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Die Riffe im Golf von Aqaba

04.10.2012
Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen nimmt seine langjährige, erfolgreiche Kooperation mit der Marine Science Station in Aqaba, Jordanien, wieder auf.

Am Donnerstag, den 4. Oktober, findet in der Marine Science Station (MSS) in Aqaba, Jordanien, die feierliche Unterzeichnung eines neuen Kooperationsabkommens (Memorandum of Understanding - MoU) durch den Direktor der Universität von Jordanien und die Direktorin des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie - ZMT in Bremen, Frau Prof. Dr. Westphal, statt.


Riff im Golf von Aqaba
Foto: Malik Naumann, ZMT

Das MoU erneuert die langjährige Zusammenarbeit zwischen der MSS und dem ZMT. Diese begann bereits vor 15 Jahren mit dem „Red Sea Programme on Marine Sciences“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Forschungsprogramm wurde vom ZMT koordiniert und untersuchte mit einem multidisziplinären Team von Wissenschaftlern aus Deutschland, Ägypten, Jordanien, Israel und Palästina die Ökologie der Korallenriffe im Golf von Aqaba. Darüber hinaus hatte das Projekt den Anspruch, zur Völkerverständigung beizutragen.

Für das Zustandekommen der Kooperation engagierte sich damals der Gründungsdirektor des ZMT, Prof. Dr. Gotthilf Hempel. Er begleitet die Delegation und wird mit einer Rede an die Zusammenarbeit beider Institutionen in der Vergangenheit erinnern.

Kern der neuen Kooperation ist das Forschungsprojekt CANCOR (Carbon and Nitrogen Fixation in Coral Reef Ecosystems of the Red Sea) unter der Leitung des Riffökologen Prof. Dr. Christian Wild. CANCOR startete in 2012 und wird durch die DFG gefördert. Im Golf von Aqaba soll dabei die Relevanz wichtiger Umweltfaktoren für die Kohlenstoff- und Stickstoffkreisläufe im Korallenriff untersucht werden.

Dass Korallenriffe eine bedeutende Rolle im Kohlenstoffkreislauf spielen, ist mittlerweile bekannt. Unklar ist jedoch, welche Organismen in welchem Umfang dafür hauptverantwortlich sind. Die Funktion der Riffe im Stickstoffkreislauf ist bisher noch kaum untersucht worden. Stickstoff ist für das Wachstum von Organismen im Riff essentiell, das Stickstoffangebot im Umfeld der Riffe ist aber limitiert. Wie beeinflussen wichtige Umweltparameter wie die Wassertemperatur und die Verfügbarkeit von Nährstoffen die Fixierung von Stickstoff und wie ist diese mit der Fixierung von Kohlenstoff durch Primärproduzenten verknüpft? Das ist eine der Schlüsselfragen, die das Wissenschaftlerteam am Roten Meer angehen wird.

Beteiligt sind am CANCOR-Projekt Wissenschaftler und Doktoranden der Arbeitsgruppe Korallenriffökologie am ZMT sowie ein jordanischer Doktorand, der in diesen Tagen gemeinsam von jordanischer und deutscher Seite ausgewählt wird. Beide Institutionen planen weiterhin, in den nächsten Jahren Wissenschaftler auszutauschen, gemeinsam Nachwuchswissenschaftler auszubilden und Drittmittelanträge für neue Projekte zu entwickeln.

Dr. Susanne Eickhoff | idw
Weitere Informationen:
http://www.zmt-bremen.de

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