Mit Kopf, Arm oder Bein: Studierende steuern Rennauto in Computerspiel

Elektrotechnik-Studierende aus vier Ländern Europas treten an der Frankfurt University of Applied Sciences in einem Wettkampf unter dem Motto „Active Games“ gegeneinander an.

Die Viererteams setzen sich aus je einer Teilnehmerin oder einem Teilnehmer der Länder Finnland, Großbritannien, Lettland und Deutschland zusammen. Drei Wochen lang arbeiten sie daran, mit am Körper oder an der Kleidung angebrachten Sensoren ein Rennauto in einem Computerspiel zu steuern.

Über die Körperbewegung werden Daten generiert, die mittels eines Mikrocontrollers an den Computer gesendet werden. Die Studierenden schreiben selbst ein Programm, so dass am Ende die Körperbewegung – wahlweise mit Arm, Bein oder Kopf – den früher genutzten „Joystick“ ersetzt.

Auf diese Weise lernen die Studierenden, in der Praxis mit verschiedenen Microcomputer-Plattformen zu arbeiten sowie Sensorapplikationen zu erstellen und anzuwenden. Am 22. August 2014 setzen die Teams zum Abschluss ihre selbst programmierten Mikrocontroller im Computerspiel gegeneinander ein und testen somit deren Funktionalität.

„Durch dieses Sommerprogramm füllen wir die Lehrinhalte mit Leben. Die Studierenden erhalten dabei Einblick in Ingenieurstätigkeiten ihrer späteren Arbeitsumgebung: Sie arbeiten in internationalen Teams und lernen neben den fachlichen Inhalten und der englischen Sprache auch, in Stresssituationen Projekte zu bewältigen, denn drei Wochen sind knapp bemessen für diese Aufgabe. Gleichzeitig macht die Arbeit großen Spaß, da viele der Studierenden auch in ihrer Freizeit ‚Games‘ am Computer spielen“, erläutert Prof. Dr. Manfred Jungke vom Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt University of Applied Sciences die Idee hinter dem Sommerprogramm, das erstmals vor fünf Jahren aus persönlichen Kontakten zwischen den beteiligten Hochschulen entstand.

Die Europäische Union fördert die Teilnahme von je zehn Studierenden aus Finnland (Helsinki Metropolia UAS), Großbritannien (Coventry University), Litauen (Gedeminas University, Vilnius) und Deutschland (Frankfurt University of Applied Sciences) an der dreiwöchigen Blockveranstaltung (3.-23. August 2014).

Behandelt werden die Bereiche Microcomputertechnik, Embedded Systems und Sensorik in interdisziplinären Anwendungen. Die Studierenden besuchen vormittags Blocklehrveranstaltungen zur Digitalen Signalverarbeitung, Sensorik oder Microcomputertechnik, nachmittags arbeiten sie in ihren Teams im Labor.

Dort realisieren sie die Ansteuerung der jeweiligen Spiele-Umgebung nach eigenen, in der Gruppe erarbeiteten Ideen. An jedem Freitag in den drei Wochen finden Wettkämpfe aller Teams zu einer bestimmten Aufgabenstellung statt.

Insgesamt erwerben die Studierenden zehn Creditpoints, die sie an ihrer Hochschule anerkennen lassen können. An der Frankfurt University of Applied Sciences werden durch das Sommerprogramm die Lehrveranstaltungen „Embedded Systems“ sowie „Interkulturelle Kommunikation“ abgedeckt.

Zusätzlich erhalten alle Teilnehmenden eine Bescheinigung über das Projekt und die erzielte Bewertung. Begleitet werden sie von Lehrenden, Labor-Ingenieur(inn)en und Tutor(inn)en ihrer Heimathochschule.

Weitere Infos zu „Active Games“ und der Stundenplan finden sich unter: http://activegames.eu

Mehr zum Studiengang „Elektrotechnik und Kommunikationstechnik“: http://www.frankfurt-university.de/fachbereiche/fb2/studiengaengefb2/studiengangscluster_elektrotechn/elektrotechnik_und_kommunikationstechnik.html

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Manfred Jungke, E-Mail: jungke@fb2.fh-frankfurt.de

Gerne können Sie als Medienvertreter(in) dem Sommerprogramm „Active Games“ einen Besuch abstatten.

Über eine Anmeldung bei der Hochschul-Pressestelle unter pressestelle@fh-frankfurt.de
würden wir uns freuen.

Termin: wochentags, 9 bis 17 Uhr; Finaler Wettkampf: Freitag, 22. August 2014, 13.15 bis 16.30 Uhr

Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Campus Nibelungenplatz/Kleiststraße

http://activegames.eu

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Nicola Veith idw - Informationsdienst Wissenschaft

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