Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Freiwillige können Klimadaten im Internet erfassen

08.10.2010
Informationen über extreme Wetterereignisse in der Vergangenheit können helfen, bessere Vorkehrungen für zukünftige Ereignisse zu treffen.

Viele Wetterdaten der Vergangenheit haben den Sprung ins elektronische Zeitalter aber nicht geschafft. Klimaforschende der Universität Bern hoffen nun auf die Mithilfe von Internet Usern zur digitalen Erfassung der alten Wetterdaten.

Wetterextreme wie im vergangenen Sommer die Hitzewelle in Russland oder die Überflutungen in Pakistan haben oft verheerende Auswirkungen für die betroffene Bevölkerung. Informationen über extreme Wetterereignisse in der Vergangenheit könnten dabei helfen, bessere Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen.

Nur leider stehen die entsprechenden meteorologischen Daten häufig nicht zur Verfügung. Zwar wurde gemäss Forschenden um Prof. Stefan Brönnimann vom Oeschger Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern vielerorts das Wetter beobachtet oder gemessen, aber oft haben nur die Daten aus den letzten 50 Jahren den Sprung ins elektronische Zeitalter geschafft. In verschiedensten Archiven schlummern immense Mengen an nicht digitalisierten schriftlichen Aufzeichnungen.

Freiwilligenarbeit für die Wissenschaft

Mit zunehmendem Bedarf an Information über Extremereignisse und mit der Entwicklung neuer Verfahren, um daraus sinnvolle Datenprodukte und damit Planungsgrundlagen herzuleiten, gewinnen genau diese alten Wetterdaten wieder an Bedeutung. Nur: Die Digitalisierung aller Bestände ist eine schier unlösbare Aufgabe. Um zumindest den Schritt der Digitalisierung vereinfachen zu können, setzt die Gruppe von Stefan Brönnimann jetzt auf die Mithilfe der Internet-Öffentlichkeit.

Auf der Homepage www.data-rescue-at-home.org können Freiwillige selber Hand anlegen und Ausschnitte von Datenblättern abtippen. Anschliessend werden die übertragenen Daten einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Im Gegensatz zu privaten Dienstleistern in diesem Feld stehen alle Daten der Öffentlichkeit danach uneingeschränkt zur Verfügung. «Wir hoffen auf starke Mithilfe – und mehr Daten für die Forschung und die Anwendung», erklärt Stefan Brönnimann. Der Klimaforscher ist zuversichtlich, dass die Freiwilligen gleichzeitig auch selber ein Stück Wissenschaft erfahren können und für Klimaphänomene sensibilisiert werden.

Link:
www.data-rescue-at-home.org

Nathalie Matter | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibe.ch
http://www.data-rescue-at-home.org

Weitere Berichte zu: Digitalisierung Klimadaten Vorkehrungen Wetterdaten Wetterereignis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Biber verändern das Gesicht der Arktis
16.07.2018 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Drohnen zählen Tiere in Afrika
11.07.2018 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics