Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Investitionen in Europäische Bildungspolitik

03.08.2012
ERC Starting Grant für Konstanzer Politikwissenschaftler

Prof. Dr. Marius Busemeyer, Politikwissenschaftler an der Universität Konstanz, wurde für sein Projekt „Investing in Education in Europe: Attitudes, Politics and Policies“ (INVEDUC) eine Förderung mit einem ERC Starting Grant in Höhe von 1,5 Millionen Euro zugesprochen.

Marius Busemeyer wird im Rahmen des geförderten Projekts analysieren, welche Art von Bildungspolitik Bürgerinnen und Bürger in Europa bevorzugen. Zu diesem Zweck wird in acht ausgewählten europäischen Ländern eine groß angelegte Meinungsumfrage durchgeführt, welche die Präferenzen der Bürger hinsichtlich der Höhe von Bildungsausgaben, der Verteilung auf unterschiedliche Bildungsbereiche und der Steuerung von Bildungssystemen erheben wird.

In der zweiten Projektphase steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern Bürgerinnen und Bürger ihre eigenen Ansichten in der Politik verwirklichen können. „Wir werden ganz konkret fragen, ob die Wünsche der Bürger für politische Akteure überhaupt eine Rolle spielen oder doch organisierte Interessen dominieren. Dabei werden wir natürlich auch untersuchen, ob es Unterschiede in der Verarbeitung der Präferenzen je nach Land oder Bildungssektor gibt“, erläutert Busemeyer sein Forschungsvorhaben. Er geht davon aus, dass das Projekt das Verständnis über die Zusammenhänge zwischen Bildungs- und Sozialpolitik sowie über den Einfluss von Wählerpräferenzen im politischen Prozess erweitern wird.

Marius Busemeyer ist seit 2011 Professor für Politikwissenschaft insbesondere Policy-Analyse und Politische Theorie an der Universität Konstanz. Er ist seit 2010 auch Leiter einer Emmy-Noether-Gruppe zu dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „The Politics of Education and Training Reforms in Western Welfare States“, das sich mit Berufs- und Hochschulbildungssystemen im internationalen Vergleich beschäftigt. Busemeyer studierte Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg, an welcher er im Jahr 2006 promoviert wurde. Von 2003 bis 2005 war er McCloy Fellow der Studienstiftung des Deutschen Volkes und konnte im Rahmen dieses Fellowships an der Harvard Kennedy School, USA, studieren. Von Oktober 2009 bis März 2010 war Marius Busemeyer Post-Doc am Center for European Studies der Harvard University. 2010 wurde ihm von der Universität Köln die Venia Legendi für das Fach Politikwissenschaft verliehen.

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council – ERC) ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagenorientierter Forschung. ERC Starting Grants sollen die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Geförderten unterstützen. Sie können für bis zu fünf Jahre beantragt werden und beinhalten ein maximales Projektbudget von bis zu 1,5 Millionen Euro. Geförderte Forschungsprojekte müssen in einem Mitglied-Staat der Europäischen Union (EU) oder assoziierten Staat durchgeführt werden.

Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: 07531 / 88-3603
E-Mail: kum@uni-konstanz.de
Prof. Dr. Marius Busemeyer
Universität Konstanz
Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft
Telefon: 07531 / 88-2860
E-Mail: Marius.Busemeyer@uni-konstanz.de

Julia Wandt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-konstanz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht German Innovation Award für Rittal VX25 Schaltschranksystem
14.06.2019 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Anwendungsorientierte Kryokonservierung zur regenerativen Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
14.06.2019 | Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Automatisiertes Fahren

17.06.2019 | Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Weizensorten bewähren sich auch unter widrigen Anbaubedingungen

17.06.2019 | Agrar- Forstwissenschaften

Inventur in der Synapse

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Zellbiologie - Qualitätskontrolle für Mitochondrien

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics