Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UDE-Projekt zusammen mit der TU Dortmund: Den Windkanal effektiver nutzen

27.12.2013
Treibstoffverbrauch oder Straßenlage: Vom Luftwiderstand hängt bei Fahrzeugen eine ganze Menge ab. Wie aerodynamisch ein Auto oder Flugzeug ist, wird seit mehr als hundert Jahren im Windkanal überprüft.

An der Universität Duisburg-Essen (UDE) entsteht nun zusammen mit der Technischen Universität Dortmund (TUD) ein virtueller interaktiver Windkanal. Das Projekt wird vom Mercator Research Center Ruhr mit mehr als 145.000 Euro gefördert.

Klassische Windkanäle sind sehr aufwendig, verbrauchen viel Energie und das Herstellen der Modelle ist teuer. Die Messgrößen Druck, Geschwindigkeit oder Temperatur können auch nur punktuell erfasst werden.

Zu einer echten Alternative haben sich in letzter Zeit Computer-Simulationen entwickelt. Sie benötigen allerdings auch viel Rechenzeit und Kompetenz beim Anwender.

Die Vorteile beider Ansätze verbindet der virtuelle, interaktive, numerische Windkanal „VINDDKanal“. UDE-Projektleiter Prof. Dr. Andreas Kempf: „Er soll das Experiment nicht ersetzen, sondern effizient ergänzen. Der klassische Windkanal lässt sich so wesentlich preiswerter betreiben.“

Überflüssige Versuche lassen sich vermeiden, und die verbleibenden Experimente können durch die Simulationsdaten ergiebiger ausgewertet werden. Außerdem arbeiten die Ingenieure effektiver dank neuartiger Visualisierungstechniken.

Prof. Kempf: „Die größte Herausforderung steckt in dem Wort ‚interaktiv‘. Um das möglich zu machen, muss der Computer die Lösungen schneller liefern, als sie in der Realität sichtbar wären – oder es wenigstens dem Anwender so erscheinen lassen.“ Dank der rasanten Entwicklung in der Unterhaltungselektronik steht die notwendige Rechenleistung in Form von Grafikprozessoren moderner PCs zur Verfügung. Diese Leistung „anzuzapfen“ erfordert angepasste numerische Methoden und geeignete Programmiertechniken.

Genau diese Anforderung wird durch das Professoren-Trio Andreas Kempf, Jens Krüger und Stefan Turek bestens erfüllt. Prof. Turek entwickelt an der TU Dortmund hardware-orientierte numerische Methoden zur Strömungssimulation. Kempf ist UDE-Professor für Fluiddynamik, ebenfalls mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung von Modellen und Methoden zur Strömungssimulation.

Krüger ist Professor für Hochleistungsrechnen an der UDE und ein ausgewiesener Experte für Grafikprozessoren und Visualisierung großer Datenmengen, wie sie in einem virtuellen und interaktiven Windkanal anfallen werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Andreas Kempf, Tel. 0203/379-8103, andreas.kempf@uni-due.de
Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

Beate H. Kostka | Universität Duisburg-Essen (UDE
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Berichte zu: Grafikprozessoren Strömungssimulation UDE-Projekt Windkanal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Künstliche Intelligenz erobert die Fahrzeugentwicklung
21.09.2018 | Technische Universität Berlin

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics