Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Smartphone der Zukunft: Studenten der TU Ilmenau gewinnen Internationalen Mobilfunkwettbewerb

02.07.2012
Mit ihrem Konzept des Smartphones der Zukunft haben drei Studenten der Technischen Universität Ilmenau einen großen internationalen Wettbewerb des taiwanesischen Herstellers von Mobiltelefonen und Tablet-Computern HTC gewonnen.

Im Finale am 29. Juni in Innsbruck überzeugte die Sieger-Idee SmartNavi die Jury durch ihre innovative Positionsbestimmung (Gewinnervideo: www.thetomorrowtalks.com/videos/details/2053/). Das Team setzte sich gegen 700 Studenten aus 16 europäischen Hochschulen aus Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz und Spanien durch.

Das Ortungsverfahren, das die Studenten der Medientechnologie Christian Henke, Markus Kniep und Michael Lückgen entwickelten, erfolgt nicht wie sonst üblich ausschließlich mit GPS-Technik, sondern einmalig via GPS und anschließend nur noch über die Lagesensoren des Smartphones. Dieses neue Verfahren liefert nicht nur genauere Positionsdaten als herkömmliche Navigationssysteme. Da die Sensoren deutlich weniger Energie verbrauchen als GPS, sorgt es auch für bis zu 70 Prozent Energieeinsparung. Eine längere Nutzungsdauer von Akkus ist heute eine der wesentlichen Anforderungen an künftige Smartphone-Generationen.

Schon bald fliegt das Siegerteam für fünf Tage nach London, um sein Konzept in der HTC-Europa-Zentrale bis zum marktfähigen Produkt weiterzuentwickeln. Christian Henke sieht das als große Chance: „Natürlich empfinden wir den Sieg als Anerkennung für die Arbeit, die wir bisher in das Projekt gesteckt haben. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass wir jetzt die Möglichkeit bekommen, mit Profis der Mobilfunkbranche zusammenzuarbeiten.“ Die Idee zu dem innovativen Navigationsverfahren kam dem 24-Järigen während seiner Bachelorarbeit im Studiengang Medientechnologie an der TU Ilmenau. Henke war aufgefallen, dass Smartphones zwar über eine ganze Reihe von Sensoren verfügen, deren Potential aber bisher kaum genutzt wird. „Zunächst war nur geplant, die GPS-Navigation durch die Sensoren zu unterstützen. Am Ende war es sogar möglich, dass sich ganz ohne GPS navigieren lässt!“, erinnert sich Christian Henke.

Die App ist als Prototyp für ein neues Feature für künftige HTC-Smartphones konzipiert, aber auch aktuelle HTC-Geräte können mit der Software nachgerüstet werden. Mit ihrem Prototypen haben die Studenten schon heute bewiesen, dass Navigation auch über lange Strecken vollständig ohne GPS funktioniert. Die Idee als zukünftiges Feature zu entwickeln, ist für HTC besonders interessant, weil der Mobilfunkhersteller für die Verwendung von SmartNavi die eigenen Geräte weder anders bauen, noch neue Technologie einbauen muss.

Als Preis für ihren Sieg erhalten die drei Studenten einen 10-tägigen Urlaub an ein Ziel ihrer Wahl. Ein Reiseziel hatten sich die drei vor dem Wettbewerb noch nicht überlegt: „Jetzt freuen wir uns aber darauf, uns einen Ort irgendwo auf der Welt aussuchen zu können. Wir möchten auf jeden Fall eine fremde Kultur hautnah erleben und keinen reinen Hotelurlaub machen. Südamerika, Asien, mit einem Geländewagen durchs australische Outback – wir wissen es wirklich noch nicht.“

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

Weitere Berichte zu: Feature GPS data HTc Medientechnologie Mobilfunkwettbewerb Sensor SmartNavi Smartphone

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Acht Millionen Euro für die Forschung: Smarte Implantate sollen Knochen besser heilen
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

nachricht German Design Award 2020 für Sensorschleuse Argus von dormakaba
09.12.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kein Seemannsgarn: Hochseeschifffahrt soll schadstoffärmer werden

11.12.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Vernetzte Produktion in Echtzeit: Deutsch-schwedisches Testbed geht in die zweite Phase

11.12.2019 | Informationstechnologie

Verbesserte Architekturgläser durch Plasmabehandlung – Reinigung, Vorbehandlung & Haftungssteigerung

11.12.2019 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics