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Rentnerboom und Babynotstand - der demographische Wandel in Deutschland

11.01.2007
Die deutsche Bevölkerung hat laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2006 um 130.000 Einwohner im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Jetzt leben 82,3 Millionen Menschen in Deutschland.

Für 2050 rechnen die Experten mit einer Einwohnerzahl von etwa 70 Millionen. Welche Auswirkungen hat der "deutsche Schrumpfkurs" auf die Gesellschaft? Das Informationszentrum Sozialwissenschaften hat auf der Suche nach einer Antwort diese Frage aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet - und Ergebnisse, Diskussionen und weitere Fragen rund um die Demographie in dem Onlineportal "Rentnerboom und Babynotstand - der demographische Wandel in Deutschland" zusammengefasst und veröffentlicht. Zudem bietet es eine Literatur- und Forschungsdokumentation zum Thema an.

"Seit Monaten wird den Deutschen von allen medialen Seiten ein baldiges Aussterben prophezeit und dem Land ein unumkehrbarer Schrumpfkurs vorausgesagt", bemerkt Christian Kolle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Informationszentrum Sozialwissenschaften (IZ). "Zeitungen, Talkshows und Sachbücher sehen die ganze Republik in einem unaufhaltsamen Prozess der Vergreisung gefangen und prognostizieren den nahenden Kollaps der Sozialsysteme. Wir haben versucht, die aktuelle Debatte aus sozialwissenschaftlicher Sicht zu begleiten und Entstehungsfaktoren, Wirkungsprozesse und Konsequenzen des demographischen Wandels in der Bundesrepublik zu beleuchten."

So werden im Portal die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme diskutiert. Es wird auf die Politik zur Förderung von Familien, Kindern und Jugendlichen eingegangen und auf Migration als demographischen Faktor. Zudem befasst sich das Portal mit den Folgen der demographischen Veränderungen für Städtebau & Stadtentwicklung. Angeboten werden sowohl wissenschaftliche Erörterungen, als auch Hintergründe, Reportagen und Portraits. Darüber hinaus liefert die Linksammlung Daten und Statistiken sowie kommentierte Links zu Organisationen und Institutionen sowie zu weiteren interessanten Websites und Informationsportalen. Die in das Portal integrierte Dokumentation enthält 173 Literatur- und Forschungsnachweise, die sich dem Forschungsgegenstand aus verschiedenen Richtungen nähern.

"Die Demographie ist ein zeitloses und spannendes Thema. Mit unserem Portal 'Rentnerboom und Babynotstand - der demographische Wandel in Deutschland' möchten wir auf die Konsequenzen der Bevölkerungsentwicklung hinweisen und brisante Fragen thematisieren", so Kolle. "Die zusammengestellten Informationen bieten einen strukturierten und gebündelten Einblick in die Demographie aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Dabei verleihen wir sowohl den kritischen als auch den optimistischen Stimmen Gehör."

Die Linksammlung ist online kostenlos verfügbar unter http://www.gesis.org/Information/SowiNet/sowiPlus/Gesellschaft/index.htm, die Dokumentation unter http://www.gesis.org/Information/SowiNet/sowiOnline/Demographie/

Demographie_gesamt.pdf.

Zudem kann die Dokumentation als gedruckte Publikation gegen eine Schutzgebühr in Höhe von zehn Euro über das IZ bezogen werden. Weitere Informationsdienste zu verschiedenen Themen finden Interessierte im Internet unter http://www.gesis.org/Information/SowiNet/.

Das Informationszentrum Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn dokumentiert und vermittelt Informationen zum Stand der Forschung und zur Literatur für den Bereich der Sozialwissenschaften in den deutschsprachigen Ländern sowie zu sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in Osteuropa. Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) bietet als Abteilung des IZ zielgruppenadäquate Informations- und Beratungsleistungen zu Fragen der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung. Für eine effiziente Beschaffung, Aufbereitung und Nutzung der Informationen führt das IZ Entwicklungsarbeiten auf informationswissenschaftlichen und informationstechnologischen Gebieten durch.

Das IZ ist mit dem Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung der Universität zu Köln (ZA) und dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim in der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V. (GESIS) zusammengeschlossen. GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und unterhält die GESIS Servicestelle Osteuropa in Berlin.

Ansprechpartner:

GESIS / Informationszentrum Sozialwissenschaften
Abteilung Produkte & Marketing
Lennéstraße 30
53113 Bonn
Christian Kolle
Tel: +49 (0) 228 2281 155
Fax: +49 (0) 228 2281 4155
kolle@iz-soz.de
Sabine Trenkler
Tel: +49 (0) 228 2281 141
Fax: +49 (0) 228 2281 4141
trenkler@iz-soz.de

Sabine Trenkler M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.gesis.org/
http://www.gesis.org/Information/SowiNet

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