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Kein Massensterben durch Chicxulub-Impakt

24.04.2003


Kein Massensterben durch Chicxulub-Impakt


Geologen datieren Einschlagkrater in Mexiko vor Kreide-Tertiär-Grenze


Was war die Ursache für das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren? Der Asteroideneinschlag auf der mexikanischen Yucatan-Halbinsel, der bisher dafür verantwortlich gemacht wurde, steht nicht in einem direkten Zusammenhang mit dem Massensterben der Arten an der Kreide-Tertiär-Grenze: Er geschah rund 300 000 Jahre früher, und der nach dem heutigen Dorf Chicxulub benannte Krater fiel deutlich kleiner aus als bisher angenommen. Dies haben Untersuchungen einer Forschergruppe mit Professor Dr. Wolfgang Stinnesbeck vom Geologischen Institut der Universität Karlsruhe ergeben.

"Wir wissen, dass es ein weiteres Impaktereignis an der Grenze zwischen Kreide und Tertiär gab", erklärt Stinnesbeck. Dies lasse sich aus einer weltweiten Iridium-Anomalie und geschockten Quarzen schließen. "Der zugehörige Krater ist jedoch bis heute unbekannt." Die neuen Erkenntnisse des Forscherteams mit Professor Dr. Wolfgang Stinnesbeck, Professor Dr. Gerta Keller von der Princeton University/USA und Priv.-Doz. Dr. Thierry Adatte von der Université de Neuchâtel/Schweiz stützen auch die Hypothese von multiplen Impaktereignissen im Zeitraum zwischen 300 000 Jahren vor und 100 000 Jahren nach der Kreide-Tertiär-Grenze vor 65 Millionen Jahren.


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