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Hochschule Weserbergland erhält Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

04.08.2014

Große Freude an der Hochschule Weserbergland (HSW): Die Hamelner Hochschule wird in den kommenden vier Jahren im Rahmen des Programms „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschule“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Projektes ist es, IT-Praktiker unter besonderer Berücksichtigung beruflich erbrachter Leistungen wissenschaftlich weiterzubilden.

Für das bis Januar 2018 laufende Projekt erhält die HSW seitens des Bundesministeriums ein Fördervolumen von insgesamt 1,36 Millionen Euro. Gemeinsam mit dem Projektpartner Technische Universität Darmstadt, welcher auf die Anrechnung beruflicher Qualifikationen spezialisiert ist, wird sie das Projektvorhaben umsetzen. 

Prominente Unterstützung erhalten die Partner dabei u.a. durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als auch durch den Bundesverband Informationswirtschaft für Telekom und neue Medien e.V. (BITKOM). Letzterer hatte bereits 2012 bekannt gegeben, dass die Anzahl offener Stellen für IT-Experten zwischen 2009 und 2012 von 20.000 auf 43.000 Stellen angestiegen sei.

Dies bestätigt auch Professor Dr. Michael Städler, Leiter des Instituts für Wissensmanagement an der HSW und wissenschaftlicher Leiter des Forschungsprojektes. „Der Fachkräftebedarf in der Branche der Informations- und Kommunikationstechnik ist enorm. Dem wollen wir mit der Entwicklung neuer, berufsbegleitender Angebote nachkommen“.

Der IT-Arbeitsmarkt in Deutschland ist geprägt durch eine Vielzahl an qualifizierten und hochqualifizierten Arbeitskräften, die über das IT-Aus- und Weiterbildungssystem ein oder mehrere Abschlüsse erworben haben, jedoch nicht über eine akademische Ausbildung verfügen.

Dr. Mario Stephan Seger, Leiter des Projekts an der Technischen Universität Darmstadt betont dazu: „Es ist besonders wichtig, die Programme auch für Berufstätige zu öffnen, welche nicht über eine schulische Hochschulzugangsberechtigung verfügen, aber aufgrund beruflicher Erfahrungen und über den Erwerb von IT-Weiterbildungszertifikaten für die Aufnahme eines Studiums geeignet sind.

So kann Fach- und Führungskräften mittels neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse eine hochqualifizierte Weiterentwicklung ermöglicht werden ohne dass die Arbeitsstelle aufgegeben werden muss. Auch Unternehmen profitieren von den neuen Angeboten. Sie erhalten die Möglichkeit, motiviertes Personal zu binden und durch das Angebot an berufsbegleitenden IT-Bachelor- und Masterprogrammen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.“

Im Rahmen des geplanten Forschungsvorhabens werden ein berufsbegleitendes Bachelorprogramm „Wirtschaftsinformatik“ und ein Masterprogramm „IT-Business Management“ entwickelt und erprobt werden. Beide Studiengänge ermöglichen einen berufsbegleitenden Abschluss innerhalb von zwei bis drei Jahren. Beide Programme starten im Probedurchlauf im Herbst 2016.

Weitere Informationen:

http://www.hsw-hameln.de

Lara Wollenhaupt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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