Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Karpatenatlas erschienen

16.11.2010
Europäische Akademie Bozen maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt

Mit 184.706 km² erstrecken sich die Karpaten über eine fast so großen Fläche wie die Alpen. Bekannt sind sie weitaus weniger, doch bieten die weitläufigen Wälder im Karpatenbogen Lebensraum und Rückzugsgebiet für Braunbären, Wölfe und Luchse.

Um Interessierten – aus Forschung, Politik oder Wirtschaft – eine Informationsquelle zu bieten, haben die Wissenschaftler des Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) und der tschechischen Universität Olomouc einen 60-seitigen Karpatenatlas herausgegeben.

„Vorrangiges Ziel des Karpatenatlas ist es, den Politikern in den Karpaten eine solide und vor allem vergleichbare Datengrundlage an die Hand zu geben, als Entscheidungsbasis für eine nachhaltige Entwicklung der grenzüberschreitenden Gebirgsregion", erklärt Thomas Streifeneder, Leiter des EURAC-Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement, den Entstehungshintergrund des Buches. Der Atlas in englischer Sprache mit dem Titel „Atlas of the Carpathian Macroregion“ lässt erstmals einen karpatenweiten Überblick über die soziale, wirtschaftliche und ökologische Situation der gesamten Gebirgsregion zu.

Er enthält mehr als 40 anschaulich ausgearbeitete und interpretierte thematische Karten zu Bereichen wie Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur, Nationalitäten, Erwerbsstruktur, Religionen, Sprachen, Tourismus und Kulturgüter.

Der Atlas ist aus dem Karpatenprojekt, ein EU Interreg IIIB CADSES Projekt, entstanden, an dem insgesamt 18 Partner aus 10 Ländern beteiligt waren. Im Projekt ging es darum die Ziele der Karpatenkonvention wissenschaftlich zu untermauern. Die Konvention wurde von den sieben betreffenden Staaten nach dem Vorbild und in Zusammenarbeit mit der Alpenkonvention ausgearbeitet, mit dem Ziel, die Karpaten für all ihre Bewohner als stabilen Lebens- und Wirtschaftsraum zu sichern und als einzigartige, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft langfristig zu erhalten.

Mit dem Auftrag einen Bericht über den Fortschritt der Umsetzung der Karpatenkonvention zu erarbeiten, wird die Forschungstätigkeit des Instituts in der Karpatenregion weitergeführt.

Ruffini, F.V., Ptáček, P. (Hrsg.): Atlas of the Carpathian Marcoregion. EURAC Research und Departement of Geography, Faculty of Science, Palacký University. ISBN 978-80-244-2354-8.

Kostenlos zu beziehen beim EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement.

Stefanie Gius | idw
Weitere Informationen:
http://www.eurac.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Biber verändern das Gesicht der Arktis
16.07.2018 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Drohnen zählen Tiere in Afrika
11.07.2018 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics