Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Diabetes-Gesellschaft würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen

26.05.2010
Professor Hans-Georg Joost, Professor Burkhard Göke und Professor Peter Hürter gehören zu den Preisträgern und Geehrten der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) 2010. Im Rahmen ihrer Jahrestagung 2010 verlieh die medizinische Fachgesellschaft Auszeichnungen für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Diabetologie.

Die Paul-Langerhans-Medaille, die höchste Auszeichnung der DDG, hat 2010 Professor Dr. med. habil. Dr. rer. nat. Hans-Georg Joost erhalten. Er ist seit 2002 wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

Zurzeit erforschen Joost und sein Team Gene, die das Risiko erhöhen an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Außerdem entwickelten sie den Deutschen Diabetes-Risiko-Test weiter, der Ärzten zukünftig dabei helfen kann, das Diabetes-Risiko ihrer Patienten genauer einzuschätzen und geeignete Kandidaten für Präventionsmaßnahmen zu finden.

„Wir kennen Hans-Georg Joost nicht nur als Wissenschaftler, der sich von einem Pharmakologen im engeren Sinne zu einem vielseitigen biologisch orientierten Erforscher klinisch bedeutsamer Zusammenhänge entwickelt hat“, würdigt Professor Dr. med. Michael Nauck, Tagungspräsident der 45. Jahrestagung der DDG dessen Leistungen. „Er ist auch Mitglied zahlreicher Gremien, die den medizinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs fördern oder Auszeichnungen und Projektförderungen vergeben. Hier zeichnet er sich durch sein herausragendes Urteilsvermögen aus.“

Ein weiterer Preisträger 2010 ist Professor Dr. med. Burkhard Göke. Seit 2008 ist er Ärztlicher Direktor des Klinikums der Universität München. Er erhält den Werner-Creutzfeldt-Preis in Würdigung seiner umfassenden Arbeiten auf dem Gebiet der Sekretion und Rezeptorvermittelten Wirkung von GLP-1 und ihrer Bedeutung für den Typ-2-Diabetes. „Im Jahr 1993 charakterisierten Burkhard Göke und seine Arbeitsgruppe die Exendin-4, das heutige Byetta, als hochpotenten Agonisten am GLP-1-Rezeptor. In der gleichen Arbeit wurde auch die trunkierte Form Exendin 9-39 als hochwirksamer Antagonist am gleichen Rezeptor beschrieben“, würdigt Professor Nauck eine von zahlreichen Arbeiten des Geehrten. Beide Beobachtungen hätten weitreichende Konsequenzen bis hin zur Entwicklung eines neuen Medikamentes und weiterführenden Studien.

Der Vorstand der DDG hat außerdem einstimmig Professor Dr. med. Peter Hürter, Hannover, zum Ehrenmitglied ernannt. Dieser war allgemeinpädiatrisch klinisch tätig und veröffentlichte wichtige Beiträge zu Diabetes Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen – dem Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit. Unter anderem war er Mitbegründer und erster Sprecher der Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Diabetologie in der DDG und in der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde. „Peter Hürter hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Therapiekonzepte für Erwachsene mit Diabetes nicht einfach für Kinder und Jugendliche leicht modifiziert angewendet werden“, würdigt Professor Nauck die Lebensleistung des neuen Ehrenmitgliedes. Vielmehr seien die Eigenheiten der Selbst-Wahrnehmung, des Lernens und des Verhaltens junger Menschen in der Therapie und insbesondere in den Schulungsmaßnahmen angemessen berücksichtigt worden.

Mit weiteren Preisen und Projektförderungen unterstützt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft 2010 wissenschaftliche Arbeiten in der Diabetologie. Die Mittel stammen aus Spenden und dem Vermögen der Gesellschaft. Über deren Verteilung entscheidet die vom Vorstand der DDG eingesetzte „Jury zur Förderung wissenschaftlicher Projekte“. Jährlich werden zahlreiche Projekte gefördert und Preise verliehen. Die Übergaben der Auszeichnungen finden im Rahmen der DDG-Jahrestagungen statt.

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle diabetesDE/DDG
Beate Schweizer
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931 295, Fax: 0711 8931 167
Schweizer@medizinkommunikation.org

Beate Schweizer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ddg2010.de
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/preise/Preise_der_DDG.php

Weitere Berichte zu: DDG Diabetes Diabetes-Gesellschaft Diabetologie Projektförderungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht ER-C Synergy Grant: 12 Millionen Euro für die Erforschung von „magischen“ 3D-Nanostrukturen
11.10.2019 | Forschungszentrum Jülich

nachricht 6G und modernste Radare – 6,5 Millionen Euro für Terahertz-Integrationszentrum
10.10.2019 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

10. Weltkonferenz der Ecosystem Services Partnership an der Leibniz Universität Hannover

14.10.2019 | Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

BiClean – Smarte antibakterielle Oberflächen mittels bidirektionaler Displaytechnologie

14.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Fehlerhafte Proteinfaltung als Alzheimer-Risikomarker – bis zu 14 Jahre vor der Diagnose

14.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Flechten: Teamwork macht den Unterschied

14.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics