Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Werkstoffe erforschen

18.11.2019

Ab 2020 fördert die Carl-Zeiss-Stiftung Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten intelligenter Werkstoffe in elf Projektteams. 28,5 Millionen Euro fließen dafür in die Forschungsprojekte an fünf Universitäten und sechs Hochschulen. In der Förderlinie Durchbrüche erhalten die Universitäten eine Förderung in Höhe von je 4,5 Millionen Euro, in der Förderlinie Transfer gehen jeweils eine Million Euro an jede Hochschule. Das Spektrum reicht von intelligenten Verpackungen bis hin zur Züchtung von künstlichem Gewebe.

Wenn Werkstoffe intelligent agieren werden die Grenzen der Technik neu definiert. Längst verändert diese Entwicklung nicht mehr nur die Materialwissenschaften, sondern die Industrie selbst. Als intelligente Werkstoffe bezeichnet man Materialien, die künstlich entwickelt wurden, um selbstständig auf sich verändernde Umgebungsbedingungen zu reagieren, beispielsweise auf Temperaturschwankungen, chemische Beeinflussung oder mechanische Belastung.


„Mit der Förderung von Projekten im Bereich der intelligenten Werkstoffe, adressiert die Carl-Zeiss-Stiftung ein wichtiges Zukunftsthema“, erklärt Ministerin Theresia Bauer, Vorsitzende der Stiftungsverwaltung.

Durchbrüche in Karlsruhe, Freiburg, Weimar, Ilmenau und Jena

Die Förderlinie Durchbrüche soll die Forschungsstärke an Universitäten mit einem
(inter-)nationalen Renommee im zu fördernden Bereich weiter ausbauen. Forschungsprojekte zu intelligenten Werkstoffen werden ab 2020 am Karlsruher Institut für Technologie, an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der technischen Universität Ilmenau gefördert.

Jedes Projekt erhält bis zu 4,5 Millionen Euro über einen Förderzeitraum von bis zu sechs Jahren. „Wir sind überzeigt, dass diese fünf Projekte das Potential haben, tatsächlich wissenschaftliche Durchbrüche in den Materialwissenschaften zu erzielen“, so Bauer.

Transferförderung in Kaiserslautern, Trier, Jena, Heilbronn, Aalen und
Albstadt-Sigmaringen

Forschungsprojekten zu intelligenten Werkstoffen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fördert die Stiftung mit jeweils einer Million Euro an den Hochschulen Kaiserslautern, Trier, der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena, sowie den Hochschulen Aalen und Albstadt-Sigmaringen. Bis zu einer Million Euro werden pro Projekt gefördert, der Förderzeitraum beträgt bis zu drei Jahre.

„Unsere Hochschulen stehen für angewandte Forschung und den Transfer in die Gesellschaft. Mit diesen Projekten können nicht nur neue Erkenntnisse über Intelligente Werkstoffe erzielt, sondern ein unmittelbarer Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft erzielt werden,“ ist sich die Vorsitzende der Stiftungsverwaltung sicher. Mit der Förderlinie Transfer will die Carl-Zeiss-Stiftung die Anwendung der Wissenschaft in konkreten Projekten fördern und richtet sich damit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Fachhochschulen.

Perspektiven aktuell ausgeschrieben

Zu den „Intelligenten Werkstoffen“ ist aktuell die Linie Perspektiven ausgeschrieben. Sie möchte Potentiale in zukunftsträchtigen Forschungsfeldern erschließen. Die Fördersumme beträgt bis zu zwei Millionen Euro pro Projekt über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren.

Weitere Informationen:

https://www.carl-zeiss-stiftung.de/german/foerdertaetigkeit/unsere-programme/dur... Informationen zu den Förderprojekten der Linie Durchbrüche
https://www.carl-zeiss-stiftung.de/german/foerdertaetigkeit/unsere-programme/tra... Informationen zu den Förderprojekten der Linie Transfer
https://www.carl-zeiss-stiftung.de/german/service/aktuelle-ausschreibungen.html Informationen zur aktuellen Ausschreibung in der Linie Perspektiven

Vanessa Marquardt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht German Design Award 2020 für Sensorschleuse Argus von dormakaba
09.12.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Höchster deutscher Forschungspreis geht nach Freiburg
05.12.2019 | Universitätsklinikum Freiburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vulkan „F“ ist der Ursprung der schwimmenden Steine

09.12.2019 | Geowissenschaften

Magnetschwebetrennung in der Drogenfahndung - Analyse illegaler Substanzen in Pulver durch magnetische Levitation

09.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Luftverschmutzung: IASS legt erstes Emissionsinventar für Nepal vor

09.12.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics