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Rund 1,3 Millionen Euro für Jülicher Nachwuchsforscher

22.08.2012
Humboldt-Stiftung verleiht Sofja Kovalevskaja-Preis an Dr. Dmitry A. Fedosov

Einer der höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreise geht an Dr. Dmitry A. Fedosov vom Forschungszentrum Jülich. Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht dem 30-jährigen russischen Mathematiker den Sofja Kovalevskaja-Preis.

Mit diesem Preis sollen international umworbene Forschertalente bereits zu Beginn einer vielversprechenden Karriere in Kooperationen mit Wissenschaftlern in Deutschland eingebunden werden. Mit dem Preisgeld in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre, wird Fedosov eine eigene Forschergruppe aufbauen, um die Unterschiede bei der Zirkulation von Blut in gesundem Gewebe sowie in Tumoren zu untersuchen.

Fedosov hat eine Simulationsmethode entwickelt, um Blut-strömungen unter verschiedensten Bedingungen zu beschreiben und vorherzusagen. Damit wird er untersuchen, wie sich Blutströmungen in gesundem Gewebe und in Tumoren unterscheiden. Blutgefäße in Tumoren sind stärker gewunden und durchlässiger als in normalem Gewebe. Noch ist unklar, welchen Einfluss dies auf die Blutströmung hat. Außerdem plant Fedosov zu untersuchen, wie Medikamente mit Hilfe von Nanoteilchen in gesundem Gewebe sowie in Tumoren verteilt werden können. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, erfolgversprechende Strategien zur Tumorbehandlung zu identifizieren.

Fedosov hat in Russland und den USA studiert und seine Doktorarbeit in angewandter Mathematik an der Brown University in den USA geschrieben. Seit 2010 forscht er am Forschungszentrum Jülich. Sein Gastgeber ist Prof. Gerhard Gompper, Direktor am Institute of Complex Systems sowie am Institute of Advanced Simulations.

Der Sofja Kovalevskaja-Preis, benannt nach der 1850 geborenen russischen Mathematikerin Sofja Kovalevskaja, ist einer der höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreise. Er zeichnet herausragendes Talent und kreative Forschungsansätze aus und ermöglicht den ausgezeichneten Forschern, fünf Jahre lang ein eigenes Forschungsprojekt an einem Institut ihrer Wahl in Deutschland durchzuführen und eigene Arbeitsgruppen aufzubauen. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus dem Ausland, die ihre Promotion vor nicht mehr als sechs Jahren abgeschlossen haben, sowie deutsche Wissenschaftler, wenn sie bereits seit mindestens fünf Jahren im Ausland forschen. Der Preis wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen:
Forschungszentrum Jülich:
www.fz-juelich.de
Forschung am Institutsbereich Theorie der Weichen Materie und Biophysik (ICS-2/IAS-2): http://www.fz-juelich.de/ics/ics-2/DE/Home/home_node.html
Forschung von Dr. Dmitry A. Fedosov: http://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Personen/ICS/ICS-2/EN/Fedosov_D.html?nn=539250

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gerhard Gompper, Forschungszentrum Jülich, Theorie der Weichen Materie und Biophysik, Tel. 02461 61-4012, E-Mail: g.gompper@fz-juelich.de

Pressekontakt:
Angela Wenzik, Wissenschaftsjournalistin, Forschungszentrum Jülich,
Tel. 02461 61-6048, E-Mail: a.wenzik@fz-juelich.de

Angela Wenzik | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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