Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hermes-Forschungsförderpreise an der Universität Rostock erstmals vergeben

06.07.2010
Im Rahmen der Hermes-Forschungsförderung der Universität Rostock wurden am 2. Juli 2010 erstmals die Preise an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vergeben.

Martin Behrens und Anett Mau-Möller von der Philosophischen Fakultät (Institut für Sportwissenschaft) wurden für ihr Forschungsprojekt „Adaptabilität des Ermüdungsverhaltens sensomotorischer Regulationsmechanismen als potentielle Verletzungsprophylaxe“ mit einer Fördersumme von 4.528 Euro ausgezeichnet. Das Geld dient dazu, einen geplanten Auslandsaufenthalt an der Pennsylvania State University (USA) und die aktive Teilnahme am Kongress Neuroscience in San Diego (USA) zu finanzieren.

Die Forschungen von Behrens und Mau-Möller sollen klären helfen, wie durch ein gezieltes sensomotorisches Training das Ermüdungsverhalten beeinflusst und damit Sportverletzungen vorgebeugt werden kann. Schätzungen zu Folge beläuft sich die Zahl der Sportunfälle auf ca. 1,5 Millionen pro Jahr, wodurch gesellschaftliche Folgekosten von 2,5 Milliarden Euro entstehen

Im Hermes-Junior-Program wurde Daniel Maier von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät für seine Forschungen zu „Echtzeit-Routing und Visualisierung im individuellen ÖPNV“ mit einer Fördersumme von 3.098 Euro ausgezeichnet. Mit diesem Projekt soll die Entwicklung von Komponenten eines auf individuellem Routing basierten Online-Informationssystems für den öffentlichen Personennahverkehr durchgeführt werden. Das System unterstützt einen Nutzer auf dem Weg von seinem aktuellen Standort zu einem definierten Zielort. Die Datenspeicherung und Datenhaltung werden durch geeignete Datenbanken/Informationssysteme vorgenommen. Beispielhaft soll das System für das Streckennetz der Rostocker Straßenbahn AG umgesetzt werden, das aber auch auf andere öffentliche Verkehrssysteme übertragbar ist. Ebenfalls im Hermes-Junior-Programm wurde Marie Teitge von der Medizinischen Fakultät (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) für ihr Forschungsprojekt „Die Zeitschrift für die gesamte Nervenheilkunde und Psychotherapie (1949-1990) ,Psychiatrie, Neurologie und medizinische Psychologie’ als Spiegelbild der Entwicklung der Nervenheilkunde in der DDR“ mit einer Fördersumme von 3.078 Euro ausgezeichnet. Das Projekt befasst sich mit der systematischen Auswertung der einzigen in der DDR erschienen Fachzeitschrift für Nervenheilkunde. Neben der Entstehungsgeschichte soll untersucht werden, wie sich die Entwicklung der Fachgebiete Psychiatrie und Neurologie in der DDR in den Publikationen widerspiegeln und wie sich in ihnen gesellschaftspolitische Einflüsse zeigen lassen. Zum Vergleich wird die DDR-Zeitschrift mit einer Fachzeitschrift verglichen, die im genannten Zeitraum in der Bundesrepublik erschien.

Hinweise zum Hermes-Programm der Universität Rostock finden Sie unter:
www.uni-rostock.de/forschung/forschungsfoerderung/hermes-forschungsfoerderung-der-universitaet-rostock/
Kontakt:
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: ++49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics