Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rudolf-Kaiser-Preis geht an Rupert Huber

05.02.2010
Nachwuchsgruppenleiter im Centrum für Angewandte Photonik der Universität Konstanz mit hochdotiertem Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Der Rudolf-Kaiser-Preis wird jährlich an einen herausragenden deutschen Nachwuchswissenschaftler in der Experimentalphysik verliehen. Mit 35.000 Euro ist er einer der höchstdotierten Nachwuchspreise im Bereich der gesamten Naturwissenschaften.

Rupert Huber wird damit für seine Beiträge zur Physik auf ultrakurzen Zeitskalen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer akademischen Feier am 8. Februar 2010 an der Universität Konstanz statt.

Mit hochintensiven einzelnen Lichtschwingungen im infraroten und Terahertz-Frequenzbereich gelang es dem Team um den Preisträger, fundamental neue Einblicke in die mikroskopische Dynamik von Elektronen und Ionen in Festkörpern zu gewinnen. Die Ergebnisse sind für die Grundlagenphysik ebenso wichtig wie für Anwendungen in der Elektronik und Informationsverarbeitung der Zukunft.

Mit einem Hochbegabten-Stipendium des Freistaats Bayern absolvierte Rupert Huber sein Physikstudium in München, Berkeley und Hongkong. 2004 promovierte er am Lehrstuhl von Alfred Laubereau an der Technischen Universität München, um anschließend als Humboldt-Stipendiat am Lawrence Berkeley National Laboratory, USA, in der Gruppe von Daniel Chemla zu forschen. Seit 2007 leitet Rupert Huber eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe in enger Kooperation mit dem Lehrstuhl für Moderne Optik und Quantenelektronik von Alfred Leitenstorfer am Fachbereich Physik der Universität Konstanz.

Das Hauptaugenmerk der Forschungsarbeiten von Rupert Huber richtet sich auf extrem schnelle elementare Vorgänge in Festkörpern. Dazu zählen etwa die Bewegung von Elektronen in modernen Halbleiter-Bauelementen, die Wechselwirkung von Licht und Materie oder die mikroskopischen Mechanismen, die zur Supraleitung spezieller Oxide führen. Die zu Grunde liegenden Prozesse laufen auf der Zeitskala von Femtosekunden ab, dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde. Rupert Huber und sein Team entwickelten zunächst neuartige Laser, die Lichtblitze von der Dauer einer einzigen Lichtschwingung erzeugen. Das Besondere ist, dass die Farbe des Lichts im schwer zugänglichen langwelligen Infrarot liegt, dem sogenannten Terahertz-Bereich.

Die Rudolf-Kaiser-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergibt den Rudolf-Kaiser-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Experimentalphysik. Die Stiftung wurde 1987 durch Rudolf Kaiser errichtet. Der 1923 in Nürnberg geborene Stifter war mehrere Jahre Vorsitzender Richter am Bundespatentgericht, 1979 habilitierte er im Bereich der Experimentalphysik an der TU München und widmete sich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Nicole Germeroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien
20.08.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics