Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das ZEI wirbt 1,5 Millionen Euro ein

15.02.2013
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn in den nächsten vier Jahren mit fast 1,5 Millionen Euro. Mit dieser Unterstützung führen die Wissenschaftler ein Projekt im Bereich der vergleichenden Regionalforschung mit dem West Africa Institute (WAI) in Kap Verde durch.

Im Zentrum des Projektes stehen Forschungsfragen, bei denen es um Hindernisse der wirtschaftlichen Integration geht, darunter zum Beispiel der interregionale Handel, die Frage einer gemeinsamen westafrikanischen Währung oder die Bedeutung von Regulierungsfragen im regionalen Kontext.

Die Zusammenarbeit mit dem ZEI stärkt das Forschungsprofil des ersten afrikanischen Forschungsinstituts, das sich mit Fragen der regionalen Integration befasst. Getragen wird das WAI unter anderem von der UNESCO. Das ZEI profitiert hingegen von der vergleichenden Arbeit mit afrikanischen Kollegen in Methodenfragen und durch den Erfahrungsaustausch, der das Verhältnis der Europäischen Union zu Afrika betrifft. In diesem Zusammenhang spielen auch aktuelle Entwicklungen wie die derzeitige Mali-Problematik eine Rolle. Europäische und afrikanische Wissenschaftler werden sich in wenigen Wochen bei einem gemeinsamen Studiengruppentreffen in Bonn über die Folgen der Mali-Krise für die regionale Integration in Westafrika und für das westafrikanische Verhältnis zur EU austauschen.

Beachtliches Fördervolumen für die Geisteswissenschaften

ZEI-Direktor Prof. Dr. Ludger Kühnhardt, der als einziger Europäer in den wissenschaftlichen Beirat des WAI berufen wurde, zeigte sich erfreut über die Förderzusage des BMBF: „Mit Hilfe dieses für die geisteswissenschaftliche Arbeit beachtlichen Fördervolumens können wir mit unseren Kollegen im WAI einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Afrika leisten.“ Dies diene auch der Sicherheit und dem Wohlergehen Europas. Das ZEI baue zudem seine internationale Sichtbarkeit in der Aus- und Fortbildung von Fach- und Führungskräften in der regionalen Integration weiter aus. Im Projekt werden afrikanische Nachwuchswissenschaftler am ZEI ausgebildet. Gleichzeitig wird ein Studiengang zur Regionalintegration in Afrika konzipiert, der vom WAI in Afrika durchgeführt werden wird.

Das Projekt ist weltweit einzigartig im Bereich der bi-kontinentalen Zusammenarbeit in der Integrationsforschung. Der Drittmittelanteil des ZEI, das im Rahmen des Bonn-Berlin-Gesetzes 1995 gegründet wurde, beträgt über 40 Prozent des Gesamtbudgets des von der Philosophischen Fakultät sowie von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät gemeinsam getragenen interdisziplinären Zentrums.

Kontakt:

Matthias Vogl
Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI)
Tel.: 0228/733086
E-Mail: mvogl@uni-bonn.de

Johannes Seiler | idw
Weitere Informationen:
http://www.zei.uni-bonn.de/
http://www.westafricainstitute.org/index.php/en/

Weitere Berichte zu: BMBF Bildung und Forschung Fördervolumen Integrationsforschung ZEI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ultraschall verbindet
13.11.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht DFG fördert 15 neue Graduiertenkollegs 11/2018
12.11.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Im Focus: A Chip with Blood Vessels

Biochips have been developed at TU Wien (Vienna), on which tissue can be produced and examined. This allows supplying the tissue with different substances in a very controlled way.

Cultivating human cells in the Petri dish is not a big challenge today. Producing artificial tissue, however, permeated by fine blood vessels, is a much more...

Im Focus: Optimierung von Legierungswerkstoffen: Diffusionsvorgänge in Nanoteilchen entschlüsselt

Ein Forschungsteam der TU Graz entdeckt atomar ablaufende Prozesse, die neue Ansätze zur Verbesserung von Materialeigenschaften liefern.

Aluminiumlegierungen verfügen über einzigartige Materialeigenschaften und sind unverzichtbare Werkstoffe im Flugzeugbau sowie in der Weltraumtechnik.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

Wer rechnet schneller? Algorithmen und ihre gesellschaftliche Überwachung

12.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Elektronische Haut zeigt Weg nach Norden - HZDR-Forscher verleihen Menschen mit Sensoren Magnetsinn

15.11.2018 | Informationstechnologie

Tropische Bäume in den Anden weichen dem Klimawandel aus

15.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Massiver Meteoriten-Einschlagskrater entdeckt

15.11.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics