Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hans-Löwel-Preis geht an sieben Nachwuchswissenschaftler der Universität Bamberg

15.07.2010
Zum siebten Mal zeichnete die Hans-Löwel-Stiftung herausragende Nachwuchsforscher der Universität Bamberg aus, dieses Jahr mit einer Preissumme von insgesamt 25.500 Euro. Grund zur Freude für die Prämierten, aber auch für ihre Alma Mater: Sie sieht ihren Kurs als impulsgebende und forschungsintensive Universität bestätigt.

Innovativität und Interdisziplinarität werden bei der Vergabe des Löwel-Preises großgeschrieben, das machten sowohl die Preisträger, die ihre Arbeiten dem Publikum kurz vorstellten, als auch die betreuenden Erstgutachter in ihren Würdigungen deutlich. Dr. Paul-Bellendorfs Dissertation beispielsweise trägt den Titel „Metallene Grabplatten in Franken und Thüringen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert – eine interdisziplinäre Studie zum Denkmalbestand und seiner Gefährdung durch Umwelteinflüsse“.

Die Arbeit vereint kunsthistorische, werkstoffwissenschaftliche und denkmalpflegerische Forschung und zeigt nach Laudator Dr. Rainer Drewello, Professor für Restaurierungswissenschaft in der Baudenkmalpflege an der Universität Bamberg, das Potenzial der Verbindung von geistes- bzw. kulturwissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher und ingenieurwissenschaftlicher Forschung „zwischen den Welten“.

Andere Arbeiten glänzen mit nahezu tagespolitischer Aktualität: Dr. Michael Kerler befasste sich am Beispiel der Weltbank damit, wie in internationalen Organisationen gut regiert werden kann und Dr. Daniel Kohlert überprüfte die Qualität der Anlageberatung von Privatkunden. Dr. Joachim Stempfle habe sogar die „Instrumente zur Rettung der Welt“ geliefert, meinte sein Laudator Prof. Dr. Dietrich Dörner, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie an der Universität Bamberg, mit einem Augenzwinkern. Die Frage sei nur, ob die Erkenntnisse seiner Doktorarbeit „Die Psychologie des Problemlösens – Was Kommunikation in Entscheidungsgruppen erfolgreich macht“ von der Welt auch angenommen werden würden, fügte er ernst hinzu.

Auch Verena Kaufmann, Dr. Florian Meinfelder und Dr. Michael Oberländer durften sich über einen Preis der Löwel-Stiftung freuen. Die Wichtigkeit von regionalen Netzwerken und bürgerschaftlichem Engagement betonte auch der Präsident der Universität Bamberg, Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert. Damit erinnerte er an den Stiftungsgründer Hans Löwel, der als erfolgreichen Unternehmer kurz vor seinem Tod 1996 zusammen mit seiner Frau Edith die Hans-Löwel-Stiftung mit einer Stiftungssumme von mehreren Millionen DM ausstattete.

Alle zwei Jahre wird der Preis des Plauener Unternehmers Hans Löwel verliehen, der kurz vor seinem Tod eine Stiftung gründete und diese mit mehreren Millionen Euro ausstattete. Prämiert werden wissenschaftlich herausragende, spannende, gut lesbare Arbeiten, die praxis- und zeitnah sind und darüber hinaus neue Forschungsmethoden aufweisen. Die Jury besteht aus hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft, darunter auch Oberbürgermeister Andreas Starke.

Die Stiftung beendet gemäß Stifterwillen Ende 2011 ihre Arbeit. Ihr Vermögen geht in die Universitätsstiftung über, die weiterhin Wissenschaftspreise vergeben wird. Ruppert deutete aber an, dass das Vermögen der Universitätsstiftung Bamberg auch dazu genutzt werden solle, den lang gehegten Wunsch nach einem internationalen Gästehaus zu verwirklichen. „Ein Gästehaus mitten in der Altstadt, mitten im Weltkulturerbe – das ist das Feinste, was wir internationalen Forschungsgästen bieten können.“

Dr. Monica Fröhlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bamberg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Mit der Getränkedose hoch hinaus – Minisatellitenwettbewerb vom 17. bis 21. September in Bremen
10.09.2018 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was Einstein noch nicht wusste

20.09.2018 | Physik Astronomie

One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz

20.09.2018 | Informationstechnologie

Nanoreaktoren nach natürlichen Vorbildern gebaut

20.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics