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Forschung für Nachhaltigkeit: 8 Millionen Euro für die nachhaltige Entwicklung von Städten

13.03.2015

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fordert Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen des Landes zur Teilnahme an der Ausschreibung „Reallabor Stadt“ auf. Gefördert werden Projekte, die in Zusammenarbeit mit Kommunen gesellschaftliche Herausforderungen des urbanen Raumes wissenschaftlich bearbeiten und die Stadtentwicklung aktiv vorantreiben.

„Viele gesellschaftliche Herausforderungen zeigen sich besonders deutlich in unseren Städten. Dazu gehören Einwanderung, neue Formen von Wohnen und Mobilität, Digitalisierung, die Alterung unserer Gesellschaft“, so Wissenschaftsministerin Bauer.

Zugleich werde in Städten an Lösungen für diese Probleme gearbeitet: „Städte sind Labore der Zukunft, weil hier Wissenschaft, Kommunen, die Wirtschaft und Bürger gemeinsam Lösungsansätze entwickeln können“.

Diese Form der Zusammenarbeit soll die ausgeschriebene neue Förderlinie des Wissenschaftsministeriums stärken. Dafür stehen insgesamt 8 Mio. Euro zur Verfügung, die nach Begutachtung durch Experten im November 2015 vergeben werden.

Die Förderung konzentriert sich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Einbeziehung von nicht-wissenschaftlichen Akteuren in die Forschung. Auch sollen in den Projekten digitale Planungs- und Beteiligungsinstrumente genutzt bzw. entwickelt werden.

Online:
http://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen/

http://mwk.baden-wuerttemberg.de/hochschulen/wissenschaft-fuer-nachhaltigkeit/

Information für die Redaktionen

Mit dem vorliegenden Förderprogramm greift die Landesregierung zum zweiten Mal das Konzept „Reallabore“ als zentrales und innovatives Instrument der Nachhaltigkeitsstrategie für Baden-Württemberg auf.

Dies folgt den im Sommer 2013 von der Expertenkommission „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ vorgelegten Empfehlungen. In deren Zentrum steht die Idee von Reallaboren als strukturierter Kooperation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Fragen der Nachhaltigkeit.

In einem ersten Programm „Reallabore“ fördert das Wissenschaftsministerium bereits seit Januar 2015 insgesamt sieben Projekte im Land, die sich in einem wettbewerblichen Verfahren durchgesetzt haben. Die Fördersumme beläuft sich auf insgesamt 7 Mio. Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.

Die anhaltend positive Resonanz auf das Reallaborkonzept wird nun in der strukturierten Form einer auf Fragen der nachhaltigen Stadt bezogenen Ausschreibung erneut aufgegriffen.

Biljana Bojic | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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