Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz fördert neue Ausgründungen

08.06.2010
Die Helmholtz-Gemeinschaft hat vier weitere Ausgründungsvorhaben ausgewählt, die durch Gelder aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert werden. Die Projekte werden durch die Maßnahme Helmholtz-Enterprise mit jeweils 100.000 Euro in der kritischen Startphase unterstützt.

Die Förderung von Ausgründungen ist Teil der Technolo-gietransferstrategie der Helmholtz-Gemeinschaft.

„Zur Mission der Helmholtz-Gemeinschaft gehört auch der wirkungsvolle Transfer von Erkenntnissen aus der Forschung in die wirtschaftliche Nutzung, denn nur durch echte Innovationen können wir Lebensqualität und Wohlstand sichern. Daher unterstützen wir die Ausgründung von Unternehmen aus der Helmholtz-Forschung nicht nur durch gründliche Beratung, sondern fördern ausgewählte Start-Ups in der besonders kritischen Startphase auch finanziell“, sagt Dr. Rolf Zettl, Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft. „Die Fördermaßnahme Helmholtz-Enterprise konnten wir dank des Paktes für Forschung und Innovation ins Leben rufen. Aus einem Teil des jährlichen Aufwuchses wurde der Impuls- und Vernetzungsfonds eingerichtet, aus dem wir nicht nur Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Exzellenz in der Forschung, zur Talentförderung und zur Chancengleichheit finanzieren, sondern auch mit Helmholtz-Enterprise die Gründung von Unter-nehmen unterstützen.“

Mit der vollen Fördersumme von jeweils 100.000 Euro aus dem Fonds und mindestens der gleichen Summe aus dem jeweiligen Helmholtz-Zentrum stehen den Zentren damit für ein Jahr zusätzliche Mittel zur Finanzierung von Personal in der Ausgründungsphase zur Verfügung. Zugleich können die Gründer zielgerichtet ihre Ausgründung weiterentwickeln. Mit Helmholtz-Enterprise unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft Ausgründungsideen, die das Potenzial haben, sich auf dem Markt zu bewähren. Die geförderten Ausgründungsideen haben das Gutachtergremium aus externen Experten überzeugt, weil sie eine große Verbesserung gegenüber bisher vorhandenen Technologien darstellen und ein Markt dafür vorhanden ist, so dass die Erfolgschancen hoch sind.

Die Förderung von 100.000 Euro erhalten vier Projekte: „MRI.Tools“ aus dem Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch, Das Vorhaben „Metallschaum“ aus dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, das Projekt „InfoDabble“ aus dem Helmholtz-Zentrum München und die Firma „Windfit UG“ aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Seit 2005 wurden 50 Gründungsvorhaben durch das Förderprogramm Helmholtz Enterprise gefördert, mit den jetzt dazugekommenen Ausgründungen wächst die Zahl der vom Fonds profitierenden Unternehmen auf 55. Etwa die Hälfte der geförderten Vorhaben ist inzwischen am Markt erfolgreich.

Die Vorhaben und Ansprechpartner in den Helmholtz-Zentren:

MRI.Tools – schärfere Bilder von bewegten Organen
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin-Buch
Die Ausgründer haben mit ihrem Vorhaben MRI.Tools innovative Komponenten für die bildgebende Methode der Magnetresonanztomografie entwickelt, darunter auch das Zubehörgerät „easy-ACT“, um bewegte Organe wie das Herz abzubilden, innovative Hochfrequenzantennen und ein neuartiges Warnsystem für den sicheren Umgang mit hohen Magnetfeldern. Die Zusatzgeräte können an bestehende MRI-Anlagen angeschlossen werden und erweitern die diagnostischen Möglichkeiten beträchtlich.
Ausgründer: Prof. Dr. Thoralf Niendorf, Dr. Ing. Tobias Frauenrath, Jan Rieger
Mehr Informationen: Pressestelle, Barbara Bachtler, bachtler@mdc-berlin.de; Tel.: 030 9406 3896
Metallschaum - Leichtbaumaterial aus Aluminiumschaum-Sandwich-Strukturen
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)
Gefördert wird die Ausgründung einer Firma, die ein neuartiges Leichtbaumaterial auf der Basis von Alumi-niumschaum herstellen kann. Das am HZB entwickelte Aluminiumschaum-Sandwich ist weltweit der einzige Verbundwerkstoff, der ohne Klebstoffe aus einem Material gefertigt werden kann. Daher ist das Leichtbau-material extrem robust und kann – anders als andere Verbundwerkstoffe - problemlos mit konventionellen Schweiß- und Verbundtechniken weiter verarbeitet werden. Das neuartige Leichtbaumaterial kann groß-technisch produziert werden.
Ausgründer: Dr. Manas Mukherjee, Dr. Ing. Hans-Wolfgang Seelinger, Heiner Pohl
Mehr Informationen: Pressestelle, Dr. Ina Helms; ina.helms@helmholtz-berlin.de; Tel.: 030 8062 2034
InfoDabble – Durchblick durch die Datenflut
Helmholtz-Zentrum München -Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU)
Das Unternehmen InfoDabble bietet Lösungen und Dienstleistungen für das Wissensmanagement und die Generierung und Interpretation von Wissen an. Die Software basiert auf Semantic Web Technologien, die die Bedeutung von Informationen erkennen. Sie ermöglicht den Kunden, themenspezifisches Wissen wesentlich schneller als bisher zu erfassen (Speed Reading), zu strukturieren und viele Informationsquellen gleichzeitig semantisch zu integrieren und zu bearbeiten. Die Dienstleistungen und die Software von InfoDabble können insbesondere langfristige und risikoreiche Entscheidungen der Pharmabranche und das effiziente Management der immensen Datenmengen der modernen biomedizinischen Forschung unterstützen.
Ausgründer: Dr. Volker Stümpflen, Prof. Dr. Hans-Werner Mewes
Mehr Informationen: Pressestelle, Sven Winkler; sven.winkler@helmholtz-muenchen.de; Tel.: 089 3187 3946
Windfit UG – Probleme rechtzeitig erkennen und warten
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Die Ausgründung Windfit UG aus dem DLR entwickelt und vermarktet Mess- und Sensorik-Technologien aus der Luftfahrt für die Anwendung in Windkraftanlagen. Windfit bietet den Betreibern von Windkraftanlagen einen deutlichen Mehrwert, indem sie es ermöglicht, mit Hilfe dieser Technologiekomponenten Probleme an Rotoren und Turbinen ihrer Anlagen bereits im Vorfeld zu erkennen. Reparaturen und Wartungsmaßnahmen können so rechtzeitig ergriffen werden. Ernste Schäden und langes Warten auf die notwendigen Wartungskräne werden vermieden und die Ausfallzeit der Anlage verkürzt sich. Auch zur optimalen Justierung der Windkraftanlage lassen sich die Mess- und Sensoriktechnologien nutzen.
Ausgründer: Prof. Dr. Stefan Levedag, Max Abildgaard
Mehr Informationen: Pressestelle; Cordula Tegen; cordula.tegen@dlr.de; Tel.: 02203 601 3876 oder Marco Trovatello; marco.trovatello@dlr.de; Tel.: 02203 601 2164

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschafts-organisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen
21.10.2019 | Universität Passau

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Studenten entwickeln einen Koffer, der automatisch auf Schritt und Tritt folgt

22.10.2019 | Innovative Produkte

Chemikern der Universität Münster gelingt Herstellung neuartiger Lewis-Supersäuren auf Phosphor-Basis

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics