Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Priener Firma entwickelt Computersoftware – 40 Prozent weniger Energie nötig – 115.000 Euro von DBU

22.01.2013
Deutschlands Straßen und Plätze werden nachts von etwa neun Millionen Straßenlaternen beleuchtet.

„Der hohe Stromverbrauch der Lampen ist teuer und setzt viele Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid frei“, betont Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Das Unternehmen sixData (Prien am Chiemsee) entwickelt nun mit 115.000 Euro Zuschuss von der DBU ein Computerprogramm, das die Helligkeit von Straßenlaternen an die Bedürfnisse vor Ort anpassen soll.

„Mit der Software kann das Lichtniveau in hellen Nächten verringert, an Unfallschwerpunkten, wo mehr Licht benötigt wird, erhöht werden“, erklärt sixData-Geschäftsführer Armin Mühlberger. Durch die flexible Steuerung könnten bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Komme das System bei den bundesweit betriebenen Laternen zum Einsatz, wür den jährlich rund 620.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden – so viel, wie bei zwei Milliarden zurückgelegten Flugkilometern entstehe.

Energieverbrauch, Schadstoffausstoß und Wartungskosten um ein Vielfaches senken
„Die geplante Software soll die Helligkeit von Straßenlampen nicht nur bedarfsgerecht, sondern auch herstellerübergreifend regulieren“, so Mühlberger.
Das bedeute, unabhängig davon, ob die Laterne mit einer Leuchtstoff-, Quecksilberdampflampe oder mit moderner LED-Technik betrieben wird. Herzstück des Projektes sei das Entwickeln einer speziellen Handlungsvorschrift für den Computer, einem so genannten Algorithmus, der wichtige Daten der Steuerung verarbeite und helfe, Energieverbrauch, Schadstoffausstoß und Wartungskosten um ein Vielfaches zu senken.

Innovative Steuerungssoftware ökologisch und ökonomisch von zentraler Bedeutung
„Viele Städte haben Mitte der sechziger Jahre begonnen, Leuchtstofflampen durch Quecksilberdampflampen zu ersetzen. Heute sind sie wegen ihrer schlechten Energieeffizienz und ihres insektenschädigenden Lichtspektrums nicht mehr zeitgemäß - aber noch immer das meist genutzte Leuchtmittel“, berichtet Mühlberger.

Allein mit moderner LED-Technik lasse sich der bisherige Energieverbrauch von Straßenlaternen um 50 Prozent senken. Zwar verbiete die Öko-Design-Richtlinie der Europäischen Union, Quecksilberdampflampen ab 2015 weiter in den Umlauf zu bringen. Bis die gesamte Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt sei, werde es aber noch lange dauern. „Eine innovative Steuerungssoftware, die für alte und neue Lampen einsetzbar ist, ist daher ökologisch und ökonomisch von zentraler Bedeutung“, betont DBU-Experte Dr. Jörg Lefèvre.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 30895): Armin Mühlberger, sixData GmbH, Telefon 08051/965570, Telefax 08051/9655766

Armin Mühlberger | DBU-Presseabteilung
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert neun neue Forschungsgruppen und eine Klinische Forschungsgruppe
07.12.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Erfolg mit dem Schnelltest auf Malaria
04.12.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Im Focus: Three components on one chip

Scientists at the University of Stuttgart and the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) succeed in important further development on the way to quantum Computers.

Quantum computers one day should be able to solve certain computing problems much faster than a classical computer. One of the most promising approaches is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Großes Interesse an erster Fachtagung

07.12.2018 | Veranstaltungen

Entwicklung eines Amphibienflugzeugs

04.12.2018 | Veranstaltungen

Neue biologische Verfahren im Trink- und Grundwassermanagement

04.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erstmalig in Deutschland: Erfolgreiche Bestrahlungstherapie lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörung

07.12.2018 | Medizintechnik

Nicht zu warm und nicht zu kalt! Seminar „Thermomanagement von Lithium-Ionen-Batterien“ am 02.04.2019 in Aachen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Seminar „Magnettechnik - Magnetwerkstoffe“ vom 19. – 20.02.2019 in Essen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics