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Finalisten des ersten Norddeutschen Wissenschaftspreises stehen fest

11.10.2012
Die erste Ausschreibung des Norddeutschen Wissenschaftspreises geht in die entscheidende Runde.

Gestern Nachmittag hat die international besetzte Auswahlkommission in Frankfurt am Main über die drei Finalisten entschieden.

Die Rolle mariner Bakterien für den globalen Kreislauf des Kohlenstoffs, Ökosysteme von Kaltwasserkorallen und die physikalischen, biologischen und chemischen Prozesse im Wattenmeer:

Mit diesen Themen haben es die drei Wissenschaftskooperationen „MIMAS“ (eingereicht durch die Universität Greifswald), „Vom Biodiversitäts-‚Hotspot‘ zum geologischen Archiv: Kaltwasserkorallen-Ökosysteme entlang der europäischen Kontinentalhänge“ (Universität Bremen) und „BioGeoChemie des Watts“ (Universität Oldenburg) in die Endrunde des ersten Norddeutschen Wissenschaftspreises geschafft.

Die Auswahl aus den 14 Bewerbungen ist dem siebenköpfigen Gremium nach eigenen Angaben nicht leicht gefallen. Prof. Volker Mosbrugger, Mitglied der Auswahlkommission: „Alle 14 Kooperationen arbeiten auf hohem wissenschaftlichen Niveau. Ausschlaggebend für unser Votum waren der Grad der Vernetzung innerhalb der norddeutschen Meeresforschung sowie das Maß an Interdisziplinarität.“

Aus den drei Finalisten wählen die norddeutschen Wissenschaftsministerinnen und –minister bzw. –senatorinnen Mitte November den Sieger aus. Er wird auf der Preisverleihung am 29. November im Hamburger Rathaus bekannt gegeben. Zu der zweistündigen Festveranstaltung werden etwa 120 Persönlichkeiten aus der gesamten norddeutschen Wissenschaftsszene und aus Politik und Gesellschaft erwartet. Zudem haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angekündigt sowie EU-Politikerinnen und –politiker aus Brüssel. Durch die Veranstaltung führt die NDR Moderatorin Julia Westlake.

Mit dem Norddeutschen Wissenschaftspreis werden erfolgreiche länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft gewürdigt und besser sichtbar gemacht, auch über die Landesgrenzen hinaus. Er wird gemeinsam von den Wissenschaftsministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, der Freien Hansestadt Bremen und der Freien und Hansestadt Hamburg vergeben. Die Federführung für alle fünf norddeutschen Länder hat in diesem Jahr Hamburg.

Das Preisgeld beträgt 50.000 Euro. Der Preis soll in den kommenden fünf Jahren jährlich verliehen werden, jedes Mal zu einem anderen Thema.

Julia Rauner | idw
Weitere Informationen:
http://www.hamburg.de/bwf

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