Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die große Transformation: Aufgaben der Raumplanung

01.02.2018

Die weltweite Urbanisierung ist ein zentraler Treiber des globalen Wandels im 21. Jahr-hundert. Das Politikziel der nachhaltigen Entwicklung kann langfristig nur erreicht werden, wenn das Wachstum der Städte und die räumliche Entwicklung insgesamt gesteuert werden. Auf der Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2018 „Die Große Transformation - Herausforderung und Chance für die Raumplanung“ diskutieren Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Praxis wie Quartiere, Städte und Regionen zu Motoren des sozial-ökologischen Wandels werden können, welche Akteure dabei eine zentrale Rolle spielen und wie dieser Transformationsprozess planerisch gestaltet werden kann.

Die weltweite Urbanisierung ist ein zentraler Treiber des globalen Wandels im 21. Jahr-hundert. Ob das Politikziel der nachhaltigen Entwicklung langfristig erreicht wird, hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, das Wachstum der Städte und die räumliche Entwicklung insgesamt zu steuern. Der Raumplanung kommt hierbei eine zentrale Rolle zu.


Grün in der Stadt

Fotolia

Quelle: ARL

Auf der Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2018 „Die Große Transformation - Herausforderung und Chance für die Raumplanung“ diskutieren Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Praxis über zwei Tage wie Quartiere, Städte und Regionen zu Motoren des sozial-ökologischen Wandels werden können, welche Akteure dabei eine zentrale Rolle spielen und wie dieser Transformationsprozess planerisch gestaltet werden kann.

In seinem Gutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ (2011) und „Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“ (2016) hat der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltfragen (WGBU) die Transformation von einer fossilen zu einer postfossilen Gesellschaft gefordert.

Ob die Entwicklung hin zu einer klimaverträglichen Gesellschaft gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob und wie der Ressourcenverbrauch der weltweit wachsenden Städte und Metropolregionen reduziert werden kann. Bereits heute tragen Städte unverhältnismäßig stark zum Ausstoß von Treibhausgasen bei, global mehr als zwei Drittel. Gleichzeitig werden sie von den Folgen der Welterwärmung besonders betroffen, so der WGBU in seinem letzten Gutachten.

Der Raumplanung kommt hierbei eine zentrale Rolle zu. Ihre Aufgabe ist es, auf die räumliche Entwicklung der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Umwelt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gezielt einzuwirken. Ihr Anwendungsfeld erstreckt sich auf unterschiedliche räumliche Ebenen (z.B. Stadtteil, Stadt, Region, Land, Staat). Gegenüber anderen Politikbereichen nimmt sie eine moderierende Rolle ein, denn es gilt, die sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und ökologischen Ansprüche an den Raum miteinander in Einklang zu bringen.

Das Politikziel der nachhaltigen Entwicklung ist in aller Munde, dennoch ist es wenig klar definiert. Die räumliche Transformation ist deswegen ein Lern- und Suchprozess, und es sind noch viele Fragen offen. Nach einer Eröffnungs-Keynote von Prof. Dr. Dirk Messner, Vorsitzender des WGBU, diskutieren die Expertinnen und Experten in acht thematischen Tracks zu unterschiedlichen räumlichen Ebenen (z.B. Quartiere, Städte, Regionen, Bundesgebiet und Europa) und Handlungsfeldern (Mobilität und Verkehr, Infrastrukturen, Gesundheit) wie die Planungswissenschaft und Planungspraxis die räumliche Transformation begleiten und forcieren kann.

Im Zentrum stehen dabei unter anderem folgende Fragen: Welche Akteure, Strukturen und Prozesse können die sozial-ökologische Transformation voranbringen? Welche Leitvorstellungen, Instrumente und Verfahren sind nötig? Welche Weichen müssen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung gestellt werden?

Die Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2018 ist eine zweitägige Veranstaltung zu aktuellen Themen der Raumplanung und der raumbezogenen Forschung. Sie findet seit 2012 alle zwei Jahre in Dortmund statt und richtet sich an ein internationales und interdisziplinäres Publikum. Veranstaltet wird die zweisprachige Konferenz (deutsch/englisch) von der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund und der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Leibniz-Forum für Raumwissenschaften, in Hannover.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen sowie das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter:
http://www.raumplanung.tu-dortmund.de/rp/dortmunderkonferenz2018.html

Dr. Gabriele Schmidt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Biber verändern das Gesicht der Arktis
16.07.2018 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Drohnen zählen Tiere in Afrika
11.07.2018 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics