Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kein Ozean unter Tibet

08.11.2002


Das Hochland von Tibet ist Ergebnis der Kontinent-Kontinent-Kollision von Indien und Eurasien, die vor rund 50 Millionen Jahren begann. Ein internationales Projekt unter Federführung des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) hat nun den Untergrund unter dem tibetanischen Hochplateau mit Hilfe neuartiger seismischer Experimente und Auswertemethoden bis in viele hundert Kilometer Tiefe mit bisher unerreichter Genauigkeit durchleuchtet.

... mehr zu:
»Hochland »Ozean »Tibet

In seiner aktuellen Ausgabe Nr. 13 vom 8. November berichtet das Wissenschaftsmagazin SCIENCE, dass in Folge des weiten Vordringens der indischen Platte in die asiatische Platte hinein sich der untere Teil der asiatischen kontinentalen Platte ablöst und bis in 250 Kilometer Tiefe absinkt. Besonders deutlich sichtbar ist dieser Vorgang unter Nordtibet. Die in diesem Prozess postulierte Verschluckung des ehemaligen Ozeanes zwischen Indien und Asien ist in Tiefen zwischen 400 und 700 km nicht mehr nachweisbar. Daraus folgt, daß sich die heutigen Vorgänge, die für die Bildung des Hochlandes von Tibet verantwortlich sind, auf Tiefen von weniger als 400 Kilometern beschränken.

SCIENCE, Vol. 13, Nov. 8, 2002: "Seismic Images of the Crust and Upper Mantle Beneath Tibet: Evidence for Eurasian Plate Subduction"


Franz Ossing
GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam
-Public Relations-
Telegrafenberg
D-14473 Potsdam
Tel. ++49 (0)331 - 288 1040
Fax ++49 (0)331 - 288 1044
e-mail: ossing@gfz-potsdam.de

Dipl.Met. Franz Ossing | idw
Weitere Informationen:
http://www.gfz-potsdam.de/news

Weitere Berichte zu: Hochland Ozean Tibet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Neutronenquelle ermöglicht Blick in Dino-Eier
22.01.2020 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Quo vadis Antarktisches Bodenwasser? Export der bedeutendsten Tiefenwassermasse der Südhalbkugel ist störungsanfällig
22.01.2020 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: A new look at 'strange metals'

For years, a new synthesis method has been developed at TU Wien (Vienna) to unlock the secrets of "strange metals". Now a breakthrough has been achieved. The results have been published in "Science".

Superconductors allow electrical current to flow without any resistance - but only below a certain critical temperature. Many materials have to be cooled down...

Im Focus: DKMS-Studie zum Erfolg von Stammzelltransplantationen

Den möglichen Einfluss von Killerzell-Immunoglobulin-ähnlichen Rezeptoren (KIR) auf den Erfolg von Stammzelltransplantationen hat jetzt ein interdisziplinäres Forscherteam der DKMS untersucht. Das Ergebnis: Bei 2222 Patient-Spender-Paaren mit bestimmten KIR-HLA-Kombinationen konnten die Wissenschaftler keine signifikanten Auswirkungen feststellen. Jetzt wollen die Forscher weitere KIR-HLA-Kombinationen in den Blick nehmen – denn dieser Forschungsansatz könnte künftig Leben retten.

Die DKMS ist bekannt als Stammzellspenderdatei, die zum Ziel hat, Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen. Auch auf der...

Im Focus: Gendefekt bei Zellbaustein Aktin sorgt für massive Entwicklungsstörungen

Europäische Union fördert Forschungsprojekt „PredActin“ mit 1,2 Millionen Euro

Aktin ist ein wichtiges Strukturprotein in unserem Körper. Als Hauptbestandteil des Zellgerüstes sorgt es etwa dafür, dass unsere Zellen eine stabile Form...

Im Focus: Programmable nests for cells

KIT researchers develop novel composites of DNA, silica particles, and carbon nanotubes -- Properties can be tailored to various applications

Using DNA, smallest silica particles, and carbon nanotubes, researchers of Karlsruhe Institute of Technology (KIT) developed novel programmable materials....

Im Focus: Miniatur-Doppelverglasung: Wärmeisolierendes und gleichzeitig wärmeleitendes Material entwickelt

Styropor oder Kupfer – beide Materialien weisen stark unterschiedliche Eigenschaften auf, was ihre Fähigkeit betrifft, Wärme zu leiten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz und der Universität Bayreuth haben nun gemeinsam ein neuartiges, extrem dünnes und transparentes Material entwickelt und charakterisiert, welches richtungsabhängig unterschiedliche Wärmeleiteigenschaften aufweist. Während es in einer Richtung extrem gut Wärme leiten kann, zeigt es in der anderen Richtung gute Wärmeisolation.

Wärmeisolation und Wärmeleitung spielen in unserem Alltag eine entscheidende Rolle – angefangen von Computerprozessoren, bei denen es wichtig ist, Wärme...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

KIT im Rathaus: Städte und Wetterextreme

21.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsreise: Auf der Suche nach den Triebfedern der Evolution

22.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Pflanzen nehmen Blei aus Perowskit-Solarzellen besser auf als erwartet

22.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics