Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreis für Dr. Torsten Rahne (HNO) unterstreicht Kompetenz im Bereich des Hörens

08.10.2010
Dr. rer. nat. Torsten Rahne hat den Innovationspreis für Audiologie und Neurootologie der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen (ADANO) der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNO) gewonnen.

Der Preis wurde dem an der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie des Universitätsklinikums Halle (Saale) tätigen Physiker im Rahmen der Herbsttagung der Gesellschaft in Zürich (Schweiz) verliehen.

Dr. Rahne konnte sich mit seiner Arbeit zur Beeinflussung objektbildender Leistungen des Hörsinns durch multimodale Interaktion in einer großen Anzahl hochrangiger Kandidaten durchsetzen.

Eines der innovativen Ergebnisse dieser Arbeit ist, dass erstmals messbar gezeigt wurde, dass visuelle Informationen die akustische Wahrnehmung verändern können.

Somit werden Grundlagen für die Entwicklung von effektiven Lern- und Kommunikationshilfen gelegt. Auch die Signalverarbeitung von Hörgeräten und -hochmodernen elektronischen Hörimplantaten kann durch die Ergebnisse weiterentwickelt und optimiert werden.

Der Innovationspreis für Audiologie und Neurootologie der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen (ADANO) wird an Forscher verliehen, die durch ihre Arbeiten zum Verständnis der Pathogenese, zur Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten oder zur Entwicklung von Therapieverfahren von Erkrankungen des Hör- und Gleichgewichtssystems beigetragen haben und ihre Arbeit in renommierten internationalen Journalen publiziert haben.

Der Preis ist mit 1750 Euro dotiert und wurde bisher an bedeutende, international tätige Forscher verliehen. Ein früherer Preisträger ist der seit 1. Juli 2010 als neuer Direktor der Universitäts-HNO-Klinik tätige Professor Dr. Stefan Plontke.

„Die Verleihung der Preise unterstreicht die Kompetenz der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie auf dem Gebiet des Hörens – sei es im Bereich „klassischer“ hörverbessernder Operationen, implantierbarer Hörgeräte als auch bei der Einführung moderner Technologien, Operationsmethoden und Therapieverfahren“, sagt Professor Plontke.

Die dem Preis zu Grunde liegende Arbeit untersucht die automatische, unbewusste neuronale Verarbeitung von komplexen Schallsignalen. Insbesondere die Entstehungsmechanismen der verschiedene Hörobjekte (Klangfarben, Melodien, Rhythmen) konnte mit Hilfe aufwändiger Untersuchungsverfahren erforscht werden. Die Arbeit gehört zur Grundlagenforschung im interdisziplinären Bereich der Neurowissenschaften und der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Die Messergebnisse wurden an hörgesunden Probanden in EEG-, MEG-, und psychoakustischen Studien gewonnen. Dabei hat Dr. Rahne eine internationale, interdisziplinäre Kooperation mit dem Albert-Einstein-College of Medicine in New York City und weiteren Instituten etabliert.

Jens Müller | Universitätsklinikum Halle (Saal
Weitere Informationen:
http://www.medizin.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Millionenförderung für Deep-Learning-Projekt in Leipzig
15.08.2018 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

nachricht Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb
14.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics