Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einer der höchst dotierten Medizinpreise verliehen

21.06.2010
Bochumer Riechforscher erneut ausgezeichnet: Robert Pfleger-Forschungspreis 2010 an Prof. Dr. Hanns Hatt

Erneut ist Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt für seine herausragenden Forschungen ausgezeichnet worden. Keine zwei Wochen nach dem Communicatorpreis der DFG erhielt er am Samstag, 19.6., in Bamberg den Forschungspreis der Doktor Robert Pfleger-Stiftung.

Dieser Preis gilt mit 50.000 Euro als einer der höchst dotierten Preise für medizinische Forschung. Hanns Hatt, Inhaber des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr Universität Bochum und Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste, bekam den Preis für seine bahnbrechenden Erkenntnisse im Bereich des Geruchssinns.

Renommierte Stiftung

„Professor Hatt konnte auf dem Gebiet der Physiologie des Riechens und des Geruchssinns grundlegende Konzepte mit zukunftsweisenden Denkanstößen liefern. Durch die Verwendung moderner bio- und gentechnologischer Methoden gelang der entscheidende Durchbruch für das Verständnis, wie es möglich ist, tausende verschiedener Gerüche wahrzunehmen und selbst in geringsten Konzentrationen zu unterscheiden“, zitierte Stiftungsratsmitglied Reiner Schmidt die Entscheidung des Wissenschaftlichen Beirats. In seine Rede würdigte Schmidt auch den Begründer der Stiftung: „Robert Pfleger war Unternehmer, Wissenschaftler und Philanthrop in einer Person. Die nach seinem Tod in den 70er Jahren gegründete Stiftung hat sich die Förderung der Wissenschaft sowie die Unterstützung sozialer Projekte zum Ziel gesetzt. Der Robert Pfleger-Forschungspreis zählt zu den hoch dotierten und renommiertesten medizinischen Forschungspreisen in Deutschland, die Stiftung gehört zu den bedeutendsten Einrichtungen ihrer Art im mittelständischen Sektor.“

Wie wir Gerüche wahrnehmen

Prof. Dr. Hanns Hatt beschrieb in seiner Dankesrede die wissenschaftliche Dimension der ausgezeichneten Forschungsarbeiten: „Zwar haben im Jahr 2004 die amerikanischen Wissenschaftler Richard Axel und Linda Buck den Medizin-Nobelpreis für Forschungen im Bereich des Riechens erhalten – der Beweis, dass Riechen nicht nur in der Nase stattfindet, wurde jedoch erstmals durch unser Labor erbracht. Bisher können wir gerade einmal 10 bis 15 der rund 350 Riechrezeptoren, über die der Mensch verfügt, eindeutig zuordnen. An meinem Lehrstuhl sind derzeit rund 60 Wissenschaftler – Biochemiker, Biologen, Physiker, Mediziner – mit der weiteren Erforschung des Phänomens ‚Riechen‘ beschäftigt. Auf einigen dieser Forschungsgebiete ist Deutschland zurzeit führend in der Welt. Gerade hier sehen wir erst die sprichwörtliche ‚Spitze des Eisberges‘. Sicher werden in den nächsten Jahren noch neue bahnbrechende Entdeckungen dahingehend folgen, welche Funktion die Riechrezeptoren in Haut, Darm, Muskel oder Gehirnzellen haben und daraus können völlig neue therapeutische Konzepte entstehen.“

Fotos und Interview

Ein ausführliches Interview mit Professor Dr. Hatt sowie aktuelles Fotomaterial der Preisverleihung bekommt man auf Anfrage bei: WORDUP PR, Achim von Michel, Bavariaring 25, 80336 München, Tel: 089 2 878878 0, E-Mail: info@wordup.de

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, Lehrstuhl für Zellphysiologie, Fakultät für Biologie und Biotechenologie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24586 Hanns.Hatt@rub.de

Redaktion: Dr. Josef König

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionenförderung für Elementarteilchenforschung am KIT
17.12.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht GFOS-Innovationsaward 2019: Anmeldung ab sofort möglich
13.12.2018 | GFOS mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics