Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Kraftwerkskonzepte erfordern neue Strategien

03.03.2008
Der Einsatz neuer Werkstoffe und Temperaturbereiche bis 700°C machen bei Kraftwerken neue Prüf- und Instandhaltungsstrategien erforderlich.

Die entsprechenden Konzepte müssen schon in der Entwurfsphase neuer Anlagen angelegt werden, um optimale Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Auf der Hannover Messe präsentiert TÜV SÜD vom 21. bis 25. April 2008 ein ganzheitliches Leistungspaket, von dem Hersteller und Betreiber von Kraftwerken profitieren (Halle 13, Stand E81).

Neue Technologien stellen Hersteller und Betreiber von Kraftwerken vor neue Herausforderungen. Die langfristigen Auswirkungen von neuen Werkstoffen und hohen Temperaturbereichen auf die Zuverlässigkeit des Betriebs werden nach Ansicht von Hans Christian Schröder noch häufig unterschätzt. "Im Vergleich zu den alten, vergleichsweise gutmütigen Werkstoffen reagieren die neuen Werkstoffe wesentlich empfindlicher auf Zusatzlasten", sagt der Kraftwerksspezialist von TÜV SÜD Industrie Service. Schon geringe Beanspruchungswechsel im laufenden Betrieb würden bei neuen Werkstoffen zu deutlichen Bruchzeitänderungen führen. Auch die hohen Temperaturen in modernen Kraftwerken haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensdauer von Anlagen und einzelnen Anlagenkomponenten. "Bei Temperaturen über 600°C nimmt die Materialermüdung drastisch zu, entsprechend verkürzt sich beispielsweise die Lebensdauer von Schweißnähten und Grundwerkstoffen", so Schröder. Die Auswirkungen dieser Einflüsse auf die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Kraftwerken können Hersteller und Betreiber nach Ansicht des TÜV SÜD-Experten nur mit einer ganzheitlichen Betrachtung ihrer Anlagen - unter Einbeziehung von modernen, angepassten Prüfkonzepten - in den Griff bekommen.

Vier Schritte auf dem Weg zur optimalen Anlage

Die ganzheitliche Betrachtung beginnt bereits in der ersten Entwurfsphase eines neuen Kraftwerks. Sie berücksichtigt nicht nur sicherheitsrelevante Aspekte, sondern vor allem auch die Zuverlässigkeit und damit die Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebs. Mit der ganzheitlichen Anlagentechnik (gAte) unterstützen die Kraftwerksexperten von TÜV SÜD Industrie Service die Hersteller und Betreiber bei der kompletten Realisierung von neuen Projekten. "Im Rahmen von gAte haben wir vier Schritte auf dem Weg zu einer optimalen Anlage definiert", erklärt Hans Christian Schröder. "Sie umfassen die Designprüfung, die optimale Herstellungsüberwachung, die Optimierung des Betriebskonzeptes und die Entwicklung von anlagenspezifischen Prüf- und Instandhaltungskonzepten." Der entscheidende Vorteil des ganzheitlichen Ansatzes besetzt darin, dass schon in der Entwurfsphase alle Einflussfaktoren erfasst und bewertet werden, die während der Errichtung des Kraftwerks und in der Betriebsphase auftreten können. Das ermöglicht die wechselseitige Anpassung von Anlagendesign und Prüfkonzept, die angesichts von veränderten Lebensdauererwartungen aufgrund von neuen Werkstoffen und hohen Temperaturen besonders wichtig ist. "Die frühzeitige Entwicklung eines bauteilbezogenen und risikoorientierten Prüfkonzeptes bereits in der Designphase verbessert die Sicherheit und Verfügbarkeit einer Anlage", betont der TÜV SÜD-Experte. "Die eigentliche Prüftätigkeit dient dann nicht mehr zum Auffinden von Fehlstellen, sondern zur Plausibilitätsbewertung von Soll- und Ist-Zustand und zur Absicherung eines wirtschaftlichen Betriebs."

Mit ihrem branchenspezifischen Know-how und ihren jahrzehntelangen Erfahrungen unterstützen die Spezialisten von TÜV SÜD Industrie Service die Hersteller und Betreiber von Kraftwerken bei der Realisierung neuer Projekte und beim Einsatz neuer Technologien. Sie sorgen für die nötige Sicherheit der Anlagen und leisten einen wichtigen Beitrag zum zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb. Weitere Informationen zu den umfassenden Dienstleistungen von TÜV SÜD im Kraftwerksbereich und zur ganzheitlichen Anlagentechnik (gAte) finden Sie unter www.tuev-sued.de .

Die TÜV SÜD AG ist ein international führender Dienstleistungskonzern in den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und MENSCH. Mit mehr als 13.000 Mitarbeitern sind wir an über 600 Standorten präsent. Als Prozesspartner sorgen unsere Spezialistenteams für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden weltweit.

Die TÜV SÜD Industrie Service GmbH, ein Unternehmen der TÜV SÜD AG, bietet Ingenieur- und Prüfdienstleistungen für Hersteller und Betreiber von Prozessanlagen, Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen sowie für Behörden und Kommunen an. Rund 2.200 Mitarbeiter beraten bei Planung und Bau und unterstützen bei der Optimierung und Sicherung des störungsfreien Betriebs bis hin zu Rückbau und Entsorgung.

Media-Kontakt:

Dr. Thomas Oberst
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation
INDUSTRIE
Westendstr. 199, 80686 München
Tel. +49 (0) 89 / 57 91 - 23 72
Fax +49 (0) 89 / 57 91 - 22 69
thomas.oberst@tuev-sued.de
www.tuev-sued.de

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Network Manager mit Topologiedarstellung
05.04.2019 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

nachricht Energieverteilung leicht gemacht
05.04.2019 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics