Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sozial- u. Wirtschaftsgeographen unterstützen südkoreanische Forschungseinrichtungen bei Feldstudien im Grenzgebiet zu Nordkorea

23.11.2005


Grenzregionen, die verbinden Sozial- und Wirtschaftsgeographen unterstützen südkoreanische Forschungseinrichtungen bei Feldstudien im Grenzgebiet zu Nordkorea


Die Vereinigung Deutschlands und der gesellschaftliche Wandel in den Nachbarländern hat nicht nur zu umfassenden Transformationsprozessen in Ostmitteleuropa geführt, sondern auch in anderen Kontinenten zunehmendes Interesse an derartigen Prozessen hervorgerufen. In besonderem Maße werden die Veränderungen in Südkorea verfolgt, wo angesichts der noch immer existierenden Teilung des Landes seit 1989 eine verstärkte Auseinandersetzung mit dieser Thematik eingesetzt hat. Vor diesem Hintergrund sind mehrere Besuche südkoreanischer Delegationen an der TU Chemnitz einzuordnen, die das Studium der Nachwendezeit zum Ziel haben.

Nachdem sich Wissenschaftler des südkoreanischen "Institute for Peace Affairs" bereits im Juli 2005 in Südwestsachsen aufhielten, wurde der Chemnitzer Geographie-Professor Dr. Peter Jurczek im Oktober zu einem Gegenbesuch nach Seoul und in die im Nordosten des Landes gelegene Provinz Gangwon-Do eingeladen. Dort nahm er an mehreren Fachkonferenzen teil. Bereits kurze Zeit später sind Verwaltungsexperten aus Südkorea nach Sachsen gekommen, die u.a. von Dipl.-Geogr. Dr. Bernhard Köppen von der Professur Sozial- und Wirtschaftsgeographie betreut wurden.


"Eine intensive Fortsetzung der Zusammenarbeit zeichnet sich jetzt für die Zukunft ab", freut sich Prof. Jurczek. Ermöglicht wird das durch die Förderung eines Forschungsprojektes zum Thema "Sustainable development, economic growth and environmental protection in border regions in Northeast Asia - a comparison of the Korean and German case", das vor wenigen Tagen vom Asia Research Fund genehmigt wurde. Dadurch können zusammen mit südkoreanischen Partnern Feldstudien im Grenzgebiet zu Nordkorea durchgeführt werden. Insgesamt wird das Projekt auf Chemnitzer Seite mit 15.000 Euro unterstützt.

Über diese bilateralen Kontakte hinaus ergeben sich künftig weitere Aktivitäten, die die Erforschung der Grenzregionen in Ostasien betreffen. Beispiel hierfür ist das internationale Symposium "Cross-border environmental protection in Central Europe and Northeast Asia", das vom 23. bis 25. November 2005 in der indonesischen Hauptstadt Jakarta stattfindet. Daran nehmen neben Dr. Bernhard Köppen weitere Kollegen aus europäischen Partnerinstituten der Chemnitzer Sozial- und Wirtschaftsgeographen teil; nämlich der Universitäten Joensuu (Finnland), Posen (Polen) und Reichenberg (Tschechien). "Toll, dass es gelingt, unsere Erkenntnisse zur grenzüberschreitenden Entwicklung und Zusammenarbeit gemeinsam mit unseren europäischen Partnern im internationalen Kontext einzubringen", stellt Prof. Jurczek begeistert fest; der seinerseits im Februar 2006 eine Zwischenbilanz der vergleichenden Grenzraumforschung an der Staatlichen Universität Singapur ziehen wird.

Weitere Fragen zur Grenzraumforschung beantwortet: Prof. Dr. Peter Jurczek, Professur für Sozial- und Wirtschaftsgeographie der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 49 11, E-Mail peter.jurczek@phil.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Feldstudie Grenzgebiet Nordkorea Wirtschaftsgeograph

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Der ängstliche Nao - Wenn Menschen emotional auf Roboter reagieren
14.08.2018 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Mit stochastischer Spieltheorie zu mehr Kooperation
05.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics