Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit VR-Brillen in die reale Welt eintauchen

04.05.2016

1,22 Millionen für Forschungsprojekt »Immersive Digital Reality«

Vollständiges Eintauchen in virtuelle Welten erlauben Virtual Reality-Brillen ihren Benutzern. Diese rein computergraphisch generierten Inhalte wollen Prof. Marcus Magnor und sein Team vom Institut für Computergraphik der Technischen Universität Braunschweig nun gegen authentische Bilder austauschen. In den kommenden fünf Jahren erforschen und entwickeln sie die Technologie, um die natürliche Welt vollimmersiv erlebbar zu machen. Als innovatives Forschungsvorhaben wird es als Reinhart Koselleck-Projekt mit einer Summe von 1,22 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

An den Schnittstellen von Video-Bildverarbeitung, Computergraphik, Computer Vision und Wahrnehmungspsychologie arbeiten Prof. Marcus Magnor und sein Team zukünftig am Forschungsprojekt „Immersive Digital Reality“. Immersiv, so nennen die Expertinnen und Experten für Computergraphik den Effekt, den Betrachter mit VR-Brillen erleben können: Die reale Umwelt wird wenig bis gar nicht mehr wahrgenommen, so dass sich der Betrachter mit der virtuellen Welt identifiziert, bis er im übertragenden Sinne komplett in sie eintaucht.

„Mit der kommerziellen Marktreife von VR-Brillen stellt sich die neue Herausforderung: Kann man jenseits der rein computergraphisch generierten, virtuellen Inhalte auch Aufnahmen unserer natürlichen Welt authentisch immersiv erleben?“, so der Leiter des Instituts für Computergraphik. Ziel des neuen Forschungsprojektes ist es daher, beliebige natürliche dynamische Szenen umfassend aufzunehmen, zu verarbeiten, digital zu repräsentieren und wieder photorealistisch darzustellen, um sie allein oder mit mehreren Personen gemeinsam immersiv erleben zu können. „Wir entwickeln Grundlagen für ein völlig neuartiges Filmerleben“, fasst Prof. Magnor zusammen, „bei dem wir nicht mehr von außen durch ein begrenztes Bildschirmfenster auf die Szene blicken, sondern bei dem wir gemeinsam mit anderen mitten im Geschehen stehen – und zwar an realen Orten.“

Kontakt

Prof. Marcus A. Magnor
Institut für Computergraphik
Technische Universität Braunschweig
Mühlenpfordtstraße 23
38106 Braunschweig
Tel.: 0531/391-2102
E-Mail: magnor@cg.cs.tu-bs.de
graphics.tu-bs.de

Weitere Informationen:

http://blogs.tu-braunschweig.de/presseinformationen/?p=10246
http://graphics.tu-bs.de/projects/immersive-digital-reality
http://www.dfg.de/foerderung/programme/einzelfoerderung/reinhart_koselleck_proje...

Stephan Nachtigall | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

nachricht Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb
14.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics