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Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

05.07.2013
Siemens übergibt Gasturbinen-Modell an Universität Stuttgart

Die Universität Stuttgart erhält von Siemens ein Schnittmodell der Siemens Gasturbine des Typs SGT5-8000H. Im Original hält diese Gasturbine im Betrieb in einem Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk seit rund zwei Jahren den Weltrekord im Wirkungsgrad mit 60,75 Prozent.


Gasturbinen-Modell
Siemens

Im Maßstab 1:10 dient das Modell der größten und leistungsstärksten Gasturbine von Siemens fortan Studierenden und Lehrkräften in den Fakultäten Energie-, Verfahrens- und Biotechnik (Fakultät 4) sowie Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie (Fakultät 6) an der Universität Stuttgart als praktisches Anschauungsobjekt.

Die Übergabe des Modells der Gasturbine der Siemens AG an die Universität Stuttgart fand am 5. Juli 2013 im Rahmen einer Feierstunde in einem Hörsaal am Campus Stuttgart-Vaihingen statt. Nach einer Begrüßung durch Prof. Siegfried Schmauder, Kommisarischer Leiter des Instituts für Thermische Strömungsmaschinen und Maschinenlaboratorium (ITSM), und Grußworten der Fakultätsvertreter Prof. Günter Scheffknecht sowie Prof. Stephan Staudacher übergab Dr. Wolfgang Konrad, Siemens AG, Energy Sector, das Gasturbinenmodell. Im Anschluss hielt Konrad vor Studierenden und Lehrkräften einen Gastvortrag über Entwicklungstrends bei modernen Gasturbinen.

„Wir sehen für alle Beteiligte einen großen Mehrwert darin, Forschung, Lehre und Industrie enger miteinander zu verzahnen. Deshalb will Siemens konsequent den Austausch mit Universitäten und den Studierenden fördern“, so Dr. Wolfang Konrad. Die Spende ist Teil einer umfassenden Kooperation zwischen dem Siemens-Unternehmensbereich Fossil Power Generation und der Universität Stuttgart. So besteht beispielsweise eine langjährige intensive Zusammenarbeit zwischen Siemens und dem Institut für Thermische Strömungsmaschinen und Maschinenlaboratorium (ITSM) sowie dem Institut für Thermodynamik in der Luft- und Raumfahrt (ITLR). Zudem unterstützt das Unternehmen die Universität durch Lehrmaterialien, Exponate, Fachvorträge, Seminare, Werksexkursionen und Stipendien.

„Gerade im Kraftwerksbereich ist es wichtig, den Studierenden die komplexe Technik anschaulich nahezubringen. Dazu ist dieses Gasturbinen-Modell hervorragend geeignet“, freute sich Prof. Günter Scheffknecht, Studiendekan des Masterstudiengangs Energietechnik.

Deutschlandweit sind insgesamt acht Universitäten, die entsprechende Studiengänge und Spezialisierungen anbieten, für eine solche Kooperation ausgewählt worden. Für jede Universität wurde bei Siemens eigens ein University Liaison Manager ernannt. Dieser ist der zentrale Siemens-Ansprechpartner für Studierende und Lehrende der Universität. Er pflegt den Kontakt, hält selbst Vorlesungen, identifiziert Bedürfnisse an den Instituten und beschafft Unterrichts- und Anschauungsmaterial.

Das der Universität Stuttgart übergebene Gasturbinen-Modell ist teilweise aufgeschnitten, so dass Aufbau und Beschaufelung der Gasturbine erkennbar sind. Es hat die Abmaße 1,5m (Länge) x 0,8m (Breite) x 1,47m (Höhe) und wiegt rund 100 Kilogramm. Trotzdem ist das Exponat beweglich und kann innerhalb der Lehrstühle ausgetauscht werden. Pro Modell belaufen sich die Kosten auf rund 62.000€, da es sich um Einzelanfertigungen handelt.

Weitere Informationen:
Christian Wilson, Siemens AG, Media Relations,
Tel.:+49 9131 18-4974, E-Mail: christian_stuart.wilson (at) siemens.com
Dr. Hans-Herwig Geyer, Universität Stuttgart, Hochschulkommunikation,
Tel. 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig,geyer (at) hkom.uni-stuttgart.de
Die Universität Stuttgart pflegt ein interdisziplinäres Profil mit Schwerpunkten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Gegründet 1829, hat sich die frühere Technische Hochschule zu einer weltweit nachgefragten Ausbildungs- und Forschungsstätte mit heute 24.600 Studierenden und 5.000 Mitarbeitern entwickelt. Ihre herausragende Stellung spiegelt sich unter anderem in dem Exzellenzcluster „Simulation Technology“ (SimTech) und der Graduiertenschule „Advanced Manufacturing Engineering“ (GSaME) sowie in zahlreichen Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprojekten und Graduiertenkollegs. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche Modellierung und Simulationstechnologien, Neue Materialien, Komplexe Systeme und Kommunikation, Technologiekonzepte und Technologiebewertung, Nachhaltige Energieversorgung und Umwelt, Mobilität, Integrierte Produkt- und Produktionsgestaltung sowie die Gestaltung und Technologie nachhaltiger Lebensräume. Dahinter steht die Vision, den gesamten Produktentstehungs- und Produktlebenszyklus umfassend zu erforschen. Hierzu gehören auch die ingenieurtechnische Realisierung sowie die Bewertung der Nachhaltigkeit technischer Innovationen.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie, Energie sowie im Gesundheitssektor tätig und liefert Infrastrukturlösungen, insbesondere für Städte und urbane Ballungsräume. Siemens steht seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf grüne Pro-dukte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2012 endete, auf fortgeführter Basis einen Umsatz von 78,3 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,2 Milliarden Euro. Ende September 2012 hatte das Unternehmen auf dieser fortgeführten Basis weltweit rund 370.000 Beschäftigte.

Andrea Mayer-Grenu | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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