Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017

Neue Chancen für den Schienenverkehr und für die vorausschauende Instandhaltung in der Stahlindustrie? Wissenschaftler der University of Twente erhalten rund eine Million Forschungsgelder für Smart Industry-Projekte in diesen Bereichen.

Verzögerungen im Zugverkehr sind ärgerlich und verursachen am Ende für alle Beteiligten Kosten. Auch die Stahlindustrie ächzt unter finanziellen Belastungen, die zum Teil vermeidbar wären.

Zwei Forscher der University of Twente wollen mit zwei Projekten beide Bereiche optimieren. Von der Technologiestiftung STW werden sie nun mit jeweils rund einer halben Million Euro gefördert.

Ihre Projekte könnten auch für die Optimierung des Schienenverkehrs und der Stahlindustrie in Deutschland Vorbildcharakter haben.

Mariёlle Stoelinga und Tiedo Tinga von der University of Twente forschen zur Smart Industry beim Schienenverkehr und bei der vorausschauenden Instandhaltung in der Stahlindustrie. Damit gehören ihre Projekte zu den insgesamt sechs von der Technologiestiftung STW geförderten Forschungsvorhaben, die sich auf „das Umsetzen beispiellos intelligenter industrieller Prozesse konzentrieren“.

Mariёlle Stoelinga, Forscherin des Fachbereichs „Formal Methods and Tools“ der Fakultät „Electrical Engineering, Mathmatics and Computer Science“ (EWI), erhält 448.000 Euro für das Projekt „Sequoia: Intelligente Instandhaltungsoptimierung durch Big Data und Fehlerbaumanalyse (Sequoia: Smart maintenance optimization via big data & fault tree analysis). Ziel des Projektes ist es, mithilfe der Analyse großer Datenmengen den Zugverkehr zu optimieren. Zum Einsatz könnte es etwa bei der Reduzierung von Verzögerungen auf der Schiene kommen.

Zugverkehr optimieren

Stoelinga beabsichtigt, durch das Projekt einen besseren Zugriff auf Fehlerursachen zu ermöglichen. „Die Fehlerursachen können aufgrund verschiedener Faktoren auftreten. Dazu gehören beispielsweise schwere Güterzüge, zusätzliche Belastungen durch das Beschleunigen und Bremsen sowie Temperaturdifferenzen“, erläutert Stoelinga. Es stünden hierzu zahlreiche Daten zur Verfügung, unter anderem von ProRail. Durch die Analyse dieser Daten sei es möglich, die Situation für den Bahnverkehr zu verbessern.

Stoelinga arbeitet in diesem Projekt gemeinsam mit dem Fachbereich Database (Djoerd Hiemstra) der University of Twente zusammen. Auch Joost-Pieter Katoen, Prof. an der Universität Aachen und in Twente, ist beteiligt.

Vorausschauende Instandhaltung

Tiedo Tinga befasst sich in seinem Projekt mit der vorausschauenden Instandhaltung (Dynamic Based Maintenance). Hierbei fokussiert sich der Professor der University of Twente auf das mit 510.000 Euro geförderte STW-Projekt „SUPREME – Smart Sensoring and Predictive Maintenance in Steel Manufacturing“, also mit dem intelligenten Sensoring und der vorausschauenden Instandhaltung in der Stahlindustrie.

„Smart Industry“ erreicht neue Phase

Das Programm „Smart Industry“ der niederländischen Technologiestiftung STW erreicht nun eine neue Phase, indem sechs Forschungsvorhaben gefördert werden. Die Forschungen im Nachbarland knüpfen an die Schlüsselbranchen HTSM (Roadmap Smart Industry), ICT (Commit2Data-community) und Kreative Industrie (CLICK.NL) an. Das Gesamtbudget für Projekte unter den Dach von „Smart Industry“ beträgt rund 3,6 Millionen Euro.

Alf Buddenberg | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.utwente.nl/en/research/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics