Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Yantai und Geesthacht - gemeinsam für den Schutz der Küste

05.10.2007
Weltweit sind die Küsten durch Klimawandel, intensive Nutzung oder Eintrag von Umweltgiften bedroht. Strategien für einen effizienten Küstenschutz müssen global ausgelegt sein. Jetzt wurde in der ostchinesischen Hafenstadt Yantai ein Kooperationsvertrag zwischen der chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und dem GKSS-Forschungszentrum Geesthacht unterschrieben.

"Yantai liegt am Gelben Meer. Dieses Meer ist mit einer Tiefe von maximal rund 100 Metern recht flach - vergleichbar mit der Nordsee", erklärt GKSS-Institutsleiter Prof. Franciscus Colijn, Küstenforscher und Unterzeichner des Abkommens. "Dass chinesische und deutsche Forscher zukünftig gemeinsam Strategien für ein Monitoring- oder Vorhersagesystem entwickeln, trägt erheblich zum Fortschritt in der Küsten- und Meeresforschung bei."

Zum Programm der Kooperation gehört die gemeinsame Ausbildung von Wissenschaftlern am neu gegründeten Yantai Institut of Coastal Zone Research for Sustainable Development (YIC) und dem Institut für Küstenforschung am GKSS. Auf Seiten Chinas unterzeichnete YIC-Institutsdirektor Prof.Dr. Ping Shi das Abkommen.

Mehr wissen - vereint handeln

Neben dem wissenschaftlichen Austausch sind spezifische technische Workshops und Tagungen geplant. Insbesondere die Validierung und Anwendung von regionalen Klimamodellen soll von den Wissenschaftlern gemeinsam erforscht werden. Auch die Nutzung der Küstenräume und der Einfluss des Menschen ist im Bereich des integrierten Küstenzonenmanagements Teil des Abkommens. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften plant, das YIC von derzeit 80 Mitarbeitern auf 300 Mitarbeiter auszubauen.

Synergien für die Forschung: LOICZ regional Node East Asia

Für eine bessere Vernetzung aller im Bereich der Küstenforschung tätigen Wissenschaftler in China und Ost-Asien wird das YIC auch Sitz des LOICZ-Regionalbüros (LOICZ Node East Asia). Das weltweit tätige Forschungsprojekt "Land-Ocean Interactions in the Coastal Zone", kurz LOICZ, beschäftigt sich mit den Prozessen des Globalen Wandels. Unter anderem soll LOICZ den Einfluss des Menschen auf die Küstenzone klären. Das Büro in Yantai ergänzt Regionalbüros in Singapur und Colombo - so lassen sich neueste wissenschaftliche Ansätze in einer der stärksten Wachstumsregionen Asiens noch effektiver erforschen. Hauptsitz des internationalen LOICZ-Projekts befindet sich am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht.

Jeder zweite Mensch ist betroffen

Nordsee, Ostsee oder Gelbes Meer: Weltweit stehen die Küstenbereiche unter Druck, denn die Meere werden wärmer, der Wasserspiegel steigt. Auch der schädigende Einfluss des Menschen auf die Ökosysteme nimmt zu: Marine Aquakultur, Fischerei aber auch Tourismus und Einträge von Industrie und Landwirtschaft machen den Küstenzonen zu schaffen. Dabei sind gerade die Küsten wichtig für Wohlstand und Wohlergehen der Menschen. So lebt rund die Hälfte der Weltbevölkerung in den küstennahen Gebieten. Küstenschutz und nachhaltiges Küstenzonenmanagement ist Forschungsschwerpunkt am Institut für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht. Die Wissenschaftler entwickeln die Werkzeuge, Analysen und Szenarien für ein Management dieser empfindlichen Landschaft.

Dr. Torsten Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gkss.de/pages.php?page=06_2007.html&language=d&version=g

Weitere Berichte zu: Küstenforschung Küstenzonenmanagement LOICZ YIC Yantai

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter
21.09.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Warnung vor Hybris bei CO2-Entzug
20.09.2018 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics