Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interaktive Silikonkugel ichó gewinnt den Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre

06.12.2017

Ausgezeichnet wurden drei junge Gründer für die Entwicklung eines technikgestützten Therapieballs, der auf äußere Einflüsse reagiert

Unter dem Motto „Digitale Helfer im Alter“ wurde an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) der Preis für Gesundheitsvisionäre verliehen. Das Startup ichó konnte sich mit seinem interaktiven Therapieball im Pitch-Contest erfolgreich gegen sieben weitere Teams durchsetzen. Den zweiten Platz belegte CARU aus der Schweiz mit einem intelligenten Alarmsystem und der dritte Platz wurde an die Varomo UG mit dem Robotertisch CARECULES verliehen.


Der Ball ichó wird auch von den Gästen genau inspiziert

UW/H

Acht innovative Startups präsentierten ihre Ideen beim Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre zum Thema „Digitale Helfer im Alter“ an der Universität Witten/Herdecke vor einer Jury aus Gesundheitsforschung und Wirtschaft. Vizepräsident Prof. Dr. Jan Ehlers beglückwünschte in seiner Rede die Finalisten zu ihren Produkten, in denen viel Herzblut stecke.

Und tatsächlich war es für die Mitglieder der Jury (Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Stephan Kohorst, Prof. Christel Bienstein, Dr. Hari Sven Krishnan, Ronja Kanitz, Frank Wiemer) eine schwierige Entscheidungsaufgabe.

„Auch in diesem Jahr haben wir vielversprechende digitale Produktentwicklungen an die UW/H geholt“, sagt Stephan Kohorst, Unternehmer und im Vorstand des Kuratoriums der Universität. „Spannende Ideen und Persönlichkeiten“, bestätigt Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, die Initiatorin und wissenschaftliche Leiterin des Wettbewerbs, „wir zeigen, dass ein selbstbestimmtes Leben und gute Versorgung im Alter durch innovative digitale Lösungen gefördert werden können“. Nach einem knapp vierstündigen Wettbewerb standen die Gewinner fest:

Den ersten Platz und damit 7.000 Euro Preisgeld sicherte sich das Team von ichó aus Düsseldorf mit einem technikgestützten Therapieball, der Pflegebedürftige durch interaktive Licht-, Bewegungs- und Klangimpulse in ihren motorischen und kognitiven Fähigkeiten beschäftigen und fördern kann. Während Tablets mit interaktiven Anwendungen bei der Zielgruppe der Pflegebedürftigen teilweise auf Ablehnung stoßen, wird die bekannte Form eines Balls gern akzeptiert und spielerisch genutzt.

Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 2.000 Euro wurde CARU ausgezeichnet. Das Team aus der Schweiz entwickelt ein intelligentes Alarmsystem, das Normalverhalten lernt, auf Schlüsselwörter wie „Hilfe“, aber auch auf Inaktivität reagiert und eine Vertrauensperson oder den Notruf einschaltet. So eröffnet das Gerät neue Perspektiven von Sicherheit und Selbstbestimmung in den eigenen vier Wänden.

CARECULES, ein Robotertisch, der Menschen mit Handycap beim Transport im Alltag unterstützt, ergatterte den dritten Platz und ein Preisgeld von 1.000 Euro. Das Startup aus Sindelfingen entlastet Pflegepersonal und bietet bewegungseingeschränkten Menschen die Chance, sich voll und ganz auf ihren Körper zu konzentrieren – während der Robotertisch ihnen durch die Wohnung Arzneimittel, Brille, Zeitschriften usw. selbständig hinterhertransportiert.

Im Anschluss an die Preisverleihung nutzten Startups, Jurymitglieder sowie die anwesenden Experten und Studierenden die Networking-Veranstaltung bis in die späten Abendstunden zum Austausch von Ideen, Meinungen und Feedback.

Auch das studentische Organisationsteam um Alexander Gegner, Lena Auner, Benedikt Schladitz, Magnus Prütt und Sören Schulz zeigte sich mit dem Ablauf der Veranstaltung äußerst zufrieden: „Wir wollten mit dem Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre 2017 eben nicht nur eine Preisverleihung für die besten Ideen, sondern auch eine Plattform für den Austausch zwischen allen Anwesenden schaffen. Der Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre ist inzwischen als feste Größe der deutschen Startup Events etabliert“, so Alexander Gegner, Teamleiter der diesjährigen Preisverleihung.

Weitere Informationen: Alexander Gegner (alexander.gegner@uni-wh.de )

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

  www.uni-wh.de/ #UniWH / @UniWH

Jan Vestweber | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Der bundesweite Bewerbungsprozess für den Corporate Health Award 2020 startet ab sofort
02.04.2020 | Corporate Health Initiative

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Technologien für Satelliten

Er kommt ohne Verkabelung aus und seine tragende Struktur ist gleichzeitig ein Akku: An einem derart raffiniert gebauten Kleinsatelliten arbeiten Forschungsteams aus Braunschweig und Würzburg. Für 2023 ist das Testen des Kleinsatelliten im Orbit geplant.

Manche Satelliten sind nur wenig größer als eine Milchtüte. Dieser Bautypus soll jetzt eine weiter vereinfachte Architektur bekommen und dadurch noch leichter...

Im Focus: The human body as an electrical conductor, a new method of wireless power transfer

Published by Marc Tudela, Laura Becerra-Fajardo, Aracelys García-Moreno, Jesus Minguillon and Antoni Ivorra, in Access, the journal of the Institute of Electrical and Electronics Engineers

The project Electronic AXONs: wireless microstimulators based on electronic rectification of epidermically applied currents (eAXON, 2017-2022), funded by a...

Im Focus: Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

Vor ziemlich genau einem Jahr ist das Belle II-Experiment angelaufen. Jetzt veröffentlicht das renommierte Journal Physical Review Letters die ersten Resultate des Detektors. Die Arbeit befasst sich mit einem neuen Teilchen im Zusammenhang mit der Dunklen Materie, die nach heutigem Kenntnisstand etwa 25 Prozent des Universums ausmacht.

Seit etwa einem Jahr nimmt das Belle II-Experiment Daten für physikalische Messungen. Sowohl der Elektron-Positron-Beschleuniger SuperKEKB als auch der...

Im Focus: Belle II yields the first results: In search of the Z′ boson

The Belle II experiment has been collecting data from physical measurements for about one year. After several years of rebuilding work, both the SuperKEKB electron–positron accelerator and the Belle II detector have been improved compared with their predecessors in order to achieve a 40-fold higher data rate.

Scientists at 12 institutes in Germany are involved in constructing and operating the detector, developing evaluation algorithms, and analyzing the data.

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Frühjahrsputz auf der Nanoskala

08.04.2020 | Materialwissenschaften

Neutronenforschung: Magnetische Monopole in Kagome-Spin-Eis-Systemen nachgewiesen

08.04.2020 | Physik Astronomie

Minimalinvasiver Eingriff senkt den Blutdruck

08.04.2020 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics