Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftler des Berliner Naturkundemuseums als Wissenschaftsbeschleuniger ausgezeichnet

08.11.2013
Das Projekt „Open Access Media Importer Bot“ unter Leitung von Daniel Mietchen vom Museum für Naturkunde Berlin, gewann den 2013 erstmalig vergebenen Wissenschaftspreis „Accelerating Science Award“, gestiftet von der Public Library of Science (PLOS), dem Wellcome Trust und Google. Der Einsatz der neu geschaffenen Software erlaubt es, wissenschaftliches Wissen um Größenordnungen weiter zu verbreiten als bisher möglich.

In diesem Jahr wurde von der Public Library of Science (PLOS), dem Wellcome Trust und Google ein neuer Wissenschaftspreis ins Leben gerufen, der “Accelerating Science Award” (“Preis zur Beschleunigung der Wissenschaft”). Mit diesem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die in hervorragender Weise verdeutlichen, welchen Wert der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Daten haben kann.

Zu den aus über 200 Nominierungen ausgewählten drei Preisträgern gehörte auch eines unter der Leitung von Daniel Mietchen vom Museum für Naturkunde in Berlin, welcher im neugeschaffenen Forschungsbereich “Digitale Welt und Informationswissenschaft” daran mitarbeitet, in digitaler Form vorliegende wissenschaftliche Artikel zur Biodiversitäts- und Evolutionsforschung besser maschinenlesbar zu machen.

Das Projekt von Mietchens Team heißt Open Access Media Importer Bot. Dessen Kernstück ist eine quelloffene Software, welche maschinenlesbare Versionen von frei lizensierten wissenschaftlichen Open Access Artikeln nach Video- und Audio-Dateien durchsucht.

Auf diesem Wege gefundene Dateien wandelt sie automatisch in ein quelloffenes Dateiformat um und kopiert sie samt verfügbarer Metadaten auf Wikimedia Commons, die gemeinsame Mediendatenbank aller Wikipedias und ihrer Schwesterprojekte. Etwa ein Drittel der dort verfügbaren ca. 38.000 Video-Dateien wurden inzwischen vom Open Access Media Importer Bot hochgeladen, dazu über 500 Audio-Dateien.

Von Wikimedia Commons aus können die Dateien z.B. in Wikipedia-Artikel oder Blog-Einträge eingebunden werden. Dies ist bereits viele hundert Male geschehen. Wikipedia-Seiten, in denen von der Software bereitgestellte Dateien eingebettet sind, werden monatlich etwa 3 Millionen Mal aufgerufen. Auf diese Weise wird das wissenschaftliche Wissen um Größenordnungen weiter verbreitet, als dies mit dem ursprünglichen Artikel geschehen wäre.

Dr. Gesine Steiner | idw
Weitere Informationen:
http://www.naturkundemuseum-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

nachricht Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb
14.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

In Form bleiben

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weizen hat ein fünfmal umfangreicheres Erbgut als der Mensch

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wenn Schwefel spurlos verschwindet

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics