Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Georg-Cantor-Medaille für Matthias Kreck

08.03.2010
Deutsche Mathematiker-Vereinigung verleiht Prof. Matthias Kreck die Georg-Cantor-Medaille für seine Verdienste um die Mathematik

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung verleiht ihre Georg-Cantor-Medaille 2010 an Herrn Prof. Dr. Matthias Kreck in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen in der Topologie.

Neben seinem wissenschaftlichen Beitrag zur Mathematik würdigt die DMV auch seine Verdienste in der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und seinen Einsatz für die mathematische Gesellschaft als Direktor mehrerer Forschungsinstitute. Das gab die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV) heute zu Beginn ihrer gemeinsamen Jahrestagung mit der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM) in München bekannt.

Matthias Kreck, Professor für Mathematik und Direktor des Hausdorff Research Institute for Mathematics an der Universität Bonn, hat mit seiner Ausstrahlung als Mathematiker ganze Generationen von Topologen und anderen jungen Mathematikern nachhaltig beeinflusst. "Matthias Kreck zeichnet eine große Begeisterungsfähigkeit für Mathematik gepaart mit einer kritischen Beurteilung von Qualität und Fortschritt in der Mathematik aus", sagte Wolfgang Lück, Professor der Mathematik an der Universität Münster und Präsident der DMV, in seiner Laudatio am heutigen Eröffnungstag der DMV-Jahrestagung. In seiner Zeit als Direktor des Forschungsinstituts Oberwolfach habe Matthias Kreck entscheidende Veränderungen in der Organisation und am Profil vorgenommen, die für den Fortbestand und überragenden Erfolg dieser Einrichtung von existentieller Bedeutung gewesen seien. Kreck habe außerdem das renommierte Hausdorff Research Institute for Mathematics in Bonn komplett aufgebaut, sagte Lück. Kreck wurde im Jahr der Mathematik zum Beispiel mit Vorträgen zum Thema "Mathematik und Glauben" auch außerhalb der Fachwelt bekannt.

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung hatte 1990 aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens die Georg-Cantor-Medaille gestiftet. Sie erinnert an Georg Cantor, der die Mengenlehre begründet hat und der Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der DMV war. Die Cantor-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die DMV zu vergeben hat. Sie wird höchstens jedes zweite Jahr für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Mathematik auf einer Jahrestagung der DMV vergeben. Kreck ist der insgesamt zehnte Preisträger dieser renommierten Auszeichnung und erhält die Medaille zum diesjährigen 120-jährigen Jubiläum der DMV. Die bisherigen Preisträger waren Karl Stein (1990), Jürgen Moser (1992), Erhard Heinz (1994), Jaques Tits (1996), Volker Strassen (1999), Yuri Manin (2002), Friedrich Hirzebruch (2004), Hans Föllmer (2006) und Hans Grauert (2008).

Thomas Vogt | idw
Weitere Informationen:
http://www.dmv.mathematik.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen
21.10.2019 | Universität Passau

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen

21.10.2019 | Förderungen Preise

Kompakt, effizient, robust und zuverlässig: FBH-Entwicklungen für den Weltraum

21.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics