Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

04.05.2016

Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz verleihen die Alexander von Humboldt-Professuren.

Drei Spitzenwissenschaftlerinnen und drei Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland sind am Dienstagabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet worden, der Alexander von Humboldt-Professur.

Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz überreichten die Preise während einer Festveranstaltung an William Crawley-Boevey, Tiffany Knight, Katrin Kogman-Appel, Judith Pfeiffer, Wolfgang Wernsdorfer und Andreas S. Schulz.

Die Preisträger wurden von deutschen Universitäten nominiert und werden nun in Bielefeld, Bonn, Halle/Leipzig, Karlsruhe, München und Münster forschen. Die Auszeichnung ist mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler dotiert.

„Die Alexander von Humboldt-Professur zeigt, dass unsere Universitäten so attraktiv sind, dass herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Topadressen im Ausland den Rücken kehren, um in Deutschland zu forschen“, sagte Helmut Schwarz in Berlin.

„Hier geben wir ihnen die Freiheit, sich ganz auf die Wissenschaft zu konzentrieren – statt immer neue Anträge schreiben zu müssen. Wir schenken den Freiraum, Grundlagen zu erforschen, ohne bereits die nächste Anwendung im Kopf haben zu müssen. Wir ermöglichen es, Fragen zu erforschen, die nicht zum Mainstream gehören, sondern deren Relevanz vielleicht erst in Jahrzehnten sichtbar wird. Gerade diese Freiheit macht die Humboldt-Professur international so attraktiv.“

„Mit der Alexander von Humboldt-Professur gelingt es in beeindruckender Weise, internationale Spitzenforscherinnen und -forscher nach Deutschland zu holen. Dieser Preis leistet aber noch mehr: Im Idealfall ist die Einwerbung einer Humboldt-Professur für eine Universität Baustein einer umfassenden Internationalisierungsstrategie und ermöglicht es ihr, neue Forschungsfelder zu erschließen und ihr Profil zu schärfen“, sagte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Die Humboldt-Professoren wirken an ihren Hochschulen oft als Impulsgeber – für die Forschung, für die Lehre und für die internationale Vernetzung.“

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:

• William Crawley-Boevey, Reine Mathematik, hat bisher an der University of Leeds geforscht und wechselt an die Universität Bielefeld
• Tiffany Knight, Ökologie, wechselt von der Washington University in St. Louis, USA, an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Leipzig und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv)
• Katrin Kogman-Appel, Jüdische Studien, kommt von der Ben-Gurion University of the Negev in Beer-Sheva, Israel, an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster
• Judith Pfeiffer, Islamwissenschaften, wechselt von der University of Oxford, Großbritannien, an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
• Wolfgang Wernsdorfer, Experimentelle Festkörperphysik, kommt vom Institut Néel, CNRS in Grenoble, Frankreich, an das Karlsruher Institut für Technologie
• Andreas S. Schulz, Angewandte Mathematik, kam bereits 2015 vom Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA, an die TU München

Pressekontakt
Kristina Güroff
Lena Schnabel
Tel: +49 228 833-455/144; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de

Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 27.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 52 Nobelpreisträger.

Weitere Informationen:

http://www.humboldt-professur.de - Informationen, Fotos, Videos und Footage zu den Humboldt-Professoren

Kristina Güroff | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Haensel AMS und Universität Amsterdam starten Innovationswettbewerb für Dynamic Pricing
21.03.2019 | Haensel AMS GmbH

nachricht Phoenix Contact gewinnt BME-Preis für elektronische Beschaffung
13.03.2019 | Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Feuerwehrmaske mit Datenbrille ermöglicht Navigation in verrauchten Räumen

25.03.2019 | Innovative Produkte

Vermessung der Gedanken beim Speichern von Wissenskonzepten

25.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Eisriesen im Labor: Kunststoff hilft HZDR-Forschern, Planeten besser zu verstehen

25.03.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics