – Innovatives Antifouling-System des IOW jetzt reif für Serienproduktion

28.02.2020 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics