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Polymerchemiker erhält Dannie-Heineman-Preis

19.11.2012
Der renommierte polnisch-amerikanische Chemiker Krzysztof Matyjaszewski erhält den diesjährigen Dannie-Heineman-Preis. Matyjaszewski nahm die Auszeichnung am 15. November 2012 in der Göttinger Akademie der Wissenschaften entgegen.
Er wird damit für seine „zahlreichen, herausragenden Erfolge in der der Molekularbiologie“ ausgezeichnet. Die Jury hielt insbesondere seine kürzlich erschienene Arbeit zur Herstellung von nanostrukturierten Funktionswerkstoffen durch die ATPR-Technik für preiswürdig.

ATPR (Atom Transfer Radical Polymerization) ist eine spezielle Technik, mit der Polymere hergestellt werden können. Sie wurde von Krzysztof Matyjaszewski Mitte der 1990 Jahre entwickelt. In der nun ausgezeichneten Arbeit erweiterte er diese Technik auf Nanomaterialien, also auf extrem dünne Kunststoffschichten, die oft nur wenige Moleküle stark sind. Solche Beschichtungen dürften in Zukunft unsere Welt verändern, da sie völlig neue, bisher weitgehend unentdeckte Eigenschaften haben.

Krzysztof Matyjaszewski wurde in Polen geboren und forschte in Moskau, Lodz, Florida und Paris. Derzeit arbeitet der Professor am Center for Macromolecular Engineering in Pittsburgh, USA. Neben dem Dannie-Heineman-Preis erhielt er 2011 zusammen mit zwei Kollegen den Wolf Preis, einen der renommiertesten Wissenschaftspreise weltweit.

Der Dannie-Heineman-Preis ist mit 30.000 € dotiert und zählt damit zu den
höchstdotierten Wissenschaftspreisen in Deutschland überhaupt. Er wird alle zwei Jahre an einen aktiven internationalen Wissenschaftler für eine kürzlich veröffentlichte, hervorragende Arbeit verliehen, die neue und akute Entwicklungen in den Natur- oder Geisteswissenschaften aufgreift. Verliehen wird der Preis durch eine der ältesten deutschen Wissenschaftsvereinigungen, der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Die Heineman Stiftung wurde 1928 durch Dannie und Hettie Heineman zur Förderung mildtätiger und wissenschaftlicher Einrichtungen im In- und Ausland errichtet. Neben dem Dannie-Heineman-Preis unterstützt sie insbesondere internationale Forschungsprojekte in den Lebenswissenschaften, z.B. Kooperationen zwischen der deutschen Max-Planck-Gesellschaft und dem israelischen Weizmann Institute of Science.

Nicole Germeroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.heineman-stiftung.org

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