Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftler der TU Kaiserslautern durch DFG ausgezeichnet

10.12.2012
Prof. Dr.-Ing. Hans Hasse, Leiter des Lehrstuhls für Thermodynamik am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Technischen Universität Kaiserslautern ist durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit der renommiertesten personenbezogenen Projektförderung ausgezeichnet worden, die diese vergibt.

Seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der molekularen Thermodynamik werden in den nächsten fünf Jahren im Rahmen des "Reinhart Koselleck-Programms" der DFG mit insgesamt einer Million Euro gefördert.

Ziel des Reinhart Koselleck-Projekts von Professor Hans Hasse ist es, molekulare Simulationen für die Ingenieurwissenschaften und damit zur Lösung praktischer Probleme anwendbar zu machen. Dies ist heute schon für Systeme aus einfachen Molekülen möglich, nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Vorarbeiten der Gruppe von Professor Hasse auf diesem Gebiet.

In dem neuen Reinhart Koselleck-Projekt soll jetzt eine Erweiterung auf komplexe Moleküle erfolgen. Hasse erläutert: "Wir gehen heute in der Verfahrenstechnik mit zunehmend komplexeren Stoffen um, beispielsweise in der Biotechnologie, Pharmatechnologie und der Feinchemie. Das Verhalten solcher Stoffe lässt sich mit den bekannten phänomenologischen Methoden oft nur ungenügend beschreiben oder gar vorhersagen. Wir wollen mit unseren molekularen Simulationen auch Systeme mit solchen Stoffen quantitativ beschreiben können".

Die dazu eingesetzte Simulationstechnik ist außerordentlich anspruchsvoll und setzt den Einsatz von Höchstleistungsrechnern voraus. Die Simulationen laufen parallel auf hunderten bis tausenden von Prozessoren. Die Gruppe von Professor Hasse nutzt dazu sowohl die neuen Rechner in Kaiserslautern und Mainz als auch Rechner in den Höchstleistungsrechenzentren in Karlsruhe und Stuttgart. Die Ergebnisse liefern auch Einblicke in das Verhalten der Stoffe auf der Nanoskala, die mit keiner anderen Methode zu gewinnen sind.

Prof. Dr.-Ing. Hans Hasse arbeitet schon seit vielen Jahren erfolgreich auf diesem Gebiet. Unter anderem hat er ein Schwerpunktprogramm der DFG auf dem Gebiet "Molekulare Modellierung und Simulation in der Verfahrenstechnik" initiiert und als Sprecher geleitet. In zwei Sonderforschungsbereichen der DFG, deren Sprecher er war bzw. ist, spielen molekulare Methoden eine wesentliche Rolle. "Wir freuen uns sehr über die Bewilligung des Reinhart Koselleck-Projekts, das ist eine Anerkennung unserer Arbeit und ein großer Vertrauensbeweis, aber natürlich auch eine Verpflichtung", so Hasse.

Mit dem Reinhart Koselleck Programm eröffnet die DFG seit 2008 herausragend qualifizierten Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, neue Ideen umzusetzen und stellt dafür für bis zu fünf Jahre eine hervorragende Ausstattung bereit. Reinhart Koselleck-Projekte stehen für Freiraum, Innovation und im positiven Sinne risikobehaftete Forschung. Da solche Vorhaben kaum planbar sind, reicht bei der Antragstellung eine kurze Skizze aus. Umso mehr müssen die Antragstellerinnen und Antragsteller über ihre Idee hinaus auch durch ihre bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten überzeugen.

Die Ausschreibung im Reinhart Koselleck-Programm ist extrem kompetitiv. Professor Hans Hasse ist bundesweit der erste Wissenschaftler aus der Verfahrenstechnik, der mit einer Förderung im Reinhart Koselleck-Programm ausgezeichnet wurde. Die Technische Universität Kaiserslautern ist in dem Reinhart Koselleck-Programm außerordentlich erfolgreich. Neben Professor Hans Hasse wurden in den letzten Jahren schon Professor Jan Aurich (Maschinenbau) und Professor Ekkehard Neuhaus (Biologie) durch eine Förderung in dem Programm ausgezeichnet.

Thomas Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ultraschall verbindet
13.11.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht DFG fördert 15 neue Graduiertenkollegs 11/2018
12.11.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

Max-Planck-Forscher entdecken die Nanostruktur von molekularen Zügen und den Grund für reibungslosen Transport in den „Antennen der Zelle“

Eine Zelle bewegt sich ständig umher, tastet ihre Umgebung ab und sendet Signale an andere Zellen. Das ist wichtig, damit eine Zelle richtig funktionieren kann.

Im Focus: Nonstop Tranport of Cargo in Nanomachines

Max Planck researchers revel the nano-structure of molecular trains and the reason for smooth transport in cellular antennas.

Moving around, sensing the extracellular environment, and signaling to other cells are important for a cell to function properly. Responsible for those tasks...

Im Focus: InSight: Touchdown auf dem Mars

Am 26. November landet die NASA-Sonde InSight auf dem Mars. Erstmals wird sie die Stärke und Häufigkeit von Marsbeben messen.

Monatelanger Flug durchs All, flammender Abstieg durch die Reibungshitze der Atmosphäre und sanftes Aufsetzen auf der Oberfläche – siebenmal ist das Kunststück...

Im Focus: Weltweit erstmals Entstehung von chemischen Bindungen in Echtzeit beobachtet und simuliert

Einem Team von Physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Martin Wolf, Fritz-Haber-Institut Berlin, ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie haben weltweit zum ersten Mal und „in Echtzeit“ die Änderung der Elektronenstruktur während einer chemischen Reaktion beobachtet. Mithilfe umfangreicher Computersimulationen haben die Wissenschaftler die Ursachen und Mechanismen der Elektronenumverteilung aufgeklärt und visualisiert. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten, interdisziplinären Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

„Chemische Reaktionen sind durch die Bildung bzw. den Bruch chemischer Bindungen zwischen Atomen und den damit verbundenen Änderungen atomarer Abstände...

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI

19.11.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung

19.11.2018 | Veranstaltungen

Naturkonstanten als Hauptdarsteller

19.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie sich ein Kristall in Wasser löst

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Chemiker entwickeln neues Verfahren zur selektiven Bindung von Proteinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics