Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geeignete Gesteinsformationen für die Endlagerung von Atommüll in Sicht?

01.06.2006


Universität des Saarlandes an einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsverbund beteiligt



Die Frage nach einer geeigneten Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle, die bei der Produktion von Atomstrom entstehen, ist und bleibt eine der großen Herausforderungen unserer Zeit - völlig unabhängig von der Entscheidung, in Deutschland die Gewinnung von Strom durch Atomenergie auslaufen zu lassen.



Im Bestreben, das in Deutschland auf dem Gebiet der Endlagerforschung vorhandene Wissen zusammenzuführen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für weitere drei Jahre einen Forschungsverbund zur Untersuchung von Gesteinsformationen, die sich für ein Endlager eignen könnten. Zu den acht Partnern dieses Verbunds gehört auch die Universität des Saarlandes mit ihrem Lehrstuhl für Anorganische und Analytische Chemie und Radiochemie von Prof. Dr. Horst Philipp Beck.

Nach der Untersuchung von Salz und dem Modelltonmaterial Kaolinit soll damit begonnen werden, natürliche Tongesteine auf ihre Eignung als Wirtsgestein bzw. als geologische Barriere eines Endlagers für radioaktive Abfälle zu untersuchen. Insbesondere geht es darum zu ermitteln, wie sich die radioaktiven Elemente auf ihrem Weg durch das Gestein verhalten würden, falls es zu einer Freisetzung und Ausbreitung aus dem Endlager käme. So arbeiten die Forscher an der Klärung folgender Fragen: Wie werden die Radionuklide von verschiedenen Gesteinen festgehalten und welche Transportprozesse müssen berücksichtigt werden? Werden Radionuklide der Actinidenelemente Uran, Neptunium oder Plutonium bei einem Wassereinbruch überhaupt mobilisiert oder lagern sie sich vor Ort an Oberflächen an und verharren dort unbeweglich? Kommt es zur Bildung von Kolloiden und erfolgt eine Bindung der Radionuklide beispielsweise an Huminstoffe, die in natürlichen Grundwässern vorkommen? Besteht dadurch die Gefahr einer beschleunigten Ausbreitung radioaktiver Substanzen? Welche Wechselwirkungen gibt es mit anderen, nichtradioaktiven Stoffen?

Als einer der Experten auf dem Gebiet der Endlagerforschung hat Professor Beck während seiner Zeit an der Universität des Saarlandes für solche Projekte erhebliche Mittel für Forschung und Lehre eingeworben.

Fragen beantwortet Ihnen
Prof. Dr. Horst Philipp Beck, Tel: 0681 / 302- 2481

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

Weitere Berichte zu: Atommüll Endlager Endlagerung Gesteinsformation Radionuklide

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Das feine Gesicht der Antarktis
13.12.2019 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Dem Erdklima auf der Spur
13.12.2019 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Cheers! Maxwell's electromagnetism extended to smaller scales

More than one hundred and fifty years have passed since the publication of James Clerk Maxwell's "A Dynamical Theory of the Electromagnetic Field" (1865). What would our lives be without this publication?

It is difficult to imagine, as this treatise revolutionized our fundamental understanding of electric fields, magnetic fields, and light. The twenty original...

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Innovatives Leichtbaukonzept im Fahrzeugbau für weniger Emissonen

13.12.2019 | Automotive

Stoffwechselanpassung sichert Darmkrebszellen das Überleben

13.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Wege zur Post-Petrochemie - Elektroreduktion von Kohlenmonoxid zur hochselektiven Herstellung von Ethylen

13.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics