Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Automobilindustrie setzt auf Bauteile aus hochwarmfesten Stahl- und Nickellegierungen

09.04.2010
Der innovative Lieferant

Im Jahr 2014 tritt die anspruchsvolle Norm 6 der Europäischen Union für PKW in Kraft - und die soll noch einmal erheblich dazu beitragen, den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen zu reduzieren.

Doch die neue Norm stellt schon jetzt wesentliche Anforderungen an die Automobilindustrie, wie Geschäftsführer Jens Euscher-Klingenhagen von der Bielefelder Euscher GmbH & Co. KG erklärt: "Zum einen sind zur Senkung des Verbrauchs und somit des Schadstoffausstoßes natürlich Aspekte wie Gewichtsreduzierung und Verbesserungen der Aerodynamik bei den Fahrzeugherstellern ein Thema.

Andererseits stecken im klassischen Verbrennungsmotor noch viele Potenziale, die nun durch gezielte Optimierungen gehoben werden müssen. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei die Erfassung von Motordaten. Geht es beispielsweise um die Sensoren für den Abgasstrang, so werden diese nicht nur kleiner, sondern rücken zugleich wesentlich näher an den Brennraum heran. Sie müssen also weitaus höhere thermische und mechanische Belastungen aushalten. Und auch die Kaltstartsysteme für Dieselfahrzeuge müssen eine enorme Temperaturbeständigkeit aufweisen. Diesen hohen Belastungen halten Standardlegierungen nicht mehr stand, sie würden stark korrodieren oder sogar schmelzen." An ihre Stelle treten hochwarmfeste rostfreie Stahl- oder sogar Nickelbasislegierungen.

Der Bielefelder Hersteller hochwertiger Präzisionstiefziehteile stellt für diese veränderten Anforderungen die passenden Lösungen bereit - und hat sich zu einem bedeutenden Partner namhafter Automobilzulieferer entwickelt. Euscher fertigt Bauteile aus diesen anspruchsvollen Materialien - mit hervorragenden Ergebnissen: "Mit unserer langjährigen Tiefzieherfahrung wissen wir genau, worauf es beim Umformungsprozess mit diesen Werkstoffen ankommt", so Jens Euscher-Klingenhagen. "Wir haben zudem unseren Maschinenpark im Hinblick auf diese Produkte um neue Pressen mit mittlerer Presskraft erweitert und die erlauben beim Tiefziehen von hochtemperaturbeständigen Werkstoffen selbst bei kleinsten Bauteilen ein Höchstmaß an Präzision."

Gasdichtigkeit gefordert

Bei bestimmten Anwendungen müssen die Bauteile zudem absolut gasdicht sein. Dies erzielt Euscher durch die langjährige Erfahrung in der Verarbeitung dieser Werkstoffe. Und der hauseigene Euscher-Werkzeugbau stellt speziell für diese Anforderungen gefertigte Werkzeuge bereit. "Durch unsere besondere Werkzeugtechnologie können wir umformen, ohne dass kleinste Rissbildungen im Materialgefüge oder Oberflächenrauigkeiten am Bauteil auftreten", berichtet Jens Euscher-Klingenhagen. "Statt dessen erzielen wir höchste Oberflächengüten bei absolut engen Bauteiltoleranzen. Eine gleichzeitige Verringerung der Wandstärken ist zudem möglich. Dies erreichen wir, weil unsere Werkzeuge exakt auf den Werkstoff abgestimmt sind." Zudem kann die Option auf nachgeschaltete automatische Prüfungen der Bauteile den Einfluss von Unregelmäßigkeiten des Ausgangsmaterials berücksichtigen und den möglichen Qualitätsstandard weiter erhöhen.

Interessant für Automotive und weitere Branchen

Vorteilhaft im Vergleich zu anderen Herstellmethoden - gerade bei den auch preislich anspruchsvollen hochwarmfesten Materialien - wirkt auch die hervorragende Materialausnutzung des hier eingesetzten Tiefziehverfahrens. Und mit dieser Strategie will die Euscher GmbH & Co. KG ihre hervorragende Marktposition weiter ausbauen: Setzt zurzeit die führende Automobilindustrie auf die Tiefziehteile aus hochfesten und hochtemperaturbeständigen Legierungen, so sieht Euscher auch in anderen Branchen weitere zukunftsträchtige Anwendungsbereiche - und die will der ideenreiche Hersteller schon bald für sich erschließen.

Präzision, Qualität - und Nachhaltigkeit

Euscher GmbH & Co. KG ist DIN EN ISO 14001 zertifiziert

Bielefeld.- Präzision, Qualität und Zuverlässigkeit - das sind die Werte, an denen die Euscher GmbH & Co. KG von ihren Kunden jeden Tag gemessen wird. Doch in den letzten Jahren ist ein weiteres wesentliches Qualitätskriterium hinzugekommen: der Umwelt- und Ressourcenschutz. Deshalb umfasst das Managementsystem des Bielefelder Tiefziehspezialisten inzwischen auch die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001. Und mit diesem Engagement sieht sich das mittelständische Unternehmen für steigende Kundenanforderungen gut gerüstet, berichtet Geschäftsführer Jens Euscher-Klingenhagen: "Während der Einführung des Umweltmanagementsystems haben wir viele wertvolle Stadien durchlaufen. Die intensive Auseinandersetzung mit den gesetzlichen Anforderungen hat dazu geführt, dass wir sämtliche Prozesse rund um die Wertschöpfungskette auch auf ihre Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit hin überprüft haben. Die Systematik des Umweltmanagementsystems unterstützt die Erfassung von Verbräuchen und hilft Einsparpotenziale zu erkennen - so erhalten wir einen greifbaren Nutzen, schonen Ressourcen und wirtschaften nachhaltig."

Zudem wurden sämtliche Mitarbeiter bei Euscher im Rahmen der Umweltzertifizierung für Nachhaltigkeitsthemen sensibilisiert und in internen Schulungsmaßnahmen qualifiziert. Und selbstverständlich hält Euscher auch zukünftig das Know-how und die notwendigen Messsysteme im Qualitätssektor auf dem neuesten Stand. So können sich die Kunden nicht nur darauf verlassen, dass Euscher rund um den Umwelt- und Ressourcenschutz jederzeit verantwortlich agiert, sondern natürlich auch wie bisher auf erstklassige und hochpräzise gefertigte Tiefziehteile.

"Wir möchten unsere Kunden so umfassend wie nur möglich betreuen", so Wolfgang Foppe, Leiter des Qualitätsmanagements. "Deshalb agieren wir absolut transparent - bis zur technischen Bauteilsauberkeit weisen wir mithilfe unserer Restschmutz-Analyse jedes Detail nach. Und sobald neue Verfahren zum Einsatz kommen, achten wir darauf, dass wir von Anfang an möglichst umweltgerechte Substanzen verwenden - schließlich setzt schon an dieser Stelle der Umweltgedanke an."

Auf solidem Kurs Richtung Zukunft

Euscher GmbH & Co. KG spürt deutliche Belebung der Auftragslage

Bielefeld.- Das technische Marketing und der Werkzeugbau arbeiten bei der Bielefelder Euscher GmbH & Co. KG auf Hochtouren: Der Hersteller hochpräziser Tiefziehteile verspürt eine starke Nachfrage bei neuen, innovativen Produkten und kann sich auch in den bewährten Marktsegmenten deutlich stabilisieren: "Im Automotive-Bereich partizipieren wir an der dynamischen Entwicklung im asiatischen Markt - damit schreitet auch bei uns die Globalisierung weiter voran", berichtet Jens Euscher-Klingenhagen von der Geschäftsleitung. "Und wenn es um die Umformung von hochtemperaturbeständigen Werkstoffen geht, setzen auch namhafte europäische Automobilhersteller auf unser besonderes Know-how. Eine starke Nachfrage verzeichnen wir ebenso im Verpackungsbereich bei unseren Aerosolkomponenten. Und diese zahlreichen Anfragen und Aufträge tragen dazu bei, dass wir begonnen haben, Defizite, die im Krisenjahr 2009 aufgelaufen sind, schrittweise wieder abzubauen. So gehen wir voller Energie den weiteren Jahresverlauf an."

Ganz nah bei den Kunden

Dabei stehen noch wesentliche strategische Entscheidungen im Hause Euscher an: Die Kunden melden zusätzliche Bedarfe am Euscher-Standort im tschechischen Krupka an, wo die Euscher s.r.o. zurzeit als Logistikzentrum agiert. Werden die Kundenanfragen in konkrete Aufträge gewandelt, so will Euscher dort demnächst investieren, um die Kundenbedarfe in den dynamischen Märkten Osteuropas noch besser befriedigen zu können. Mitte 2011 soll dann ein Hallen-Neubau bereits abgeschlossen sein. Von diesen Investitionen in Tschechien erhofft sich der agile Hersteller auch positive Effekte für die deutschen Euscher-Standorte.

Von effizienten Prozessen profitieren

Mit der Umstellung des ERP-Systems wurden bei Euscher zudem weitere Weichen Richtung Zukunft gestellt: Die nun eingesetzte komplexe SAP-Lösung integriert inzwischen auch den Werkzeugbau und die Instandhaltung. BDE und CAQ-Systeme sind in die Systematik ebenso eingebunden. So profitieren alle Unternehmensbereiche von effizienteren Prozessen und einer höheren Leistungsfähigkeit. "Das SAP-System sorgt bei uns für eine höhere Produktivität und mehr Transparenz", so Jens Euscher-Klingenhagen. "Durch die integrierte Erfassung sämtlicher Unternehmensbereiche stehen im Management nun auf Knopfdruck wertvolle Kennzahlen bereit, die für unsere Zukunftsentscheidungen wesentlich sind. Und da wir durch unsere ganzheitlichen Prozesse auch unsere Organisation verbessern konnten, profitieren unsere Kunden letztendlich in allen Bereichen."

So lässt Euscher die turbulenten Zeiten der Wirtschaftskrise immer mehr hinter sich - und bewegt sich auf solidem Kurs weiter Richtung Zukunft!

Auf der Hannover Messe 2010 ist die Euscher GmbH & Co. KG in Halle 4 Stand A23 zu finden.

Kontakt Euscher

Euscher GmbH und Co. KG
Johanneswerkstraße 22
D-33611 Bielefeld
Telefon: +49 521 80009 - 0
Telefax: +49 521 80009 - 990
info@euscher.com
www.euscher.com

| Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Eröffnung des neuen Produktionsgebäudes bei Heraeus Medical in Wehrheim

20.08.2018 | Unternehmensmeldung

Universum Studie: Internationalität und Praxisbezug sind Erfolgsfaktoren der ISM

20.08.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics