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Shell Eco-marathon Europe: Fahrzeuge der Hochschule Lausitz bald startbereit

02.04.2010
Die Entwicklung der beiden Fahrzeuge, mit denen sich ein studentisches Team der Hochschule Lausitz (FH) vom 6. bis 7. Mai 2010 am Shell Eco-marathon Europe beteiligt, schreitet gut voran.

Nachdem die Hochschule im Vorjahr mit dem Suncatcher Phase I erstmalig beim größten europäischen Effizienzwettbewerb auf dem Eurospeedway Lausitz vertreten war, gehen diesmal zwei Fahrzeuge an den Start. Intensiv arbeiten zirka 25 Studierende aus den Bachelor- und Masterstudiengängen Maschinenbau sowie Kommunikations- und Elektrotechnik unter Federführung von Prof. Dr. Peter Biegel an der Fertigstellung. Unterstützt werden sie dabei von der Hochschulleitung, Professorinnen, Professoren und Mitarbeitern der Hochschule sowie Sponsoren.

Ebenso ist die Hochschule Lausitz erneut offizieller Partner des Shell Eco-marathon, zu dem 220 studentische Teams aus ganz Europa erwartet werden. Studierende der HL kommen in den Bereichen "Technische Fahrzeug-Abnahme und Inspektion", "Sicherheit und Security", "Hospitality und Gästebetreuung", "Medienbetreuung und allgemeine Logistik" zum Einsatz, sind also auch in die Vor- und Nachbereitung der Großveranstaltung einbezogen.

Suncatcher Phase II und LaDy

Zum einen bestreitet die HL den Wettbewerb mit dem weiterentwickelten Suncatcher, dem Suncatcher Phase II, zum anderen mit dem völlig neu entwickelten Fahrzeug Lausitz-Dynamics - kurz LaDy. Beide Fahrzeuge starten in der Prototypen-Klasse, jedoch aufgrund ihrer Antriebe in unterschiedlichen Kategorien.

Der auf drei Rädern fahrende Suncatcher Phase II, dessen Projektmanagerin und Marketingleiterin die Bachelor-Studentin Christin Lehmann aus dem Maschinenbau ist, bezieht seine Energie aus Solarzellen. Die Rahmenstruktur ist aus Aluminium gefertigt. Der mechanische Antrieb wird über einen Radnabenmotor realisiert. Es wird mit einem Leergewicht von 100 Kilogramm gerechnet. Der Suncatcher Phase I wog noch 140 Kilogramm. Die optimierenden Maßnahmen werden von Tobias Böhm und Miro Witczak - ebenfalls aus dem Studiengang Maschinenbau - durchgeführt. Das Fahrzeug ist bis auf die Elektrik für den Antriebsstrang und den letzten Anstrich der Verkleidung komplett fertig gestellt.

Die Aufgaben des Projektmanagers und Leiters der Entwicklung für die LaDy hat der Bachelor-Absolvent und Masterstudent des Maschinenbaus Marcus Pudenz kürzlich von Bastian Siebert übernommen, der an seiner Master-Thesis arbeitet. Bis auf die Verteilung der zirka 50 bis 60 Kilogramm Leergewicht auf drei Räder wird hier ein gänzlich anderes Konzept verfolgt. Als Energiequelle dient eine Brennstoffzelle, was der Gestaltung der Fahrzeugform neue Dimensionen eröffnet. Die Energie wird über einen bürstenlosen Elektromotor an eine Getriebestufe übergeben.

Für die gesamte tragende Struktur sowie auch die Verkleidung werden mit Unterstützung der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH Dresden und von Prof. Dr. Jens Ridzewski aus dem Studiengang Maschinenbau der HL Carbonfasern (CFK) genutzt. Leichte Laufräder mit rollreibungsoptimierten Reifen tragen zu einer weiteren Minimierung des Rollwiderstandes bei. Marcus Pudenz und Martin Walther sind an der LaDy für die Konstruktion, CAD-Zeichnungserstellung am PC und Umsetzung von Baugruppen tätig. Stefan Wiedemann führte das Berechnungsmodell in der Finiten Elemente Methode zur Lasteinleitung in den Rahmen durch. Weiterhin sind Christoph Schmidt, Mathias Killer und Michael Schneider, Studierende der Elektrotechnik, für den Antrieb zuständig.

Teammitglieder wie Markus Wowtscherk, Danilo Jahn, Rene' Thomas, Fridolin Wendel, Rainer Winzer und Marcel Jensch, Studenten des Studienganges Maschinenbau, waren bei der Fertigung und Montage maßgeblich beteiligt. Fahrwerk, Lenkung, Räder, Bremsen und Karosserie sind bereits zusammengefügt. Weitere sechs Studenten der Studiengänge Elektrotechnik und Technische Informatik und Kommunikationstechnik beschäftigen sich mit der Funkübertragung. Damit die Fahrzeugdaten in die Box übertragen werden können. Wenn in nächster Zeit noch die Antriebseinheit installiert und die Anpassung des Fahrzeuges an die Ergonomie der Fahrerin erfolgt ist, kann die Testphase beginnen. Erklärtes Ziel für die erste Entwicklungsstufe dieses Fahrzeuges ist es, einen gültigen Wertungslauf zu erreichen.

Für Anfang April sind Testfahrten des Suncatchers Phase II geplant. Der Suncatcher und die Lady werden am Mittwoch, dem 21. April, um 16 Uhr voraussichtlich im Foyer des Konrad-Zuse-Medienzentrums auf dem Campus der Hochschule Lausitz in Senftenberg, Großenhainer Straße 57, der Öffentlichkeit präsentiert. Hier erfolgt in Anwesenheit aller Beteiligten und der Sponsoren auch die Vorstellung der Fahrerinnen.

Die Idee hinter dem Shell Eco-Marathon ist, mit nur einem Liter Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurückzulegen und dabei so wenig Kohlendioxid wie möglich auszustoßen. Der Rekord aus dem Jahre 2005 liegt bei 3.836 Kilometern - das entspricht in etwa der Strecke von Berlin nach Moskau und zurück. Das Starterfeld des Shell Eco-Marathon gliedert sich in zwei Klassen. Während die Fahrzeuge der Klasse Urban Concept Auflagen erfüllen müssen, um am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu können, besteht bei der Prototypen-Klasse ebenfalls ein strenges Reglement, welches jedoch mehr Freiheit bei der Entwicklung zulässt.

Ralf-Peter Witzmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-lausitz.de/groups/eco-marathon/

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