Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Gerätezentrum - Analysen in der Nanodimension

25.04.2013
Geräte auf dem neuesten Stand der Technik sind die Basis der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschung. Doch übersteigen die notwendigen Kosten oft das Budget einzelner Arbeitsgruppen.

Daher unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Aufbau professioneller Strukturen für zentrale Geräteparks in wissenschaftlichen Einrichtungen. Das Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat sich mit seinem Antrag durchsetzen können und wird nun für drei Jahre mit 550.000 Euro gefördert.

Insgesamt 42 Anträge gingen bei der DFG ein, nur 10 erhielten schließlich den Zuschlag. Dabei geht es bei der Förderung ausdrücklich nicht darum, neue Geräte zu finanzieren, sondern die sinnvolle Nutzung solcher Zentren für interne wie externe Wissenschaftler professionell zu organisieren. Das von CENIDE initiierte und koordinierte „Interdisciplinary Center for Analytics on the Nanoscale“, kurz ICAN, vereint Geräte, Methoden und menschliche Kompetenz für Analysen im Nanometermaßstab: Zahlreiche Großgeräte sind bereits vorhanden, weitere in einem Gesamtwert von rund sechs Millionen Euro werden derzeit beschafft.

Namen wie „Transmissionselektronen-Mikroskop“ oder „Sekundärionen-Massenspektrometer“ lassen erahnen, dass hier zum Teil sehr aufwändige Geräte eingesetzt werden, die Spezialisten zur Planung und Durchführung der Analyse erfordern. Daher sind sie nur dann für Nutzer persönlich zugänglich, wenn diese nachweislich über die entsprechende fachliche Eignung verfügen. Anderenfalls nimmt das ICAN auch Auftragsarbeiten entgegen, berät bei der Auswahl der Technik und hilft auf Wunsch dabei, die Ergebnisse zu interpretieren. Denn die wissenschaftliche Basis bildet – wie bei jeder Technologie – auch hier der Mensch. Genauer: Die gebündelte, zum Teil jahrzehntelange Erfahrung der Nano-Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen mit den hier zur Verfügung gestellten Geräten und Methoden. Daher haben die Professoren Michael Horn-von Hoegen, Axel Lorke und Christof Schulz aus den Fakultäten für Physik und Ingenieurwissenschaften gemeinsam den Antrag auf Förderung gestellt.

Den räumlichen Mittelpunkt von ICAN bildet das Mikroskopiezentrum im NanoEnergieTechnikZentrum am Campus Duisburg. Hier wurden spezielle Labors eingerichtet, in denen die empfindlichen Geräte unter optimalen Raumklimabedingungen mechanisch und elektromagnetisch abgeschirmt sind. Warum diese Abschirmung so wichtig ist, zeigt der Größenvergleich: Ein Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters – heutige Hochleistungsmikroskope können selbst diese winzigen Dimensionen sichtbar machen. Doch schon die für Menschen nicht wahrnehmbare Erschütterung durch einen hundert Meter entfernt vorbeifahrenden Zug reicht aus, um den Bildausschnitt entscheidend zu verschieben.

Die Förderung des Gerätezentrums eröffnet den mehr als 350 Nanowissenschaftlern an der UDE sehr gute Forschungsbedingungen, berichtet Prof. Dr. Christof Schulz, wissenschaftlicher Direktor von CENIDE und einer der Antragsteller: „Unsere Arbeitsgruppen können nun professionell und zentral organisiert Analyseverfahren auf Top-Niveau nutzen, um ihre Ideen umzusetzen. Durch die Organisation von ICAN als Gerätezentrum wird auch der Zugriff für externe Interessenten ermöglicht.“

Redaktion und weitere Informationen: http://www.cenide.de
Birte Vierjahn, CENIDE, Tel. 0203/379-8176, birte.vierjahn@uni-due.de

Katrin Koster | idw
Weitere Informationen:
http://www.cenide.de
http://www.uni-due.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht GFOS-Innovationsaward 2019: Anmeldung ab sofort möglich
13.12.2018 | GFOS mbH

nachricht Röhrchen statt Platten: 2,5 Millionen Euro für Entwicklung neuartiger Elektrolysezelle
13.12.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Data use draining your battery? Tiny device to speed up memory while also saving power

The more objects we make "smart," from watches to entire buildings, the greater the need for these devices to store and retrieve massive amounts of data quickly without consuming too much power.

Millions of new memory cells could be part of a computer chip and provide that speed and energy savings, thanks to the discovery of a previously unobserved...

Im Focus: Quantenkryptographie ist bereit für das Netz

Wiener Quantenforscher der ÖAW realisierten in Zusammenarbeit mit dem AIT erstmals ein quantenphysikalisch verschlüsseltes Netzwerk zwischen vier aktiven Teilnehmern. Diesen wissenschaftlichen Durchbruch würdigt das Fachjournal „Nature“ nun mit einer Cover-Story.

Alice und Bob bekommen Gesellschaft: Bisher fand quantenkryptographisch verschlüsselte Kommunikation primär zwischen zwei aktiven Teilnehmern, zumeist Alice...

Im Focus: An energy-efficient way to stay warm: Sew high-tech heating patches to your clothes

Personal patches could reduce energy waste in buildings, Rutgers-led study says

What if, instead of turning up the thermostat, you could warm up with high-tech, flexible patches sewn into your clothes - while significantly reducing your...

Im Focus: Tödliche Kombination: Medikamenten-Cocktail dreht Krebszellen den Saft ab

Zusammen mit einem Blutdrucksenker hemmt ein häufig verwendetes Diabetes-Medikament gezielt das Krebswachstum – dies haben Forschende am Biozentrum der Universität Basel vor zwei Jahren entdeckt. In einer Folgestudie, die kürzlich in «Cell Reports» veröffentlicht wurde, berichten die Wissenschaftler nun, dass dieser Medikamenten-Cocktail die Energieversorgung von Krebszellen kappt und sie dadurch abtötet.

Das oft verschriebene Diabetes-Medikament Metformin senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern hat auch eine krebshemmende Wirkung. Jedoch ist die gängige...

Im Focus: Lethal combination: Drug cocktail turns off the juice to cancer cells

A widely used diabetes medication combined with an antihypertensive drug specifically inhibits tumor growth – this was discovered by researchers from the University of Basel’s Biozentrum two years ago. In a follow-up study, recently published in “Cell Reports”, the scientists report that this drug cocktail induces cancer cell death by switching off their energy supply.

The widely used anti-diabetes drug metformin not only reduces blood sugar but also has an anti-cancer effect. However, the metformin dose commonly used in the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Rittal heizt ein in Sachen Umweltschutz - Rittal Lackieranlage sorgt für warme Verwaltungsbüros

14.12.2018 | Unternehmensmeldung

Krankheiten entstehen, wenn das Netzwerk von regulatorischen Autoantikörpern aus der Balance gerät

14.12.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics