Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie erhält die Leibniz-Medaille 2013 der BBAW

22.05.2013
Mit der Verleihung der Leibniz-Medaille würdigt die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) die Leistung des gesamten Kuratoriums des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) und dessen besonderes Engagement in der Förderung der Wissenschaften.

Die Leibniz-Medaille wird im Rahmen des Leibniztages am 15. Juni 2013 verliehen. Sie wird durch den Vorsitzenden des Kuratoriums, Andreas Kreimeyer, und durch den stellvertretenden Vorsitzenden, François Diederich, entgegengenommen. Zu den Preisträgern 2013 gehören neben dem Fonds der Chemischen Industrie (FCI) auch Alois M. Schader (PM 05/2013) und Paul Raabe (PM 02/2013).

Der Fonds der Chemischen Industrie ist eine Institution zur Förderung der chemischen Grundlagenforschung sowie der Nachwuchsförderung in der Chemie, die national und international einzigartig ist. Die Förderung erstreckt sich von der Chemieausbildung über die Breitenförderung an Schulen bis hin zur Spitzenforschung an Hochschulen. Darüber hinaus steht die Nachwuchsförderung im Zentrum des FCI.

Bemerkenswert ist, dass seine Förderung allein auf dem Leistungsprinzip basiert und kein Einfluss auf Forschungsthemen genommen wird. So ist sein Wirken ein hervorragendes Beispiel für Public Private Partnership zwischen Industrieforschung und akademischer Wissenschaft. Der Erfolg des Fonds hängt entscheidend vom hohen persönlichen Einsatz der in den Gremien tätigen Personen aus Industrie und Wissenschaft ab.

Seit seiner Gründung im Jahr 1950 agiert der Fonds als Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. Die besondere Bewährungsprobe der Wiedervereinigung konnte der FCI vor allem durch die außergewöhnliche Einsatzbereitschaft der Kuratoriumsmitglieder und der Mitarbeiter bestehen. Mit den Vorbereitungen einer Forschungsbeihilfe für ostdeutsche Lehrende wurde sofort nach dem Mauerfall begonnen und bereits im August 1990 konnten die ersten 200 Bewilligungsschreiben über 1,5 Millionen DM an fast 200 Hochschullehrer versendet werden.

Im Zuge seiner engagierten Nachwuchsförderung vergibt der FCI seit 1965 zahlreiche Stipendien, um den besten Nachwuchs im Bereich der Chemie zu fördern. Darunter das Liebig-Stipendium für den Hochschullehrernachwuchs sowie Stipendien für Doktoranden und Lehramtsstudenten. Im Jahr 2012 flossen allein 7,4 Millionen Euro in die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und Stipendien.

Auf besondere Weise fördert der Fonds die Gemeinschaft der Forschenden und Lehrenden im akademischen Bereich. Auf Anstoß des Kuratoriums entstanden die „Steinheimer Gespräche“. Diese mehrtägige Veranstaltung berichtet über aktuelle Themen aus Wissenschaft und Industrie und bietet Raum für Vorträge über wissenschaftskulturelle und -politische Fragen. Unter den Teilnehmern sind Vertreter aus Industrie und Wissenschaft, Stipendiaten und angehende Hochschullehrer. Die Veranstaltung bringt den Nachwuchs aus allen Bereichen der Chemie zusammen und ist Grundlage für viele erfolgreiche Kooperationen.

Im Kuratorium sind Forschungsvorstände großer Chemie-Unternehmen und führende Hochschulchemiker vereint. Das Kuratorium ist das Entscheidungsgremium des Fonds, das in bestimmtem Fragen vom Forschungsbeirat unterstützt wird. Diese gelebte Gemeinschaft von Forschenden und Lehrenden aus dem akademischen und industriellen Bereich spiegelt sich auch in der Wahl des Vorsitzenden Andreas Kreimeyer und seines Stellvertreters François Diederich wieder.
Andreas Kreimeyer ist seit 2003 Mitglied im Vorstand der BASF SE. Dort ist er derzeit für die Bereiche Crop Protection und Coatings, die Region Südamerika, Biological & Effect Systems Research, BASF Plant Science sowie die BASF New Business verantwortlich. Darüber hinaus ist er Sprecher der Forschung. François Diederich, der auch Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist, ist seit 1992 ordentlicher Professor für Organische Chemie am Laboratorium für Organische Chemie der ETH Zürich.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften verleiht die Leibniz-Medaille an Einzelpersönlichkeiten bzw. Arbeitsgruppen als Anerkennung für Verdienste um die Förderung der Wissenschaften. Die Medaille kann jährlich verliehen werden, bislang erhielten sie 2012 Friede Springer (Berlin), 2011 Fotis C. Kafatos (London) und Ernst-Ludwig Winnacker (Strasbourg), 2010 Klaus Tschira (Heidelberg), 2009 Manfred Erhardt, Senator a. D. (Berlin), 2008 Klaus J. Jacobs (Zürich), 2007 Hans Joachim Meyer (Bonn/Berlin), 2006 Arend Oetker (Essen/Berlin), 2005 Heinrich Meier (München), 2004 Hasso Plattner (Walldorf), 2003 Wolf Lepenies (Berlin), 2002 Jan Philipp Reemtsma (Hamburg), 2001 Reimar Lüst (Hamburg), 2000 Berthold Beitz (Essen), 1999 Hartmut Rahn (Remagen), 1998 Heinrich Pfeiffer (Bonn).
Pressekontakt:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leitung Referat Information und Kommunikation
Gisela Lerch
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, Tel. 030/20370-657, Fax: 030/20370-366
E-Mail: lerch@bbaw.de

Gisela Lerch | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbaw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics