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Transferpreis verliehen: 10.000 Euro für Spin-off der RUB

04.07.2012
Der Sprung ins kalte Wasser hat sich gelohnt
quasol rechnet zuverlässig für die Finanzbranche

Vanessa Peters und Daniel Ziggel sind ins kalte Wasser gesprungen – mit Erfolg. Als Rechtsanwältin und Mathematiker gründeten sie 2010 ihr eigenes Unternehmen „quasol“, das Rechenmodelle für die Portfoliooptimierung für die Finanzbranche anbietet. In nur zwei Jahren ist es ohne Fremdkapital zu einem rentablen Unternehmen herangewachsen.

Dafür erhielten die beiden RUB-Absolventen heute den mit 10.000 Euro dotierten Transferpreis der Ruhr-Universität, gesponsert von der RUB, der IHK Mittleres Ruhrgebiet und rubitec GmbH. Prämiert wurden zudem drei herausragende Ideen im Erfinderwettbewerb.

Optimiert: Finanzsoftware auf dem Stand der Forschung

Spätestens seit der weltweiten Finanz- und der europäischen Schuldenkrise wissen wir, dass klassische Methoden zur Vermögensaufteilung versagen. Die quasol-Software hingegen rechnet aus, wie ein Anleger sein Geld am besten auf Aktien, Staatsanleihen, Festgeldkonten usw. verteilt – und zwar so, dass es optimal zu seinem Risikobewusstsein passt. Interessant ist das etwa für Anlageberater, die mit diesen Zahlen ihre Klienten optimal informieren können. Ziggel und Peters arbeiten inzwischen mit einem etablierten Software-Haus zusammen, das verschiedene Banken und Vermögensverwalter betreut. quasol liefert neue Rechenkerne für diese Software, die so noch mehr Funktionen erhält – beispielsweise berechnet sie bestimmte Risikokennzahlen. Hier zahlt sich die Verbundenheit der Unternehmensgründer zur Universität direkt aus. Das Besondere an quasol: Ziggel und Peters setzen statistische Modelle und Methoden auf dem neusten Stand der Forschung ein. Das ist laut Ziggel auf dem Markt meist nicht der Fall: „Die Praxis hinkt der Uni oft 50 Jahre hinterher.“

Heureka! Prämierte Erfindungen aus der RUB

Neue Erfindungen braucht das Land – und davon gibt es an einer der größten Universitäten Deutschlands einige. 27 Erfindungsmeldungen sind im vergangenen Jahr an der RUB eingegangen, sie alle nahmen am Erfinderwettbewerb der rubitec teil. Drei herausragende Innovationen wurden mit je 1.000 Euro prämiert:

- Prof. Dr. Stephan Hahn und Dr. Alexander Baraniskin entdeckten in Kooperation mit Prof. Dr. Wolff Schmiegel zwei sehr kleine Moleküle, die als Tumormarker eine Krebserkrankung anzeigen. Der Nachweis dieser Moleküle gelingt sehr leicht in beliebigen Körperflüssigkeiten, am besten Blut, und könnte in Zukunft Diagnosen deutlich vereinfachen.

- PD Dr. Jan Meijer hat zusammen mit Kollegen von der RWTH Aachen ein neues Verfahren zur hochpräzisen Distanzmessung entwickelt. Interessant ist das für die Mikro- und Nanotechnologie, zum Beispiel für Kontrollsensoren in der Chipherstellung. Für ihren höchstauflösenden Auslesemechanismus nutzen die Forscher geschickt einen eigentlich als störend geltenden Effekt aus der Halbleitertechnik (Kurzkanaleffekt).

- Prof. Dr. Martin Muhler, Dr. Thomas Franzke und Larissa Schwertmann haben ein neues, effizienteres Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren entwickelt, mit denen sich Acrolein aus Propen gewinnen lässt. Acrolein ist ein Aldehyd und dient in der chemischen Industrie als Rohstoff zur Synthese weiterer Stoffe. Die derzeit noch verwendeten Katalysatoren zur so genannten Selektivoxidation von Propen zu Acrolein beinhalten viele verschiedene Elemente, die das Verfahren komplex und aufwendig machen.

Weitere Informationen

Dr. Gordon Heinemann, rubitec GmbH, Universitätsstr. 142, 44799 Bochum, Tel. 0234/32-11951, gordon.heinemann@rub.de
Homepage: http://www.rubitec.de/

Redaktion: Jens Wylkop / Dr. Julia Weiler

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rubitec.de/

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