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Verleihung des Eberhard-Gerstel-Preises auf der analytica Conference 2014 in München

19.03.2014

Jakob Haun erhält am 2. April 2014 anlässlich der analytica Conference in München den diesjährigen Eberhard-Gerstel-Preis.

Der von der GERSTEL GmbH & Co. KG gesponserte Preis wird alle zwei Jahre vom Arbeitskreis Separation Science der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) für eine herausragende Publikation auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken verliehen und ist mit 2.500 Euro dotiert. Eberhard Gerstel (1927-2004) gründete das nach ihm benannte Unternehmen 1967 in Mülheim an der Ruhr.

Haun beschäftigte sich am Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. in Duisburg als erster Doktorand mit der zweidimensionalen Flüssigkeitschromatographie basierend auf miniaturisierten Trennsäulen in Verbindung mit der hochauflösenden Massenspektrometrie. Damit betrat Haun instrumentelles Neuland, da diese Art der Kopplung zuvor noch nicht beschrieben wurde.

Proben aus den Life Sciences und der Umweltanalytik enthalten zum Teil über hundert Komponenten in unterschiedlichen Konzentrationen. Daher sind Verfahren erforderlich, die es erlauben, eine Vielzahl an Haupt- und Spurenkomponenten gleichzeitig zu erfassen. Die neue Kopplung konnte er zudem erfolgreich anwenden, beispielsweise auf die Analyse von Pilzgiften in Hausstaub.

Dies stellt einen erheblichen Fortschritt auf dem Gebiet der mehrdimensionalen Trenntechnik in der analytischen Chemie dar. Haun hat zu dieser Thematik drei Publikationen in internationalen Zeitschriften als Erstautor veröffentlicht. Die jüngste Publikation mit dem Titel „Online and Splitless NanoLC × CapillaryLC with Quadrupole/Time-of-Flight Mass Spectrometric Detection for Comprehensive Screening Analysis of Complex Samples“ erschien im September 2013 in der Zeitschrift “Analytical Chemistry“.

Haun studierte im Studiengang Water Science an der Universität Duisburg-Essen. Seine Bachelor-Arbeit fertigte er 2004 am Russischen Wissenschaftszentrum „Applied Chemistry“ in St. Petersburg/Russland an. Er befasste sich hier mit der Phosphor-Elementanalytik mittels der zweistufigen Graphitrohrofen-Atomspektroskopie und in seiner Masterarbeit 2007 widmete mit der Analytik von Hopfenbitterstoffen in Bier und Würze.

Die Preisverleihung mit anschließendem Preisträgervortrag leitet am Mittwoch, den 2. April ab 13.30 Uhr, die Session „Modern Trends in Separation Sciences: Exploring the Limits“ ein. Danach werden in dieser Sektion weiterentwickelte Trennverfahren vorgestellt, mit denen beispielsweise geeignete Wirkstoff-Kandidaten in der Pharmaforschung schneller gefunden werden können.

Auch bei der Entwicklung neuer Kunststoffe ist es notwendig, mit Hilfe geeigneter Trenn- und Analysetechniken Einblicke in die Polymerstrukturen zu erhalten. Eine nützliche Anwendung chromatographischer Trenntechniken ist auch in der Lebensmittelanalytik gegeben, so beispielsweise um dem Geheimnis der Weinaromen auf die Spur zu kommen. Es werden in der Session unterschiedliche Ansätze und Herausforderungen der Flüssig- und der Gaschromatographie vorgestellt sowie deren effektive Anwendung in multidimensionalen Systemen.

Aktuelles Programm zur analytica Conference unter http://www.gdch.de/analyticaconf2014 oder in der Termindatenbank unter http://www.analytica.de/conference.

Ansprechpartner für die Presse:

analytica Conference
Dr. Renate Hoer
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 69 7917-493
E-Mail: r.hoer@gdch.de

analytica
Kathrin Hagel
Pressereferentin analytica
Tel.: +49 89 949–21474
E-Mail: kathrin.hagel@messe-muenchen.de

Ein Foto des Preisträgers kann bei der GDCh angefordert werden.

Weitere Informationen:

http://www.gdch.de

Dr. Renate Hoer | GDCh

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