Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konstruktionswettbewerb: Clausthaler Studierende bestehen Praxistest

10.02.2010
Studierende an der TU Clausthal sind ideenreich und werden praxisnah ausgebildet. Dies hat der Konstruktionswettbewerb bestätigt, den das Institut für Maschinenwesen mit dem Landmaschinenkonzern Claas, einem Markt- und Technologieführer in der Erntetechnik, durchgeführt hat.

"Die Arbeiten und Herangehensweisen der angehenden Ingenieure haben mich positiv überrascht", sagte Michael Voß. Der führende Konstrukteur im Bereich Achsenentwicklung bei Claas hatte die als Wettbewerb aufgezogene einsemestrige Veranstaltung (Konstruktionslehre) seitens des Unternehmens mitbetreut.

Inspiriert durch die Besichtigung eines Claas-Werks waren 40 Studierende, größtenteils aus dem Fach Maschinenbau, aufgerufen, in elf Gruppen intensiv einer Frage nachzugehen: Wie lässt sich die nachteilige Bodenverdichtung aufgrund des Fahrzeugsgewichts vermindern? Dahinter verbirgt sich ein kniffliges Problem: Ist ein Mähdrescher auf dem Feld unterwegs, sollte der Reifendruck möglichst gering sein, damit die Räder des schweren Fahrzeugs keine tiefen Furchen in den Boden ziehen. Rollt der Mähdrescher hingegen über die Straße, ist ein ausgeprägter Reifendruck vonnöten, um eine möglichst hohe Fahrstabilität zu gewährleisten. Für dieses Dilemma präsentierten die Studierenden Lösungsansätze.

Dabei überzeugten Malte Jaschke, Martin König, Malte Maatz und Friederike Graß sowohl die Clausthaler Dozenten als auch den Konstrukteur aus der Industrie. Ihr Konzept einer neuartigen Reifentechnologie unter Verwendung innovativer Werkstoffe landete auf Platz eins. Das Quartett wird nun nach Harsewinkel (Nordrhein-Westfalen) eingeladen, dem Hauptsitz der Firma Claas, um die Innovation dort zu präsentieren. "Vielleicht können wir unsere Idee bald zum Patent anmelden", hoffen die kreativen Hochschüler.

Ihren ersten Rang muss sich die Gruppe allerdings mit einem weiteren Team teilen. Auch Vanessa Willeke, Katrin Hornitschek, Eike Blechschmidt und Christian-Henrik Walter können darauf hoffen, in der Zentrale des Landmaschinenherstellers groß herauszukommen. Ihr gedanklicher Ansatz: "Wir wollen die immer größer und schwerer werdenden Mähdrescher einfach wieder leichter machen, dann dringen sie nicht mehr so tief in den Boden ein", erläuterte Walter. Und wie soll das gehen? "Indem man beispielsweise den Dreschvorgang und die dazugehörige Technik aus dem Fahrzeug herauslässt. Das Dreschen wird einfach auf den Hof verlagert."

Ein mutiges Konzept, meinte auch Professor Armin Lohrengel. Der Leiter des Instituts für Maschinenwesen betonte zugleich, dass es nicht nur darauf ankommt, einen guten Einfall oder eine funktionierende Gleichung zu haben. "Wer heutzutage überzeugen will, der muss seine Konzeption auch entsprechend präsentieren." Grundsätzlich lobte Lohrengel die Art der Veranstaltung, bei der jede studentische Gruppe einen wissenschaftlichen Mitarbeiter als Betreuer bekommt. "Dieser Wettbewerb ist sehr aufwendig, aber er hat viel vom wahren Leben, zum Beispiel die Industrienähe oder den Konkurrenzgedanken."

Christian Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-clausthal.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

nachricht Sensorschleuse Argus von dormakaba mit ICONIC Award 2019 ausgezeichnet
15.10.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

16.10.2019 | Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Dehnbare Elektronik: Neues Verfahren vereinfacht Herstellung funktionaler Prototypen

17.10.2019 | Materialwissenschaften

Lumineszierende Gläser als Basis neuer Leuchtstoffe zur Optimierung von LED

17.10.2019 | Physik Astronomie

Dank Hochfrequenz wird Kommunikation ins All möglich

17.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics