Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

QueenElizabeth-Preis für die Erfinder des Internet

18.03.2013
Neuer Preis für Ingenieurwissenschaften - Analogon zum Nobelpreis

Erstmals werden am heutigen 18. März 2013 herausragende ingenieurwissenschaftlichen Leistungen von globaler Bedeutung ausgezeichnet.

Mit einer Million Pfund ehrt in diesem Jahr die Royal Academy of Engineering die Erfinder des Internet für ihre umwälzenden Leistungen. Damit ist der Qeen Elizabeth-Preis die weltweit höchstdotierte Auszeichnung auf dem Gebiet der Ingenieurswissenschaften.

Der Brite Timothy Berners-Lee entwickelte in den frühen 1990er Jahren am europäischen Forschungszentrum CERN die Sprache HTML, das Übertragungsprotokoll HTTP, den ersten Browser und den ersten Webserver. Dies stellte den Ursprung des World Wide Webs dar. Seine Ideen und technischen Lösungen patentierte er nicht, sondern stellte sie frei zur Verfügung.

Die US-Bürger Robert Elliot Kahn und Vint Cerf und der Franzose Louis Pouzin entwickelten bereits in den frühen 1970er Jahren das Transmission Control Protocol (TCP) und des Internet Protocol (IP), die im modernen Internet zur Datenübertragung und eindeutigen Adressierung dienen. Sie gelten damit als Pioniere des Internet. Marc Andreessen entwickelte den frühen Mosaic-Browser, aus dem sich das weit verbreitete Netscape-Browsersystem entwickelte.

Eine hochrangige internationale Jury wählte unter den eingereichten Nominierungen aus. Professor Reinhard Hüttl ist als Präsident der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften acatech und als Leiter des Deutschen GeoForschungsZentrums Mitglied der Jury:

„Diesen Preis kann man als ‚Nobelpreis‘ für die Ingenieurswissenschaften ansehen. Die Royal Academy of Engineering würdigt alle zwei Jahre unter Schirmherrschaft von Königin Elizabeth II Durchbrüche in den Ingenieurwissenschaften, die die Welt verändern. Dazu gehört ganz sicher das Internet, das nicht nur die moderne Kommunikation, sondern die gesamte Gesellschaft global durchdringt.“

In der Tat sind auch die modernen Geowissenschaften ohne das WorldWideWeb nicht denkbar. „Die modernen Frühwarnsysteme wie beispielsweise das Tsunami-Frühwarnsystem GITEWS basieren auf äußerst schneller Datenverarbeitung und vor allem Datenübermittlung,“ so Reinhard Hüttl weiter. „Aber auch die rasanten Fortschritte in den modernen Geowissenschaften beruhen unter anderem darauf, dass heute gewaltige Datenmengen sehr schnell global und in kürzester Zeit für die weltweite Wissenschaftsgemeinschaft verfügbar sind.“

Die Preise werden von der britischen Königin am 25. Juni persönlich im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Buckingham Palace in London überreicht. Professor Hüttl wird der Zeremonie beiwohnen: „Ich freue mich darauf, weil mit dem Queen Elizabeth-Preis die Ingenieurswissenschaften endlich die Würdigung erfahren, die ihrem gesellschaftlichen Stellenwert entspricht.“

http://www.qeprize.org/latestnews/

Franz Ossing | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.qeprize.org/latestnews/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionenförderung für Elementarteilchenforschung am KIT
17.12.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht GFOS-Innovationsaward 2019: Anmeldung ab sofort möglich
13.12.2018 | GFOS mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Im Focus: Data use draining your battery? Tiny device to speed up memory while also saving power

The more objects we make "smart," from watches to entire buildings, the greater the need for these devices to store and retrieve massive amounts of data quickly without consuming too much power.

Millions of new memory cells could be part of a computer chip and provide that speed and energy savings, thanks to the discovery of a previously unobserved...

Im Focus: Quantenkryptographie ist bereit für das Netz

Wiener Quantenforscher der ÖAW realisierten in Zusammenarbeit mit dem AIT erstmals ein quantenphysikalisch verschlüsseltes Netzwerk zwischen vier aktiven Teilnehmern. Diesen wissenschaftlichen Durchbruch würdigt das Fachjournal „Nature“ nun mit einer Cover-Story.

Alice und Bob bekommen Gesellschaft: Bisher fand quantenkryptographisch verschlüsselte Kommunikation primär zwischen zwei aktiven Teilnehmern, zumeist Alice...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kommunikation zwischen neuronalen Netzwerken

17.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Beim Phasenübergang benutzen die Elektronen den Zebrastreifen

17.12.2018 | Physik Astronomie

Pharmazeuten erzielen Durchbruch bei Suche nach magensaftbeständigen Zusätzen für Medikamente

17.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics