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Dreidimensionales Abbild einer Mülldeponie

21.02.2001


Das Bild zeigt in einer 3D Darstellung den

Deponiekörper (gelbliche Farbe), darunter die Kiesschicht (grün) und

die

Tonschichten.


Durch Einsatz von massiv parallelen Supercomputer

Geophysikern des Instituts für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln ist es zum ersten Mal weltweit gelungen, unter dem Einsatz massiv paralleler Supercomputer ein dreidimensionales tomographisches Image einer stillgelegten Abfalldeponie auf dem Stadtgebiet von Köln im Stadtteil Longerich zu erzeugen. Dieser wichtige Durchbruch stellt ein neues diagnostisches Hilfsmittel bereit, um dreidimensionale Bilder des Untergrundes in der elektrischen Leitfähigkeit mit komplizierten, verborgenen Strukturen zu erstellen, die ein Risiko für die Umwelt wie die Gefährdung des Grundwassers darstellen können. Dazu wurden durch Vermessung von Radiowellen im Langwellenbereich auf der Erdoberfläche über der Deponie Daten gewonnen, um mit Hilfe des neu entwickelten Programms die tomographischen Bilder zu erzeugen. Bei dem Einsatz von massiv parallelen Supercomputern werden Hunderte bis Tausende von Prozessoren zusammengeschaltet, um mehr als eine Billion (1.000.000.000.000) Rechenoperationen in der Sekunde durchführen zu können. Das neu entwickelte Programm wurde von Dr. Greg Newman, einem Gastwissenschaftler aus den USA, zusammen mit Mitarbeitern des Instituts im Rahmen eines Projektes im Sonderforschungsbereich 419 der Universität zu Köln entwickelt. Die für die Messungen eingesetzte RMT-Methode (RadioMagnetoTellurik) wurde in den letzten Jahren vom Institut weiterentwickelt unter der Leitung von Professor Dr. Bülent Tezkan und in Deutschland, Europa und in Übersee erfolgreich zur Charakterisierung umweltgefährdender Altlasten und anderer Ziele eingesetzt.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias
Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Bülent Tezkan unter der Telefonnummer 0221 470 3386, der Fax-Nummer 0221 470 5198 und der Email-Adresse tezkan@geo.Uni-Koeln.DE zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web
( http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html ).

Gabriele Rutzen | idw

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