Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Atmosphärenforschung im Vorbeifliegen

20.02.2008
Linienflugzeuge liefern Jülicher Forschern Messdaten zur Atmosphäre über dem Pazifik

Über dem Pazifik werden bei Linienflügen künftig Luftmessungen durchführt. Das haben Jülicher Forscher diese Woche in Brüssel in einem Abkommen mit Vertretern Taiwans beschlossen. Die Messungen ergänzen das von Jülich koordinierte EU-Projekt IAGOS-ERI („In-Service Aircraft for a Global Observing System – A European Research Infrastructure“) um Daten aus dem pazifischen Luftraum. In IAGOS-ERI werden Sensoren an Linienflugzeugen Teil einer globalen Beobachtungsplattform zur Erforschung der Erdatmosphäre.

„Die Kooperation mit Taiwan ist ein wichtiger Meilenstein, um unsere Atmosphärenforschung auch auf den pazifischen Raum auszudehnen“, sagt IAGOS-ERI Koordinator Andreas Volz-Thomas vom Forschungszentrum Jülich. „Dieser Luftraum ist noch weitgehend unerforscht, für uns aber von besonderem Interesse.“ Grund ist die dort angrenzende schnell wachsende Wirtschaft und ihre Auswirkung auf die regionale und globale Luftqualität. Deshalb findet das Vorhaben auch die Unterstützung der taiwanesischen Umweltbehörde und der Fluggesellschaft China Airlines, die sich bereiterklärt haben, die ersten IAGOS-Messgeräte über dem Pazifik zu fliegen.

Schon jetzt errichten Jülicher Wissenschaftler mit 15 europäischen Partnern(1) aus Forschung und Industrie, unter anderem Lufthansa, Airbus und British Airways, im Rahmen von IAGOS-ERI eine globale Beobachtungsplattform zur Erforschung der Erdatmosphäre. Dazu werden spezielle Sensoren zur Messung von Spurengasen, Aerosolen und Wolkentröpfchen permanent an Bord von Passagierflugzeugen installiert. Erfahrungen mit der „Klimaforschung per Linienflug“ haben die Jülicher Forscher bereits seit über zehn Jahren.

Seit 1994 sammeln sie auf diese Weise Daten zum Ozon- und Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre.

IAGOS-ERI wird diese erfolgreich erprobte Forschungsplattform erheblich erweitern und soll fester Bestandteil eines globalen Beobachtungssystems werden, das die Informationen von Forschungssatelliten, Bodenstationen und Langstreckenjets in Computermodellen der nächsten Generation vereint. Die Forscher erwarten dadurch erhebliche Verbesserungen in der Genauigkeit von Klimaprognosen und neue Erkenntnisse über die fortschreitende Globalisierung der Luftverschmutzung.

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Volz-Thomas
Tel. 02461 61 - 6730
E-Mail: Ha.volz-thomas@fz-juelich.deH
Pressekontakt:
Dr. Barbara Schunk, Annette Stettien
Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich
Tel. 02461 61-8031/ -2388
E-Mail: b.schunk@fz-juelich.de, Ha.stettien@fz-juelich.deH
(1) Laboratoire d'Aerologie Toulouse, Meteo France Toulouse, Universitäten Cambridge und Manchester, DLR Oberpfaffenhofen, Airbus UK Bristol, British Airways Hammondsworth, Lufthansa Köln, MPI-BGC Jena, enviscope GmbH Frankfurt, IFT Leipzig, WMO Genf, NERC Swindon, CNES Toulouse, ECMWF Reading

A. Winkens | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de/icg/icg-ii/iagos

Weitere Berichte zu: Atmosphärenforschung IAGOS-ERI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Risiken für Ernten: Globale Hitzewellen könnten mehrere Kornkammern der Welt gleichzeitig treffen
10.12.2019 | Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

nachricht Sternenstaub von Roten Riesen
10.12.2019 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Was Vogelgrippe in menschlichen Zellen behindert

10.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Schäden im Leichtbau erkennen durch Ultraschallsensoren

10.12.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics